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„Geplant und selbst entschieden“

Walter Fricke zum Abschied als Jugendausschussvorsitzender

(Foto: hansepixx.de)

Das ist ein gutes Gefühl. „Ich habe es geplant und selbst entschieden“, sagt Walter Fricke. Er hatte sich auf dem Verbandstag am 25. September nicht mehr zur Wahl als Vorsitzender des NFV-Jugendausschusses gestellt – und genau so war es vorgesehen. Zunächst hatte sich der 68-Jährige vom Posten des Jugendobmanns im Niedersächsischen Verband verabschiedet, nun folgte das Ende auf NFV-Ebene, und im kommenden Frühjahr wird Walter Fricke auch den Vorsitz im DFB-Jugendausschuss niederlegen. „Ich war und bin vorbereitet“, sagt er mit einem Lächeln. Es ist ja nicht so, dass ihm die Ämter nicht fehlen. „Man fällt schon in ein Loch“, sagt Walter Fricke. Aber die Posten aus eigenem Antrieb zu verlassen, ist einfach mit einem guten Gefühl verbunden. Zumal der scheidende Vorsitzende sich sicher ist: „Ich hinterlasse einen gut vorbereiteten Jugendausschuss.“

Es ist ein Jugendausschuss, der in der jüngsten Vergangenheit durchaus unübliche Arbeit zu leisten hatte. Oder anders formuliert: Von den neun Jahren als NFV-Jugendausschussvorsitzender waren 2020 und 2021 sicher die turbulentesten. „So etwas hatten wir ja noch nicht“, sagt Walter Fricke. Man habe nur noch reagieren können auf die Entwicklung der Corona-Pandemie: „Und dabei konntest du es ja nur falsch machen.“ Die herausfordernde Zeit habe aber bei allen Problemen auch unter Beweis gestellt, dass die Beteiligten zum konstruktiven Diskurs in der Lage sind. „Wir haben ganz gut zusammengearbeitet und sind im Nachhinein auch gut klargekommen“, so Fricke.

Dabei habe sich in den vergangenen Jahren auch ein neuer Weg der Kommunikation ergeben. Und die zahlreichen Videokonferenzen werden bleiben, da ist sich Walter Fricke sicher: „Wir haben viel gelernt und die Möglichkeiten erkannt.“ Auf der Strecke blieb allerdings der echte Kontakt – was ihm nicht zuletzt angesichts des Online-Verbandstages deutlich wurde. „Mir fehlte in dieser Situation schon die persönliche Verabschiedung“, gibt Fricke zu. Der scheidende Obmann wird das direkte Gespräch zukünftig natürlich erst recht vermissen. „Es war eine schöne Zeit, ich habe viele nette Leute getroffen und mit ihnen zusammengearbeitet“, denkt Walter Fricke an die vergangenen Jahre zurück. Andererseits: Er ist ja nicht aus der Welt, sondern fest entschlossen, der Fußballwelt erhalten zu bleiben.

 

(Text: Stefan Freye)

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