Stefan Gehrke findet, seine Mannschaft habe ein „dickes Ausrufezeichen“ gesetzt, und da kann man dem Trainer der A-Junioren des TSV Havelse nur zustimmen. Am vergangenen Spieltag, der vierten Runde in der A-Juniorenregionalliga, siegte der Spitzenreiter schließlich mit 7:2 beim Tabellenzweiten JFV Nordwest.
Mit zwölf Punkten aus vier Partien und einem Torverhältnis von 22:9 führt der TSV die Liga nun an. „Das macht Lust auf mehr“, sagt Stefan Gehrke nach dem gelungenen Start. Er macht auch den „extremen Erfolgshunger“ in seiner Mannschaft für die starke Bilanz verantwortlich. Gleich acht seiner Kicker standen bereits in der vergangenen Saison im Kader des Havelser A-Jugend. Die verpasste trotz eines schwachen Starts am Ende nur um fünf Zähler die Relegationsspiele zur Bundesliga. „Das wollen die Jungs nun gerade rücken“, betont der Trainer.
Daneben würde sein Team über eine „Wahnsinnsqualität“ in der Offensive verfügen. Mit Deniz Undav (7) und Fabian Wenzel (6) führen gleich zwei Spieler die Torjägerliste an. Sie sorgen für einigen Wirbel, ebenso wie Tolga Nemnezi (3) oder Daniel-Kofi Kyereh (2) . „Es ist schwer, diese Jungs über 90 Minuten auszuschalten“, so Stefan Gehrke.
Das mussten vor dem JFV Nordwest aus Oldenburg bereits der SV Nettelnburg-Allermöhe (8:2), der MTV Gifhorn (4:3) und der Blumenthaler SV (3:2) feststellen. Der TSV-Trainer hatte vor der Saison übrigens einen Fünfkampf an der Spitze vorausgesagt und sieht sich nun bestätigt. Denn neben Havelse und dem JFV Nordwest haben sich auch die Bundesligaabsteiger aus Lübeck (6.) und Osnabrück (4.) sowie Eintracht Norderstedt (3.) erst einmal oben einsortiert.
Den derzeit erfolgreichen Blumenthaler SV (5.) zählt Stefan Gehrke ebenso wie die Teams aus Bremerhaven und Niendorf zu den Etablierten der Liga. Seine „Dreiteilung“ in der Liga wird komplett mit den Aufsteigern, die derzeit auch die vier letzten Plätze belegen. „Sie werden es schwer haben“, meint Gehrke.
Leicht ist das Leben derzeit dagegen als Trainer des TSV Havelse. Nachdem das Team in den vergangenen Jahren stets zur Spitze zählte, könnte in dieser Saison sogar der Sprung in die Bundesliga gelingen. Ein Muss ist er in Garbsen allerdings nicht; als Ziel wurde ein Platz zwischen eins und fünf ausgegeben. „Wir nehmen es, wie es kommt“, so Stefan Gehrke. Sein Team sei in erster Linie eine Ausbildungsmannschaft für die 1. Herren des Vereins. Ob es sinnvoller ist, in der Bundesliga gegen den Abstieg zu spielen oder in der Spitzengruppe der Regionalliga, sei eben auch eine interessante Frage.
In jeden Fall glaubt der TSV-Trainer, dass sein Klub auch in Zukunft über starke Nachwuchsteams verfügen wird. „Das Einzugsgebiet ist ergiebig genug“, so Gehrke. Zuletzt hätten zudem viele Spieler aus der eigenen 1. Herren den Sprung in den „großen Fußball“ geschafft. Das würden die jungen Fußballer registrieren, und so würde der TSV Havelse zu einer sehr attraktiven Adresse.
(Text: Stefan Freye)