Nach durchwachsenem Start ging es bergauf für Werder Bremen II. Am Ende sicherte sich das Team von Trainer Frank Bender den Titel vor dem VfL Osnabrück, seinem Dauerkonkurrenten in dieser Saison.
Wo liegen die Stärken Ihrer Mannschaft?
Die Mannschaft hatte einfach von allem etwas: Top-Charakter, Disziplin, Ehrgeiz, Teamgeist, spielerisches Vermögen und auch klasse Einzelspieler. Außerdem haben die Jungs unsere gemeinsam entwickelte Spielidee in fast jedem Spiel sehr gut umgesetzt. Und das als jüngerer B-Jugend-Jahrgang. Dazu muss ich auch dem Team hinter dem Team ein großes Lob aussprechen. Ohne diese Personen, die im Hintergrund arbeiten, wäre so ein Erfolg nicht möglich.
Was haben Sie besser gemacht als der VfL Osnabrück, Ihr ärgster Verfolger?
Das war ein Duell auf Augenhöhe und der VfL hat sich für eine herausragende Saison mit dem Aufstieg belohnt. Dazu noch einmal Glückwunsch. Aber in den direkten Vergleichen hatten wir die Nase vorn und haben beide Spiele verdient mit 3:1 gewonnen. Das Hinspiel war dabei sogar sehr souverän von uns, das Rückspiel hätte auch durchaus Osnabrück für sich entscheiden können.
Der Start Ihrer Mannschaft verlief durchwachsen. Warum gab es anfangs Probleme, und wie haben Sie sie in den Griff bekommen?
Es ist normal, dass die Jungs zu Beginn Anpassungsprobleme haben. Schließlich spielen sie als jüngerer Jahrgang immer gegen Mannschaften, die im Schnitt ein Jahr älter sind. Der Start mit einer Niederlage verlief in der Tat etwas holprig. Was für uns aber wichtiger erschien, waren die Anzahl der erspielten Torchancen. Da sind wir in diesem Spiel eindeutig überlegen gewesen. Danach haben wir dann glücklich gegen Weyhe gewonnen und anschließend in der Hinrunde nur noch beim Niendorfer TSV verloren, sodass der Abstand zum VfL Osnabrück nicht so groß war. Die Rückrunde mit zehn Siegen und drei Unentschieden verlief dann natürlich optimal.
Hatten Sie den Titel im Herbst bereits abgeschrieben?
Um den Titel abzuschreiben, hätten wir ihn ja als Saisonziel ausgeben müssen und das
haben wir nicht. Vielmehr war uns wichtig, dass die Jungs mit Spaß und Begeisterung zum Training kommen, dass die Mannschaft als Team auf und außerhalb des Platzes auftritt, dass wir sie individuell verbessern und jeder sich nach seinen Möglichkeiten entwickeln konnte. Ich denke, in vielen Bereichen ist uns dies gelungen. Deshalb hat sich die Mannschaft mit dem Titel und dem persönlichen Aufstieg für fast alle Spieler in die U17 belohnt.
(Interview: Stefan Freye)