Am vergangenen Samstag, den 10. Juni 2017, fanden sowohl im Norddeutschen B-Juniorinnen Vereinspokal, als auch bei der Norddeutschen C-Juniorinnen Vereinsmeisterschaft, die Halbfinals statt. Dabei verloren mit Holstein Kiel (1:2 gegen den TSV Bemerode) und dem SV Henstedt-Ulzburg (0:4 gegen die TSG Ahlten) bei den B-Juniorinnen jeweils beide Heimmannschaften ihre Begegnungen und sind somit aus dem Rennen um den Gewinn des Norddeutschen Vereinspokals 2017 ausgeschieden.
Die Mädels des TSV Bemerode sorgen bei ihrer ersten Teilnahme im Norddeutschen Pokal damit weiter für Furore. Nachdem in der Vorwoche mit dem TuS Schwachhausen der Landespokalsieger aus Bremen besiegt wurde, gelang ihnen nun eine weitere Überraschung gegen den favorisierten ehemaligen Bundesligisten Holstein Kiel. Die Kielerinnen, in dieser Spielzeit immerhin Vize-Landesmeister und Pokalsieger in Schleswig-Holstein, gingen bereits in der zweiten Spielminute durch Alina-Sophie Steiner mit 1:0 in Führung. Es sah also zunächst einmal überhaupt nicht nach einer Überraschung aus. Doch die Mädels aus Bemerode verdauten den frühen Schock gut und arbeiteten sich durch einen Treffer von Isabel Hinz zurück ins Spiel (27.). Die sehr spannende und lange Zeit auf der Kippe stehende Partie konnte der TSV Bemerode zwei Minuten vor dem Abpfiff durch den zweiten Treffer von Stürmerin Isabel Hinz zu seinen Gunsten entscheiden.
Etwas weniger spannend verlief das zweite Halbfinale zwischen dem SV Henstedt-Ulzburg und der TSG Ahlten. Zwar endete die erste Halbzeit torlos, aber die leicht favorisierten Mädels aus Ahlten drehten Mitte der zweiten Hälfte richtig auf und gewannen schließlich sehr deutlich mit 0:4. Die Tore erzielten Melanie Langer (55.), Alexia Mikrouli (63.), Lina-Sophie Seifert (70.) und Lea-Marie Hahnelt (77.). Im Finale, welches am kommenden Sonnabend, den 17. Juni 2017 in Bemerode stattfindet, trifft also der Niedersachsenpokalsieger TSV Bemerode auf den diesjährigen Niedersachsenmeister, die TSG Ahlten. Damit kommt es also zur Neuauflage des Niedersachsenpokalfinales, welches die Bemeroderinnen vor gerade einmal zwei Wochen überraschend mit 1:0 gewonnen hatten. Beide Teams gehen also hochmotiviert in die Begegnung.
Anders als bei den B-Juniorinnen, gewann im Halbfinale der Norddeutschen Vereinsmeisterschaft der C-Juniorinnen jeweils das Heimteam: Der starke Eimsbütteler TV aus Hamburg siegte letztlich mit 3:1 gegen die SV Steinhorst/Labenz aus Schleswig-Holstein. Bereits nach 18 Minuten lagen die Eimsbüttelerinnen dank der Tore von Marit Hanne Ewald und Sarah Isabella Roth mit 2:0 in Front, ehe Marlen Düwiger mit dem 2:1 für Steinhorst/Labenz zwischenzeitlich für Spannung sorgen konnte. Doch in der Schlussphase stellte Jolina Ferreira dann mit ihrem Treffer zum 3:1 den alten Abstand wieder her.
Der Eimsbütteler TV qualifizierte sich souverän für das Finale (Foto: Thomas Mucha)
Im zweiten Halbfinale war die U15 von Werder Bremen mit 2:1 gegen den HSC BW Tündern erfolgreich. Alle drei Treffer fielen dabei im ersten Durchgang. Die Bremerinnen gingen nach einer knappen Viertelstunde durch ein Tor von Kim-Sophie Baade in Front. Rund zehn Minuten später konnte Bremens Lara Rieks sogar auf 2:0 erhöhen. Die zwei-Tore-Führung hatte allerdings nicht einmal eine Minute lang Bestand, da markierte Tünderns Mette Leah Albrecht den Anschlusstreffer zum 1:2. Doch dabei blieb es letztendlich, sodass die Mädchen von der Weser das Finalticket lösen konnten und dort die Chance erhalten, ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen.
Werder Bremen ist Titelverteidiger bei den C-Juniorinnen (Foto: WERDER.DE)
Das Endspiel in diesem Wettbewerb steigt ebenfalls am kommenden Samstag, den 17. Juni 2017, um 16 Uhr in Bremen, auf dem (Kunstrasen-) Platz 14. „Wir freuen uns sehr auf das Finale am Samstag vor heimischer Kulisse. Der ETV hat schon bei der Norddeutschen Futsalmeisterschaft gezeigt, dass sie eine sehr gute Mannschaft haben. Wir werden in diesem Spiel alles abrufen müssen, um unser großes Saisonziel, den Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft, zu erreichen“, blickt Trainerin Marie-Louise Eta gespannt auf das bevorstehende Endspiel voraus
(Text: NFV / Marius Winkelmann)