Die Regionalliga Nord der B-Junioren ist fest in der Hand der Mannschaften aus den Leistungszentren. Lediglich der SC Concordia kann derzeit in die Phalanx vom HSV II, Wolfsburg II und Werder II einbrechen. Am Tabellenende drohen gleich zwei Teams den Anschluss zu verlieren. Noch gibt es aber eine Menge Punkte zu verteilen. Mit dem Derby zwischen dem FC Oberneuland und Werder II am Freitag verabschiedet sich die Liga allerdings erst einmal in die Winterpause.
Der Hamburger SV II (34 Punkte/ 15 Spiele) war nicht so richtig in Schwung gekommen und hatte nach sechs Partien bereits zwei Niederlagen auf seinem Konto. Nach 15 Spielen sind es lediglich drei, denn der HSV zählt seit einigen Wochen zu den absoluten Topteams der Liga (11-1-3). Daran vermochte auch das 2:2-Unentschieden bei Eintracht Norderstedt nichts zu ändern. Im Gegenteil: Der Nachbar aus Norderstedt belegt schließlich den fünften Platz, mit einem Remis im Spitzenspiel kann ein Spitzenreiter leben. Zumal der HSV das Hinspiel gegen die Eintracht noch mit 1:2 verloren hatte.
Der VfL Wolfsburg II (30/15) folgt mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Das ist aufzuholen. Dazu müsste der VfL allerdings seine Auswärtsschwäche abstellen. Die mit Abstand beste Heimmannschaft (7-0-0) war auf fremden Plätzen bislang noch nicht sehr erfolgreich (2-3-3).
Der SC Concordia Hamburg (28/14) sitzt den beiden Topteams in Nacken, konnte das starke Niveau vom Saisonstart allerdings nicht ganz halten. Nach fünf Siegen aus sechs Partien hatte Cordi die Liga nämlich angeführt. In acht weiteren Partien kamen danach lediglich 13 Zähler hinzu. Unzufrieden wird man in Hamburg gleichwohl nicht sein, bislang machte die Spielzeit doch eine Menge Spaß.
Spaß hätte man bei Werder Bremen II (27/14) wohl auch – wenn nicht diese eklatante Auswärtsschwäche wäre. In sechs Partien auf fremden Plätzen holte der Tabellenvierte bislang lediglich sechs Punkte (1-3-2). Das ist eigentlich zu wenig für den Vizemeister der vergangenen Saison.
Der FC Eintracht Norderstedt (25/15) darf auch als „Spitzenreiter“ des Mittelfelds gelten. Die sechs Niederlagen in der Bilanz der Eintracht (8-1-6) verhinderten nämlich, dass der Tabellenfünfte sich ganz oben einsortierte. Dass Norderstedt mithalten kann, steht dagegen außer Frage. Nur diese überraschenden Pleiten – etwa in Lübeck (1:6) oder gegen Ahlerstedt (1:3) -, die würden sie gern abstellen.
Für einen Neuling hält der Niendorfer TSV (24/15) ausgesprochen gut mit. In den Partien gegen Wolfsburg II (3:3) und Werder II (1:1) stellte der Sechste unter Beweis, dass er mithalten kann. Überhaupt ist der TSV zu Hause eine Macht – auf eigenem Platz ist Niendorf nämlich ungeschlagen (4-3-0).
Der JFV Nordwest (23/14) dürfte ebenfalls sehr gut leben können mit seiner Ausbeute – wenngleich das neugegründete Team aus Oldenburg unter Fachleuten vielleicht noch etwas höher eingeschätzt worden war. Aber das kann ja noch kommen. Allerdings sollte sich der Tabellensiebte dann keine Ausrutscher mehr erlauben.
Mit dem VfB Lübeck (21/15), dem SC Weyhe (20/15), dem SV Nettelnburg-Allermöhe (18/15), dem FC St. Pauli II (17/15) und dem JFV Ahlerstedt-Ottendorf/Heeslingen (16/14) müssen sich wohl gleich fünf Teams mit dem Abstieg beschäftigen. Denn die beiden Letztgenannten belegen derzeit die ersten Regelabstiegsplätze. Es geht eng zu in der unteren Tabellenhälfte.
Etwas klarer scheint die Lage derzeit bei Holstein Kiel II (9/16) und vor allem beim Schlusslicht FC Oberneuland (4/14). Die Mannschaften am Tabellenende müssen sich deutlich steigern, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
(Text: Stefan Freye)