Die Mannschaft der Stunde in der B-Juniorenregionalliga? Schwer zu sagen. Aber wie wäre es mit dem SV Nettelnburg/Allermöhe? Das Team von Trainer Wolfgang Skubsch und Olcay Günay ist nun seit zwei Partien siegreich – nachdem es zuvor monatelang auf den ersten Dreier gewartet hatte.
Im Dezember, beim letzten Spiel in 2014, hatte der Flensburg 08 das Nachsehen gehabt (5:2), und nun gelang dem SVNA ein 3:1-Erfolg über den VfB Lübeck.
„Es war nur eine Frage der Zeit, wann der positive Verlauf anfängt“, sagt Gerald Grassé, der Abteilungsleiter. Hatte sich das Team im vergangenen Sommer nur rund vier Wochen auf die neue Saison vorbereiten können, so standen in dieser Winterpause stolze acht Wochen auf dem Programm. Zudem waren die meisten Partien zwar verloren gegangen. Doch nur selten mit deutlichen Ergebnissen. Meistens fehlte dem SVNA nicht viel zum Erfolg, und auch die 25 Gegentore in 13 Partien lassen nicht auf hoffnungslose Unterlegenheit schließen. Nun konnte das Trainerteam die vorhandene Qualität offenbar noch einmal steigern. „Sie haben immer an die Mannschaft geglaubt“, betont Grassé.
In der Rückrunde soll der SV Nettelnburg/Allermöhe weiter klettern in der Tabelle. Noch belegt der Neunte des Vorjahres den elften Rang. Aber der Kontakt zur Nichtabstiegszone in hergestellt. Gerald Grassé: „Wir können es aus eigener Kraft schaffen, denn die Mannschaft ist stark genug, die Klasse zu halten - in der Hinrunde wurden viele Spiele nur ganz knapp verloren, das Glück wird in der Rückrunde auf unserer Seite sein.“
Dabei weiß der Abteilungsleiter durchaus, dass Geduld notwendig sein könnte. Angesichts der Situation in der B-Juniorenbundesliga wissen sie beim SVNA ja auch noch gar nicht, wie viele Teams am Ende absteigen werden. Deshalb geht Gerald Grassé davon aus, dass die Rettung „erst am letzten Spieltag realisiert“ wird. Reichen würde das allemal...
(Text: Stefan Freye)