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„Dorthin will jeder, und wir haben auch das Zeug dazu.“

Entspannter Start für Dario Fossi und den VfB Oldenburg

(Foto: Fabian Speckmann)

Sieben Punkte aus drei Spielen können sich sehen lassen. „Ich bin glücklich und zufrieden, euphorisch bin ich nicht“, sagt Dario Fossi, Trainer des VfB Oldenburg. Es ist ja auch nicht so, dass sein Team nach den Siegen gegen den HSC Hannover (1:0) und den FC Oberneuland (1:0) sowie dem Unentschieden gegen den TSV Havelse (2:2) plötzlich zum Titelanwärter mutiert ist. Im Grund genommen wehrt sich Fossi schon gegen die Annahme, sein VfB wäre allein aufgrund des guten Namens oben dabei: „Dabei vergisst man immer, welche Mannschaft wir haben.“ Sehr jung sind die Oldenburger in dieser Spielzeit; die überwiegend erfahrenen Abgänge wurden durch Talente ersetzt. Das muss nicht automatisch mit Qualitätseinbußen verbunden sein – es kann das Team sogar stärker machen. Aber die Mannschaft befindet sich notwendigerweise in einer Entwicklung, und die nimmt ebenso zwingend eine ganze Menge Zeit in Anspruch.

„Bei einem neuen Trainer und einer neuen Mannschaft sind sieben Punkte aus drei Spielen eine gute Ausbeute“, findet Dario Fossi also. Er weiß, dass der gute Start seiner Arbeit mit der Mannschaft vor allem „Luft“ verschafft. Sollte der VfB in den kommenden Wochen weniger Punkte gewinnen, dann würde sich die Kritik vermutlich in Grenzen halten – und die Oldenburger könnten weiter in Ruhe wachsen. Dabei erwartet Dario Fossi keine Rückschläge. Aber er kalkuliert sie ein. „Es ist einfach nicht selbstverständlich, dass es auf Anhieb funktioniert.“

Und klar: Im Moment sieht es ein wenig danach aus, als ob es der Spielplan gut meinte mit dem VfB Oldenburg: Weder der HSC noch der FCO werden zum engeren Kreis der Anwärter auf einen Spitzenplatz gezählt. Ein echter Härtetest verband sich bislang vermutlich mit dem Unentschieden gegen den TSV Havelse – aber schon bald werden weitere folgen. Auf die Oldenburger warten nun das Derby in Jeddeloh sowie die Duelle mit Wolfsburg II, Hannover II und Bremen II. Danach werden sie beim VfB wohl noch ein bisschen besser wissen, wohin die Reise geht.

Dario Fossi sieht es recht entspannt: „Ich rede ja jetzt auch nicht vom Aufstieg, da bin ich der Falsche.“ Der Trainer möchte ordentliche Arbeit leisten und für ein harmonisches Umfeld sorgen. „Es wird auch darum gehen, mal eine Niederlage zu verkraften, ich wünsche mir einfach, dass wir Zeit bekommen“, sagt Fossi. Andererseits macht der VfB-Coach keinen Hehl daraus, dass er nach der Qualifikation in die Aufstiegsrunde einziehen möchte: „Dorthin will jeder, und wir haben auch das Zeug dazu.“

Die Lage der Liga – Dario Fossi

Staffel Süd: Nach drei Spieltagen ist das natürlich schwer zu sagen, aber ich glaube, unsere Staffel ist einen Ticken stärker als die Staffel Nord. Ich halte uns jedenfalls für ausgeglichener. Es wird auch super spannend mit den guten Aufsteigern, die Mannschaften sind alle nicht weit auseinander. Ich habe nun zum Beispiel alle Spiele des FC Oberneuland gesehen, weil er immer gegen unseren nächsten Gegner angetreten ist: Sie haben tolle Spiele gemacht und sind keine Mannschaft, die sich abschlachten lässt. In den letzten drei Jahren hat sich der FCO auch offensiv in der Oberliga austoben können. Er kennt seine Abläufe ganz genau.

Staffel Nord: Ich hatte Weiche natürlich oben erwartet, Ottensen kommt dagegen schon überraschend. Aber es sind ja auch dort erst drei Spieltage absolviert. Man sieht allerdings, dass es Mannschaften wie der Heider SV, Altona 93 oder Phönix Lübeck wohl schwer haben werden, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Ich schätze Weiche Flensburg, Drochtersen/Assel, den HSV II und St. Pauli II bislang jedenfalls stärker ein – und das sind ja schon vier Mannschaften.
 


(Text: Stefan Freye)

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