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Mit vielen Treffern in die neue Saison

1. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Foto: hansepixx.de)

Einen ausgesprochen torreichen Auftakt feierte die Regionalliga Nord am Wochenende. In den insgesamt neun Partien fielen nicht weniger als 34 Tore, nicht selten durch ebenso ungewöhnliche wie beeindruckende klare Siege. Dabei musste die Partie zwischen Atlas Delmenhorst und dem FC Oberneuland nach positiven Corona-Tests im Kader des Gastes sogar abgesagt werden.

Staffel Nord

VfB Lübeck – FC St. Pauli II 3:0 (1:0)
Der Trainer fehlte angesichts eines grippalen Infekts. Aber auch ohne Lukas Pfeiffer – er wurde von Co-Trainer Norbert Somodi vertreten – vermochte der VfB Lübeck seiner Favoritenrolle angesichts des 3:0-Heimsiegs gerecht zu werden. In den Mittelpunkt schoss sich dabei Cemal Sezer. Er war erst vor wenigen Wochen von St. Pauli an die Lohmühle zurückgekehrt und legte nun mit zwei Toren den Grundstein zum Starterfolg. Den dritten Treffer vor 2.853 Zuschauern steuerte der für Sezer eingewechselte Malek Fakhro bei. Wirklich unzufrieden war allerdings auch Joachim Philipkowski nicht. „Positiv ist, dass wir uns nicht aufgegeben haben. Das Ergebnis täuscht dann ein wenig über den Spielverlauf hinweg", meinte der Gästecoach.

Eintracht Norderstedt – 1. FC Phönix Lübeck 4:0 (1:0)
Ein guter Saisonstart ist auch der Eintracht gelungen. Nachdem Jan Lüneburg (34.) vor der Pause getroffen hatte, legten Philipp Koch (61.), Elias Saad (72.) und Nils Bruning (77.) im zweiten Durchgang nach. Der Gastgeber unterstrich dabei, warum ihm allgemein eine gute Rolle zugetraut wird in der Staffel Nord. Der Gast kassierte nach dem Pokal-Aus gegen Kilia Kiel unter der Woche dagegen den nächsten Rückschlag. Keine Frage: Noch hat Phönix nicht zur nötigen Form gefunden.

Hamburger SV II - SpVgg Drochtersen/Assel 2:4 (2:2)
Ein Platzverweis stellte offenbar die Weichen. Als HSV-Keeper Leo Oppermann wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (45.+1), lag sein Team nach den Treffern von Robin Velasco (6./37.) noch mit 2:1 vorn. Dann aber drehten die Tore von Nico von der Reith (45.+4), Fabio Manuel Dias (52.) und Hassan El Saleh (90.+5) – er hatte auch zum 1:1 getroffen (16.) - das Spiel zugunsten des Gastes. Die Spielvereinigung sicherte sich also drei Punkte in einer Partie, die angesichts des Spielverlaufs als Muster ohne Wert gelten dürfte. Über den genauen Leistungsstand dieser Teams werden wohl erst die kommenden Wochen einen Aufschluss geben.

Holstein Kiel II – Altona 93 1:0 (0:0)
Den nicht unverdienten Sieg sicherte sich der Gastgeber dank eines Treffers von Routinier Manuel Schwenk (48.). Die Partie bot dabei aber nicht unbedingt großen Unterhaltungswert, ging es bisweilen doch recht zerfahren und ohne allzu viele Höhepunkte zu. In der Schlussphase hätte der Gastgeber gegen aufgerückte Hamburger durch Eric Gueye (85./87.) gleichwohl weitere Treffer erzielen können.

