Den Herren folgt der Nachwuchs. Am kommenden Wochenende startet die Regionalliga Nord der A-Junioren in die Saison 2012/2013. Und es tauchen einige spannende Fragen auf: Wer folgt auf Holstein Kiel und holt sich die Meisterschaft, und wie werden sich wohl die vier Aufsteiger schlagen in den kommenden Monaten? Allen Mannschaften gemein ist ein kleiner Werbesticker auf dem Trikotärmel. In dieser Saion werden die Regionalligen Nord der A-, B-und C-Junioren nämlich von der Sparda-Bank unterstützt.
VfL Oldenburg – SV Werder Bremen II (Sa., 12 Uhr)
Beide Teams gehen mit großen Erwartungen in die kommende Saison. Die Oldenburger gelten als Absteiger aus der A-Junioren-Bundesliga ohnehin als Topfavoritin auf die Meisterschaft - obwohl sich derartige Rechnungen angesichts der Spieler-Fluktuation im Jugendbereich eigentlich gar nicht aufmachen lassen. Im Fall des VfL sieht es jedoch etwas anders aus: Ein Großteil des letztjährigen Kaders steht auch in der kommenden Saison zur Verfügung, und zudem gelang der B-Jugend des Vereins in der vergangenen Spielzeit der Aufstieg in die Juniorenbundesliga ihres Jahrgangs. Die A-Junioren wurden in diesem Sommer also durch eine ganze Reihe guter Spieler aus den eigenen Reihen verstärkt. Bei Werder Bremen II - als U18 eines Nachwuchsleistungszentrums die große Ausnahme in Deutschland – will man die vergangene Saison vergessen machen. Der sechste Platz in der Abschlusstabelle der Regionalliga Nord gibt nämlich nur unzureichend Auskunft über die Probleme der Grün-Weißen. Bis zum zweiten A-Jugendteam hatte sich die Verletztenmisere der Werder-Profis ausgewirkt. Am Ende musste auch die U18 Spieler abgeben, und deshalb ging es sogar um den Klassenerhalt. Gerade drei Punkte trennten die Bremer zum Schluss von der Abstiegszone. Eine solche Zittersaison möchte man nicht noch einmal erleben.
SV Victoria 08 Georgsmarienhütte - VfB Lübeck (Sa., 15 Uhr)
Diese beiden Mannschaften gelangten in der vergangenen Saison als Nachbarn ins Ziel: Die Lübecker belegten Platz vier, und Georgsmarienhütte lief auf Rang fünf ein. Tatsächlich wurden sie allerdings durch mehr getrennt als diesen einen Platz in der Abschlusstabelle. Der VfB brachte es schließlich auf 55 Punkte, während die Victoria lediglich 35 Zähler erreichte und sich deshalb immer mal wieder in Richtung Abstiegszone orientieren musste.
SV Meppen - VfB Oldenburg (So., 12.30 Uhr)
Am Ende war es lediglich ein Zähler, der die Oldenburger vor dem Abstieg bewahrte. Als Tabellenzehnter rettete der VfB sich so gerade vor dem Gang in die Oberliga. Dem SV Meppen, Siebter der Abschlusstabelle, erging es nicht viel besser. Die Emsländer sammelten nämlich nur zwei Punkte mehr als der VfB Oldenburg. Das Saisonziel der beiden Kontrahenten lässt sich also unschwer ausmachen: Etwas entspannter darf es in der nun startenden Saison schon zugehen.
SV Frisia 03 Risum-Lindholm - BSV Kickers Emden (So., 13 Uhr)
Das Duell der Aufsteiger. Bei beiden Teams wird es vermutlich besonders darauf ankommen, wie sie die übliche Personalfluktuation verkraften. Immerhin bringen beide Mannschaften aber den letztjährigen Torschützenkönig ihrer Oberliga mit in die Regionalliga. Für Risum-Lindholm - das sich in der Oberliga Schleswig-Holstein klar gegen Flensburg 08 durchsetzte – hatte Ihab Hathat 33 Tore erzielt, und bei Kickers Emden – aufgrund des besseren Torverhältnisses Meister vor dem SC Langenhagen - war Tido Steffens (24 Tore) erfolgreicher als jeder andere Spieler in der Oberliga Niedersachsen gewesen.
Blumenthaler SV – TSV Havelse (So., 13 Uhr)
Hinter dem Team aus Bremen-Nord liegt eine erfolgreiche Saison. Zwar vermochte der Blumenthaler SV den Abstiegskampf als Tabellenachter auch nicht ganz zu verhindern. Aber die Rolle der Fahrstuhlmannschaft, die oft dem zweiten Bremer Vertreter zukommt, musste der BSV nicht annehmen. Deutlich erfolgreicher war allerdings der TSV Havelse: Lediglich zwei Punkte fehlten am Ende zu Meister und Bundesligaaufsteiger Holstein Kiel. Gern hätten die Niedersachsen diese tolle Saison ebenfalls mit dem Gang in die höchste Liga gekrönt, in der Relegation zogen sie jedoch gegen den Chemnitzer FC den Kürzeren. Eines dürfte allerdings feststehen: Man sollte den TSV Havelse auch diesmal auf der Rechnung haben.
JFV Bremerhaven - FC Eintracht Norderstedt (So., 13 Uhr)
Der Aufsteiger JFV ist nach Werders U18 und dem Blumenthaler SV der dritte Vertreter aus dem Bereich des Bremer Fußballverbandes. Er wurde erst 2010 vom OSC Bremerhaven und der LTS Bremerhaven gegründet, um die größten Talente der Seestadt zu bündeln. Offenbar mit Erfolg, denn die Teams des Jugendfördervereins tauchten bereits mehrfach in der Regionalliga auf. Die Eintracht aus Norderstedt ist ebenfalls ein guter Bekannter. Nachdem die vergangene Saison mit Platz neun endete, darf es in dieser Spielzeit aber ruhig ein Stück nach oben gehen.
Eintracht Braunschweig – SC Condor Hamburg
Die Partie wurde auf den 14.10.2012 (12 Uhr) verlegt.