Der neue norddeutsche Futsal-Meister heißt Hamburg Panthers In einem rein Hamburger Finale gegen den FC Fortis, gewann der amtierende Deutsche Meister mit 3:1 nach 6-Meter-Schießen. Der Brinkumer SV wurde am Ende Dritter, der SV Werder Bremen Futsal landete auf Rang vier. Die beiden Finalteams aus Hamburg haben sich damit für den DFB Futsal-Cup 2017 qualifiziert.
Mit jeweils zwei Teams aus Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hatten sich insgesamt acht Mannschaften aus den vier Landesverbänden des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) für die 11. Norddeutsche Futsal-Meisterschaft in der Sporthalle Hohweg in Bremen qualifiziert. Leider musste der TSB Flensburg am Vortag krankheitsbedingt absagen und konnte die Reise nach Bremen so gar nicht erst antreten. So wurde zunächst in zwei Vorrundengruppen gespielt, Gruppe B mit drei statt der vorgesehenen vier Teams. Danach folgte das Halbfinale, für das sich die beiden Gruppenersten und -zweiten qualifizierten. Aus diesen beiden Spielen wurde die Finalpaarung ermittelt.
Björn Fecker (zweiter von links), Präsident des Bremer FV und Vizepräsident des Norddeutschen FV, überreicht Saboor Khalili, Kapitän der Panthers, das Objekt der Begierde (Foto: Sven Peter - SPFoto).
In Gruppe A starteten die Hamburg Panthers und Werder Bremen gleich mit jeweils einem 4:0-Sieg und zeigten auf, wohin die Reise geht. Die Route wurde von beiden eingehalten. Während die Raubkatzen, zurzeit das wohl erfolgreichste deutsche Futsal-Team, mit weißer Weste ins Halbfinale marschierte, leistete sich Werder Bremen gegen die Panthers eine knappe 1:0-Niederlage und belegte in der Vorrundengruppe mit sechs Punkten Rang zwei. Dritter wurde der PTSK Kiel mit drei Zählern, der 1. FC Wenningser Mark konnte nicht punkten und belegte Platz vier.
In der Gruppe B ging es um einiges spannender zu. Aufgrund des Fehlens des TSB Flensburg, musste jede Mannschaft nur zwei Spiele austragen. Mit zwei klaren Siegen konnte sich der FC Fortis Hamburg schnell für die Vorschlussrunde qualifizieren. Der Brinkumer SV und BFC Braunschweig hatten jeweils einen Punkt und ein Torverhältnis von minus drei zu Buche stehen, nur die Anzahl der erzielten Treffer gab letztlich den Ausschlag zugunsten des Brinkumer SV.
Im ersten Halbfinale kam es dann zu der Begegnung (wie übrigens bereits im Vorjahr) des Brinkumer SV mit den hochfavorisierten Hamburg Panthers. Die Hamburger setzten sich in einem spannenden Spiel letztlich mit 2:1 Toren durch und standen somit als erster Finalteilnehmer fest. Im zweiten Halbfinalspiel kämpfte der SV Werder Bremen mit dem FC Fortis um den Einzug ins Finale und damit um die Qualifikation für den DFB Futsal-Cup 2017. Doch auch in diesem bremisch-hamburgischen Duell behielten die Elbestädter die Oberhand und gewannen mit 2:1.
Das kleine Finale, in dem sich folgerichtig beide Bremer Vertreter wiederfanden, wurde als reines Entscheidungsschießen von der 6-Meter-Marke ausgetragen. Hier bewiesen die Brinkumer die besseren Nerven und gewannen mit 5:4.
Das Endspiel war eine Neuauflage der Hamburger Meisterschaft, das die Panthers vor einer Woche deutlich mit 8:4 gewinnen konnten. Dieses Mal machte der FC Fortis vor den Augen von Neu-Bundestrainer Marcel Loosveld, die Sache besser und konnte das Spiel bis zum Ende offen halten. Nach Nettospielzeit 20 Minuten, stand es 1:1, ein 6-Meter-Schießen musste die Entscheidung bringen. Dabei zeichnete sich einmal mehr Panthers-Keeper Yalcin Ceylani aus, der die Schüsse von Marcel Rodigues und Vitali Wilhelm parierte und so seinem Team die Riesenchance zum Titelgewinn eröffnete. Das ließen sich seine Teamkameraden nicht zweimal sagen, Ulas Dogan und Michael Meyer verwandelten ihre Versuche sicher und holten ‚die Schale‘ nach 2015 erneut ins Raubtiergehege.
Hamburger Jubel. Panthers und FC Fortis feiern gemeinsam (Foto: Sven Peter - SPFoto).
Am 18. und 19. März 2017 geht es auf DFB-Ebene mit dem Viertelfinale um die Deutsche Futsal-Meisterschaft weiter. Der FC Fortis muss auswärts antreten, die Panthers haben zunächst Heimrecht. Die Auslosung erfolgt Anfang März.
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(Text: NFV)