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Ref Cam

Ein neues Kapitel in der Regionalliga Nord

Der Schiedsrichter Alexander Roj erklärt zwei Spielern des Bremer SV, warum er auf Foul entschieden hat. (Bild: NFV)

Zum ersten Mal in der Geschichte der Regionalliga Nord wurde ein Schiedsrichter mit einer Bodycam ausgestattet. Dieses Pilotprojekt innerhalb des Verbands ermöglicht völlig neue Einblicke in das Spielgeschehen und eröffnet Perspektiven, die bislang nur wenigen vorbehalten waren. Beim Duell zwischen dem VfB Oldenburg und dem Bremer SV am 16. Spieltag war Schiedsrichter Alexander Roj der erste Unparteiische, der mit einer Kamera auf dem Spielfeld unterwegs war.

In der ersten Halbzeit konnten rund 33 Minuten Spielzeit aufgezeichnet werden, im zweiten Abschnitt kamen weitere 11 Minuten hinzu. Die entstandenen Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie intensiv, schnell und kommunikativ der Fußball auf Regionalliga-Niveau ist. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben das Spielgeschehen hautnah aus der Perspektive des Schiedsrichters - mit echten Dialogen, Emotionen und Entscheidungen in Echtzeit.

Den Link zum kompletten Video findet ihr hier

Die Videos bieten dabei nicht nur für die Öffentlichkeit einen spannenden Einblick, sondern auch für das Schiedsrichterwesen einen großen Mehrwert. Sie eignen sich hervorragend für Schulungen und Auswertungen. Anhand realer Spielsituationen lassen sich Themen wie Kommunikation mit Spielern, Auftreten in Druckmomenten oder Positionierung auf dem Feld praxisnah analysieren und besprechen. Junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter können so von den Erfahrungen der Regionalliga-Kollegen profitieren und wertvolle Erkenntnisse für ihre eigene Entwicklung gewinnen.

Im Anschluss an die Partie stand Alexander Roj noch für ein Interview zur Verfügung. Offen sprach der 29-Jährige über seinen Weg als Schiedsrichter, seine Erfahrungen sowie den Umgang mit Kritik und Drucksituationen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welchen Nutzen moderne Formate wie die Ref Cam haben können. Für die Zuschauer schafft sie Verständnis und Respekt gegenüber der Arbeit der Schiedsrichter und fördert die emotionale Nähe zu den Akteuren auf dem Platz. Gleichzeitig hilft sie, Entscheidungsprozesse transparenter zu machen und Vorurteile abzubauen. Für das Schiedsrichterwesen selbst bedeutet sie eine Aufwertung des Berufsbildes und kann dabei helfen, neue Nachwuchskräfte zu gewinnen. Auch der Verband und die Vereine profitieren von der gesteigerten Außenwirkung und der Einbindung in eine moderne, mediengerechte Kommunikation.

Ein herzliches Dankeschön geht an den VfB Oldenburg und alle Beteiligten für die großartige Unterstützung und Gastfreundschaft rund um die Umsetzung dieses besonderen Projekts.

Daten zum Spiel
Regionalliga Nord – 16. Spieltag
VfB Oldenburg – Bremer SV 2:2
Schiedsrichter: Alexander Roj
Assistenten: Laurence Büchner und Alexander Jahn

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