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3. Liga 2016/2017: Wölfe scheitern in der Relegation an Jahn Regensburg

VfL Wolfsburg II bleibt in der Regionalliga Nord

(Für den Goslarer SC heißt es Abschied nehmen / Foto: NFV)

Es hat nicht gereicht. Nach dem 1:0-Erfolg im Relegations-Hinspiel kassierte der VfL Wolfsburg II im Rückspiel beim SSV Jahn Regensburg eine 0:2 (0:0)-Niederlage. Damit kehrt Regensburg in die 3. Liga zurück, und der Meister der Regionalliga Nord tritt auch im kommenden Jahr in dieser Spielklasse an.

„Erst einmal Glückwunsch an Jahn Regensburg. Es ist heute sehr traurig und ärgerlich für uns. In der ersten Halbzeit haben wir die erste Welle gut überstanden. Dann hatten wir unsere Chancen, das Tor zu erzielen”, so VfL-Coach Valérien Ismaël. Er machte Fehler zu Beginn des zweiten Durchgangs für die Niederlage verantwortlich: “Leider waren wir zu Beginn der zweiten Hälfte nicht auf dem Platz. Da kamen der Druck und beide Gegentreffer. Anschließend haben wir alles versucht, dass so wichtige Auswärtstor zu erzielen. Viel Erfolg den Regensburgern in der dritten Liga. Wir müssen nächstes Jahr einen neuen Anlauf nehmen.“ Sein Team verpasste den Sprung in die 3. Liga nach 2014 (0:0/0:1 gegen Sonnenhof Großaspach) zum zweiten Mal.

Im mit fast 15.000 Zuschauern gefüllten Regensburger Stadion hatte der SSV Jahn von Beginn an Druck gemacht. Bereits nach wenigen Minuten hatte SSV-Torjäger Markus Ziereis (6.) die große Chance auf den Führungstreffer. Nach einer Ecke von Kolja Pusch kam der Torschützenkönig der Regionalliga Bayern (19 Tore) aus rund fünf Metern zum Kopfball, traf aber nur die Latte. Auch danach waren die Gastgeber dem 1:0 näher als die „Wölfe“, die bis Mitte der ersten Halbzeit kaum aus der eigenen Hälfte kamen. SSV-Linksverteidiger Alexander Nandzik (19.) wollte frei vor VfL-Torwart Alexander Brunst-Zöllner für Stürmer Jann George ablegen, spielte den Ball aber genau in die Füße eines Wolfsburger Abwehrspielers. Danach fand das Team von VfL-Trainer Valérien Ismaël etwas besser ins Spiel, kam zwischenzeitlich zu einigen Entlastungsangriffen. Große Torgefahr strahlten die „Wölfe“ aber nicht aus. Ohne Tore ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich. Regensburg drückte auf das Tor - und wurde diesmal auch belohnt. Nach einem Foul an Kolja Pusch (53.) verwandelte Andreas Geipl (54.), der nach seinem Nasenbeinbruch mit Maske auflief, den fälligen Strafstoß. Nur wenige Minuten später erhöhte Pusch (58.) mit einem Linksschuss aus rund zehn Metern zum 2:0. Jetzt war Wolfsburg gefordert. Die „Wölfe“ benötigten einen Treffer für den Aufstieg in die 3. Liga. Viele Offensivaktionen zeigte das Team von VfL-Trainer und Ex-Bundesligaprofi Valérien Ismaël aber nicht. Stattdessen verpassten die Gastgeber mehrfach das 3:0. Marc Lais (71.) schoss knapp links vorbei, Markus Ziereis (73.) köpfte erneut an die Latte, nachdem VfL-Schlussmann Brunst-Zöllner unter dem Ball durchgesprungen war. Auch Kapitän Markus Palionis (82.) traf per Kopf die Latte. Kurz danach musste VfL-Defensivspieler Sebastian Wimmer (83.) wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot frühzeitig das Feld verlassen.

Durch den verpassten Aufstieg der Wölfe ist jetzt auch klar, dass der Goslarer SC den Abstieg aus der Regionalliga Nord nicht verhindern kann. Bis zuletzt hatte der Tabellen-16. auf den Strohhalm Wolfsburg gehofft, um wie im vergangenen Jahr der BV Cloppenburg, in letzter Sekunden dem Abstieg zu entgehen. Für die Kaiserstädter geht es direkt runter in die Landesliga. Der Verein hatte auf eine Meldung für die Oberliga Niedersachsen verzichtet und plant nun einen Neuaufbau in der sechsten Spielklasse.

 

(Text: Stefan Freye/MSPW)

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