FC Teutonia Ottensen – Heider SV 7:0 (2:0) 
Was für ein Einstand von Dietmar Hirsch: Unter dem neuen Trainer gelang der Teutonia ein glatter 7:0-Erfolg, und so setzte sich das Team gleich mal an die Spitze der Staffel Nord. Bereits vor dem Wechsel waren Marcus Coffie (27.) und Fabian Istefo (37.) zur Stelle gewesen, im zweiten Durchgang schraubten Mats Facklam (49./67.), Marcel Andrijanic (74.) und erneut Fabian Istefo (79./85.) das Ergebnis in ungewöhnliche Höhen. Dabei unterstrich der Gastgeber eindrucksvoll seine Ambitionen: In Hamburg wird offenbar nicht nur vom Aufstieg gesprochen, das Team lässt auch Taten folgen. Allerdings steht noch nicht fest, inwieweit der Heider SV tatsächlich als Prüfstein gelten darf. Der Gast hat die Rolle des Underdogs längst angenommen. In Heide ist man sich durchaus bewusst, dass die allermeisten Konkurrenten größere Chancen auf eine erfolgreiche Saison besitzen.

Staffel Süd

VfB Oldenburg – SV Werder Bremen II 3:0 (1:0)
Der Trainer kommentierte das Auftaktsieg relativ nüchtern. „Ich bin sehr zufrieden. Die Jungs haben alles rausgehauen und verdient gewonnen“, meinte Dario Fossi nach dem 3:0 über den SVW II. Immerhin gab es aber „zur Belohnung“ zwei freie Tage für sein Team. Dabei hatte der VfB doch einen souveränen Heimsieg gegen einen der Mitfavoriten gefeiert. Allerdings offenbarte der Bremer Talentschuppen durchaus Startschwierigkeiten, und so mussten die Oldenburg nur die Fehler der jungen Gäste ausnutzen, um zum Erfolg zu kommen. Vielleicht ließ Dario Fossi diesen Umstand in seine sachliche Einordnung einfließen. Nachdem Marten Schmidt (36.) vor der Pause zur Führung getroffen hatte, erhöhten Max Wegner (61.) und Kai-Sotirios Kaissis (90.+3) im zweiten Durchgang zum Endstand.

BSV Rehden – HSC Hannover 1:1 (0:0)
Der BSV Schwarz-Weiß Rehden ist ein wenig holprig in die Saison gestartet. Oder anders formuliert: BSV-Coach Andreas Golombek hatte schon recht, als er zuvor darauf hinwies, wie schwer es sei, die Mannschaft „nach der langen Pause einzuschätzen“. Immerhin: Nachdem Martin Wiederhold die Gäste in Führung geschossen hatte (56.), ließ Bocar Djumo nahezu postwendend den Ausgleich folgen (60.). Das Unentschieden darf gleichwohl als Erfolg des HSC gelten. „Überrascht hat es mich nicht, weil man schon in der Vorbereitung gesehen hat, dass die Jungs als Einheit sehr gut agieren. Das ist eine richtig gute Mannschaft, auch als Gruppe, und man hat heute mit viel Herz und Leidenschaft einen Punkt erkämpft“, kommentierte Hannovers Trainer Martin Polomka.

SSV Jeddeloh – Hannover 96 II 0:5 (0:2)
Das war deutlich: Mit 0:5 unterlag Jeddoloh dem Gast von Hannover 96 II. Nachdem Marin Popovic (3.) zur frühen Führung getroffen hatte, legte ausgerechnet der der frühere SSV-Stürmer Thilo Töpken (14.) nach. In der zweiten Halbzeit erhöhten Monju Momuluh (53.), Mick Gudra (68.) und der eingewechselte Daniel Eidtner (90.) zum ungefährdeten Auswärtssieg. Dessen Höhe überrascht: Eigentlich traten im SSV und 96 II zwei Teams an, die als Anwärter auf einen Mittelfeldplatz gelten. 

Lüneburger SK Hansa – VfV Borussia 06 Hildesheim 1:2 (1:0)
Erfolgreicher Einstand für Markus Unger: Der Neutrainer des VfV06 feierte mit seinem Team einen 2:1-Sieg beim Lüneburger SK. Dabei war der Gastgeber nach einem Handelfmeter von Malte Meyer (32.) in Führung gegangen. Nach dem Wechsel drehte der eingewechselte Abdulmalik Abdul die Partie dann im Alleingang: Zunächst traf er per Foulelfmeter (73.), dann schloss er eine tolle Kombination zum verdienten Endstand ab (77.).

Der ganze Spieltag zusammengefasst in 90 Sekunden



(Text: Stefan Freye / Video: Die Ligen)

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