Am Ende trennten den Titelträger nur drei Punkte von seinem Verfolgern. In einem spannenden Titelrennen lief der VfB Lübeck vor Eintracht Braunschweig und dem TSV Havelse durchs Ziel.
Das ist noch mal gutgegangen: Dank eines 1:0-Erfolgs beim VfL Oldenburg sicherte sich der VfB Lübeck (67 Punkte) den Titel. Seit dem sechsten Spieltag lagen die Lübecker zwar an der Spitze, abschütteln ließen sich die anderen Teams jedoch nie. Weil er gegenüber dem Vizemeister aus Braunschweig (+51) das schlechtere Torverhältnis hat, musste der Nachwuchs des VfB (+47) in Oldenburg schon punkten. Nach dem Spiel hieß es also: Mission erfüllt. Nun kann die A-Juniorenbundesliga kommen.
Der Vizemeister Eintracht Braunschweig (64) musste am letzten Spieltag ebenfalls in Oldenburg antreten, beim VfB-Nachwuchs. Dank des 3:0-Erfolgs blieben auch die Niedersachsen auf „ihrem“ Rang und treten in der Bundesliga-Relegation gegen Dynamo Dresden an. Zwischenzeitlich hatte die Eintracht allerdings mehrere Wochen den dritten Rang belegt.
Weshalb man beim TSV Havelse (64) vermutlich nicht ganz zufrieden ist. Schließlich schien das Team lange Zeit auf den zweiten Platz gebucht - und dann entschied das schlechtere Torverhältnis gegen den TSV. Dabei war auch das dritte Team aus dem Spitzentrio am letzten Spieltag erfolgreich: Havelse gewann mit 3:1 bei Kickers Emden.
Nach den ersten drei Mannschaften folgen gleich fünf Teams, die weder in den Spitzenkampf eingreifen konnten, noch etwas mit dem Abstieg zu tun hatten. Für den Blumenthaler SV (47) ist der unangefochtene vierte Rang zweifellos ein Erfolg. Das Team aus Bremen Nord stellte mit Lucas Hoeler (30 Treffer) zudem den besten Torjäger der abgelaufenen Saison. Dahinter liegen der VfL Oldenburg (40), Werder Bremen II (40), Eintracht Norderstedt (39) und der VfB Oldenburg (38) nahezu auf einem Niveau. Der abschließende 4:1-Erfolg der Werderaner beim Nachbarn in Blumenthal hat übrigens eine historische Bedeutung: Die Bremer verzichten zukünftig auf eine zweite A-Jugendmannschaft und werden deshalb nicht mehr in der Regionalliga vertreten sein. In Oldenburg will man dagegen die Kräfte bündeln, auch dort tat sich also Historisches im Saisonfinale. Die Teams des VfB und des VfL treten zukünftig nämlich als JFV Nordwest in der Regionalliga an.
Ab dem neunten Rang wird es langsam eng: Mit dem SV Victoria 08 Georgsmarienhütte (31) und dem SC Condor (30) aus Hamburg folgen allerdings zwei Teams, die sich am Ende noch recht deutlich aus dem Tabellenkeller heraushalten konnten.
Dem JFV Bremerhaven (23) gelang dies nicht. Das Team aus der Seestadt belegt den ersten Regelabstiegsplatz. Dieser Rang wird jedoch so genannt, weil er nicht zwingend zum Gang in die nächsttiefere Liga führen muss. Weil aus der A-Juniorenbundesliga kein Team aus dem Norden absteigt und durch Werders Rückzug sowie der neuen JFV Nordwest zusätzliche Plätze frei werden, ist die JFV Bremerhaven ebenso gerettet wie der Zwölfte SV Meppen (17) und Kickers Emden (17) auf Rang 13.
Das Schlusslicht Frisia 03 Risum-Lindholm (6) wird dagegen auch dann den Weg in die Oberliga antreten, wenn Braunschweig in die Bundesliga aufsteigt und ein weiterer Platz frei wird. Der Vertreter aus Schleswig-Holstein hat sich nämlich zu einem Rückzug aus der Regionalliga entschlossen.
(Text: Stefan Freye (sfy))