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Phönix klettert an die Spitze

1. Spieltag der Abstiegsrunde

(Foto: hansepixx.de)

Der erste Spieltag der Abstiegsrunde ist absolviert, und dabei gab es angesichts des 4:1 von Phönix Lübeck beim BSV Rehden bereits eine Überraschung. Ein Überblick:

Der deutliche 4:1 (1:0)-Sieg in Rehden führte Phönix Lübeck (20 Punkte) an die Spitze der Staffel. Ein gutes Gefühl, aber beim Spitzenreiter werden sie wissen: Es war enger, als das Ergebnis aussagt. Denn kurz vor dem Ende führte der Gast lediglich mit 2:1, und erst nachdem Rehdens Kubilay Büyükdemir mit einem Freistoß am Pfosten des Phönix-Tores gescheitert war, fielen in der Nachspielzeit die beiden Treffer zum klaren Auswärtserfolg. Eine ordentliche Leistung und drei wichtige Punkte sprachen am Ende aber gleichwohl für die Lübecker.

Der SSV Jeddeloh (19) trennte sich auf eigenem Platz mit einem 1:1 (0:1) von Eintracht Norderstedt. Das darf als ordentlicher Einstand gelten. Andererseits war schon ein bisschen mehr drin: In der 88. Minute scheiterte Almir Ziga mit einem Foulelfmeter am möglich Treffer zum 2:1-Heimerfolg. Insofern stand nach der Partie fest: Der Gastgeber hatte eher zwei Punkte vergeben als einen gewonnen.

Bei Eintracht Norderstedt (18) sollte man angesichts des 1:1 in Jeddeloh zufrieden sein – glaubt man zumindest. Tatsächlich trauerte auch der Gast seinen Möglichkeiten nach. In der ersten Halbzeit war die Eintracht schließlich das bessere Team gewesen.„Wir hätten mindestens 2:0 führen müssen“, kommentierte Jens Martens. Der Trainer wird aus dem starken Auftritt seines Teams in den ersten 45 Minuten aber eine Menge Hoffnung schöpfen. „Ich musste mich in der Pause selbst bremsen, aber jetzt kann ich es ja sagen: Die erste Halbzeit war überragend“, so Martens.

Die SpVgg Drochtersen/Assel (18) war spielfrei und konnte die Konkurrenz zum Auftakt der Abstiegsrunde in aller Ruhe beobachten. Es dürfte dem Tabellenvierten gefallen haben: Angesichts einiger Punkteteilungen vermochte sich bis auf Phönix Lübeck kein Team deutlich zu verbessern.

Der FC St. Pauli II (16) wird nicht so gut leben können mit dem 1:1 (1:0) beim FC Oberneuland. Der Gast war schließlich überwiegend dominant aufgetreten, hatte dabei aber nicht für die nötige Torgefahr sorgen können. Und das lag offenbar nicht allein an den schwierigen Verhältnissen in Oberneuland. "Es wäre zu einfach, alles auf den Platz zu schieben. Wir hätten uns auch so mehr Chancen herausspielen müssen“, meinte St. Pauli-Coach Joachim Philipkowski. Seinem Team sei es „insgesamt zu wenig gelungen, das gegnerische Tor zu bedrohen“. Immerhin verbuchte der Trainer den einen Zähler aber als positiv.

Der Lüneburger SK Hansa (12) machte angesichts des 2:0 (1:0) über den Heider SV drei Punkte gut und setzte sich etwas vom siebten Tabellenplatz ab. Dabei wusste der Gastgeber vor allem im ersten Durchgang zu überzeugen. Je länger die Partie dauerte, desto besser kam der Gast aus Schleswig-Holstein ins Spiel, und gerade in der Schlussphase besaß der HSV die ein oder andere Möglichkeit zum Torerfolg. In Lüneburg wird man also an einer konstanten Leistung über 90 Minuten arbeiten.

Der HSC Hannover (10) trennte sich in seinem ersten Spiel mit einem 0:0 vom Tabellennachbarn Altona 93. Dabei litt der Gastgeber unter einigen Ausfällen. Insofern geht der Punktgewinn sicher in Ordnung, ist aber vermutlich weniger als erhofft. Denn wenn der HSC in den kommenden Wochen nach oben will, dann über Siege gegen vermeintliche Konkurrenten. Andererseits: Während der Gastgeber nach einer fast dreimonatigen Winterpause seinen Einstand in 2022 feierte, war Altona bereits zu drei Pflichtspielen in der Staffel Nord gekommen. So gesehen wird man beim HSC mit dem torlosen Remis ganz gut leben können.

Für Altona 93 (10) darf der Start als gelungen gelten: Beim 0:0 im Auswärtsspiel gegen den HSC Hannover verbuchte der Achte einen wichtigen Punktgewinn auf fremden Platz. In dem kampfbetonten Spiel zeigten die Hamburger einmal mehr ihre Qualitäten als einsatzfreudige Mannschaft, die Offensiv-Leistung ließ allerdings auf beiden Seiten noch zu wünschen übrig.

Der BSV Rehden (9) muss als Verlierer des ersten Spieltags gelten. Das späte 1:4 gegen Phönix Lübeck war nicht nur ausgesprochen unglücklich, es raubte dem Neunten auch wichtige Zähler. Aber auch für den BSV gilt: Er startete nach monatelanger Pause, während der Gegner bereits drei Spiele absolviert hatte, also über eine deutlich bessere Praxis verfügte. So gesehen wird man vermutlich einige Schlüsse aus dem Pflichtspielauftakt ziehen und es beim nächsten Mal besser machen.

Dem FC Oberneuland (9) gelang beim 1:1 (0:1) gegen den FC St. Pauli II ein eher unerwarteter Zähler. Die Bremer überzeugten dabei mit der angekündigten Kompaktheit und traten bei Bedarf mit einer Fünferkette an. Das half, die Offensivbemühungen des Gegners nachhaltig zu stören. Ein kleines Personalproblem vermochte es nicht zu verhindern: Angesichts seiner Gelb-Roten Karte zur Mitte des zweiten Durchgangs wird Torschütze Ibrima Jobe im nächsten Spiel fehlen.

Verbessert hat sich die Lage des Heider SV (5) am Start-Wochenende nicht: Die 0:2-Niederlage beim LSK markierte bereits die fünfte Pleite im fünften Spiel des Jahres. Noch hat die Abstiegsrunde dem Schlusslicht also kein Glück gebracht. Immerhin war der Gast in Lüneburg gerade in der Schlussphase aber zu einigen guten Offensivszenen gekommen. Das macht Hoffnung auf bessere Zeiten.

Alle Tore des Spieltags gibt's hier

 


(Text: Stefan Freye)

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