Der VfL Osnabrück ist relativ neu in der Rolle des Spitzenreiters der A-Junioren Regionalliga. Eine große Überraschung ist die gute Entwicklung für seinen Trainer Daniel Thioune aber nicht.
Sie führen nun seit drei Spieltagen die A-Junioren Regionalliga an. Wie haben Sie diese Entwicklung erlebt?
Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft absolut zufrieden. Aufgrund der Umstrukturierung zu Beginn der Saison hatten wir nach vier Spieltagen erst vier Punkte auf dem Konto und schon einen ordentlichen Rückstand auf die Spitzengruppe gehabt. Unser Ziel war es, den Abstand bis zur Winterpause möglichst zu verkürzen und bis zum Ende der Saison in der Verlosung um die Aufstiegsplätze zu bleiben. Bisher ist uns das ganz gut gelungen. Wir haben über die vielen Monate unterschiedliche Spielideen mit dem Ball entwickelt und das Spiel gegen den Ball optimiert. Die Jungs haben sich super auf die Ideen eingelassen und setzen vieles sehr gut um. Die stetige Entwicklung spiegelt sich entsprechend im Ergebnis wider.
Mittlerweile rechnen alle mit einem Zweikampf zwischen Ihrer Mannschaft und dem JFV Nordwest. Sie auch?
Ich glaube, dass alle Mannschaften bis einschließlich Blumenthal noch berechtigte Chancen auf die ersten beiden Plätze haben. Es sind noch 18 Punkte zu vergeben. Natürlich wird es aber schwer, wenn Nordwest und wir weiterhin konstant punkten.
Wo sehen Sie die Vorteile in diesem Duell?
Ich glaube nicht, dass das Duell mit Nordwest entscheidend ist für den Ausgang der Saison. Dafür sind die anderen Mannschaften in der Liga immer in der Lage gegen uns oder Nordwest zu punkten. Klar hat der Sieger aus der Partie am kommenden Wochenende einen kleinen Vorteil. Aber abgerechnet wird am 26. Spieltag.
Könnte es hilfreich sein, dass der VfL sich in den vergangenen Monaten Stück für Stück nach oben gearbeitet hat, während der JFV nahezu immer die Liga angeführt hatte?
Wir haben in den letzten Monaten brutal viel investiert, um uns in diese Position zu bringen. Nordwest verfügt über einen breiten, sehr gut ausgebildeten Kader. Sie stehen zu Recht seit Saisonbeginn dort oben. Wir mussten uns Stück für Stück nach oben arbeiten. Das hat meine Mannschaft bisher fantastisch gemacht. Ob es hilfreich sein könnte, ist meiner Meinung nicht relevant. Wir haben gezeigt, dass wir mit Druck und Rückschlägen umgehen können. Das zeichnet uns aus.
Was würde sich im Falle eines Aufstiegs außer der Ligazugehörigkeit ändern?
Sollte wir dieses Privileg genießen dürfen, werden wir uns nochmals in allen Bereichen steigern müssen. Wir haben einen sehr jungen Kader, sodass uns viele Leistungsträger auch in der kommenden Saison erhalten bleiben würden. Das kann in Hinblick auf eine mögliche Kaderumstrukturierung von Vorteil sein. Ansonsten würden wir alles auf uns zukommen lassen. Wir haben nach dem verunglückten Start nicht vom Aufstieg geredet und werden es auch jetzt nicht, sondern wollen weiterhin maximal erfolgreich Fußball spielen. Wir tun gut daran, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und das ist immer das nächste Spiel.
Wie haben Sie den Verlauf der Saison allgemein erlebt?
Bisher war es eine gute Saison. Primäres Ziel ist und bleibt die Ausbildung. Unter Joe Enochs haben viele meiner Spieler bereits im Profikader mittrainieren dürfen. Einige durften in Testspielen mitwirken, und Steffen Tigges hatte bereits Einsätze in der dritten Liga. Natürlich spielt niemand Fußball, um Zweiter zu werden. Wir machen aber unsere Ausbildung nicht am Ergebnis fest, sondern an der Entwicklung des Einzelnen. Somit ist der Verlauf für uns mehr als zufriedenstellend.
Vielen Dank für das Gespräch.
Hintere Reihe von links: Clemens-Oliver Nies, Milan Hartke, Robin Janowsky, Jaro Manio Schubert, Ilijan Wolfgang Ridic, Marius Mause, Krenar Krasniqi, Patrick Klug, Oliver Winkler
Mittlere Reihe von links: Kolja Zeugner (Co-Trainer), Daniel Thioune (Trainer), Jürgen Mehl (Torwarttrainer), Yannik Nuxoll, Steffen Tigges, Maik Rökker, Jannik Borgmann, Jonas Burke, Sebastian Reinhard Klaas, Axel Kreutzer (Fitnesstrainer), Matthias Heidemann (Physiotherapeut)
Vordere Reihe von links: Luca Schweder, Michael Hasemann, Lorenz Lahmann-Lammert, Benjamin Grismann, Niklas Groß, Leon Tigges, Joshua Frank, Justin-Marc Manske, Zidane Atalan
Es fehlt: Nicole Sprengelmeyer (Teammanagerin)
(Das Interview führte Stefan Freye / Foto: VfL Osnabrück)