Im Rahmen seiner zweitägigen Klausurtagung hat sich das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes e. V. (NFV) am 15. und 16.09.2015 in Bad Malente auch mit dem zurzeit beherrschenden Thema „Flüchtlingsströme“ befasst. Es bestand Einigkeit darin, dass die sich daraus ergebene Notwendigkeit, die Vielzahl der Menschen zu integrieren, nur in Form einer Gemeinschaftsaktion bewältigt werden kann. Insbesondere die Stärke des Fußballs, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Sprache spielerisch zusammen zu bringen, verpflichtet den Fußball in besonderer Weise, sich maßgeblich an den Integrationsaktivitäten in unserem Land zu beteiligen.
Mit großer Entschlossenheit – so das Ergebnis der Erörterung – wird der NFV und die in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände, Bremer Fußball-Verband e.V., Hamburger Fußball-Verband e.V., Niedersächsische Fußballverband e.V. sowie der Schleswig-Holsteinische Fußballverband e.V. die Integrationsbemühungen in unserem Land unterstützen. „Die ebenso engagierte wie vielfältige Integrationsarbeit in unseren Vereinen zeigt, dass der Fußball sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist“, so NFV-Präsident Eugen Gehlenborg.
Eine große Zahl norddeutscher Vereine beteiligt sich bereits an dem aktuellen
Integrationsprogramm des DFB „1:0 für ein Willkommen“. Es wird deshalb begrüßt, dass dieses Programm nun bis 2019 verlängert wird. In diesem Zusammenhang wurde seitens der Präsidiumsmitglieder darauf hingewiesen, dass in den Vereinen nicht nur aktive Spieler aufgenommen werden, sondern auch deren Familienangehörige willkommen sind. Die aktiven Spieler erhalten sofort eine „Gastspielerlaubnis“, sind bei Sportunfällen versichert und können am Trainingsbetrieb sowie an Freundschaftsspielen teilnehmen. Nach einer Frist von vier Wochen können die Spieler auch am Wettspielbetrieb teilnehmen. Eine nachhaltige Integration erfolgt hier also von Anfang an und beginnt nicht erst mit der Teilnahme an Meisterschaftsspielen.
(Text: NFV)