Mittels eines spannenden Dreikampfs wird der Meister der A-Juniorenregionalliga ermittelt. Neben Tabellenführer VfB Lübeck besitzen auch Eintracht Braunschweig und der TSV Havelse Chancen auf den Platz an der Sonne.
Das Team des VfB Lübeck (49 Punkte/ 19 Spiele) hat sich nicht irritieren lassen von der Insolvenz des Vereins. Seit dem sechsten Spieltag ist die Elf von Michael Hopp an der Spitze. Sie geht mit den besten Chancen in den Endspurt. Zumal der Nachwuchs des VfB sich zuletzt souverän präsentierte. Dem 3:1-Heimerfolg über Norderstedt am vergangenen Wochenende folgte nun ein 4:1-Auswärtssieg beim VfB Oldenburg. "Ich muss hier meiner Mannschaft aber den Vorwurf machen, nicht weitere Tore erzielt zu haben", meinte Michael Hopp nach diesem Spiel. “Zumindest im Vergleich mit Eintracht Braunschweig kann das Torverhältnis am Ende noch entscheiden."
Stimmt. Der VfB ist gegenüber Eintracht Braunschweig (46/20) hinsichtlich der Punkte zwar im Vorteil. Doch die Niedersachsen haben derzeit ein um vier Treffer besseres Torverhältnis (+35). Zuletzt reichte es allerdings nur zu einem mageren 3:2-Sieg bei Condor Hamburg – nachdem der Gastgeber zur Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit 2:1 vorn gelegen hatte. "Mit unserer Leistung bin ich nicht ganz zufrieden, aber die Hauptsache ist, dass wir die drei Punkte mitgebracht haben", so Eintracht-Trainer Goran Barjaktarevic.
Dritter im Bunde der Titelanwärter ist der TSV Havelse (46/20). Anders als die Braunschweiger, die sich nach schwachem Start immer näher an die Spitze heranspielten, zählt der TSV bereits seit Monaten zu den Topteams. Wie die beiden Konkurrenten sicherte sich auch Havelse seine Platzierung durch große Heimstärke. Die Mannschaft um Trainer Michael Elfert gewann acht Partien auf eigenem Platz und verlor lediglich das Spiel gegen den VfB Lübeck mit 0:2.
Beim Blumenthaler SV (38/20) auf Rang vier beginnt das Mittelfeld der Liga. Die Nordbremer verloren gegenüber der Ligaspitze zuletzt an Boden, spielen aber immer noch eine überraschend positive Saison.
Zumal sie derzeit besser platziert sind als der große Nachbar Werder Bremen II (33/20). Anders als in der vergangenen Spielzeit, als die Grün-Weißen gegen Ende sogar in Abstiegsgefahr gerieten, wird der Bundesliganachwuchs diesmal allerdings nicht von großen Sorgen geplagt.
Gleiches gilt für die Oldenburger. Der VfL (33/21) und der VfB (32/19) marschieren bereits seit einigen Monaten im Gleichschritt durch die Liga. Nun wartet man mit Spannung auf das zweite Derby beim VfL am kommenden Sonntag (15 Uhr). Das erste Duell hatte der VfL mit einem 3:2-Auswärtssieg für sich entschieden. Dafür liegt der VfB in der Fairnesswertung ganz vorn: Er kam ohne Platzverweis aus und kassierte lediglich 23 Gelbe Karten in seinen 19 Partien.
Der FC Eintracht Norderstedt (30/19) komplettiert das Mittelfeld. Vor ein paar Monaten besaß diese Mannschaft sogar noch Chancen auf einen Sprung in die Tabellenspitze, nun muss sie sich mit einem Platz im gesicherten Zentrum der Spielklasse begnügen – man wird es verkraften in Norderstedt.
Der SV Victoria 08 Georgsmarienhütte (22/20) liegt als Tabellenneunter ebenso über dem Strich wie der SC Condor Hamburg (19/18). Der Abstand zu den derzeit auf einem Abstiegsrang platzierten Konkurrenten JFV Bremerhaven (17/20) und BSV Kickers Emden (17/21) ist allerdings nicht besonders groß. Insofern darf man auch in den unteren Regionen einige spannende Entscheidungen erwarten.
Dass der SV Meppen (8/20) und der SV Frisia 03 Risum-Lindholm teilhaben werden an diesen Entscheidungen, ist fraglich. In jeden Fall dürfte es sehr eng werden für die beiden Teams am Tabellenende. Das Schlusslicht SV Frisia kam am vergangenen Mittwoch aber immerhin zu einem 2:2-Unentschieden bei den Kickers Emden. Ein Punktgewinn, der den Mannschaften am Tabellenende Mut machen sollte.
(Text: Stefan Freye (sfy))