Vier Spieltage sind absolviert in diesem Jahr, und langsam wird aus der Vermutung eine Gewissheit: In diesem Jahr machen Werder Bremen und der VfL Wolfsburg die Meisterschaft unter sich aus. Im Tabellenkeller kämpfen dagegen mehrere Teams um einen Nichtabstiegsplatz.
Vier Spiele, vier Siege – der Nachwuchs von Werder Bremen (42) ist richtig gut ins neue Jahr gestartet. Am vergangenen Wochenende besiegte der Spitzenreiter den Fünften aus Havelse klar mit 5:0. Nun sehen die Bremer gespannt dem 3. Mai entgegen. Um 13 Uhr empfangen sie dann ihren Verfolger aus Wolfsburg, um sich für die 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren.
Der VfL Wolfsburg (40) kann Schritt halten mit Werder. Doch am Wochenende, beim 0:0 in Niendorf, da rutschten die Niedersachsen zumindest ein bisschen aus. Ungeschlagen in diesem Jahr ist allerdings auch der Zweite (3-1-0).
Der Hamburger SV (27) weist bereits einen ordentlichen Rückstand zum Spitzenduo auf. Der Bundesliganachwuchs ist nämlich nicht gut in dieses Jahr gestartet. Ein Sieg aus vier Spielen (1-1-2) ist zu wenig, um sich an die beiden Topteams heranzuschleichen. Der HSV wird in den kommenden Wochen mehr damit beschäftigt sein, sich der Angriff seiner Verfolger zu erwehren.
Von Hannover 96 (27) kann man durchaus erwarten, dass noch etwas geht in Richtung des dritten Tabellenplatzes. Sieben Punkte holten die Niedersachsen in den vier Partien dieses Jahres, zuletzt gewannen sie mit 6:2 über den SC Concordia.
Der TSV Havelse (26) konnte das starke Niveau aus dem Vorjahr dagegen nicht ins neue Jahr retten. Die durchwachsene Bilanz der vergangenen Wochen (1-1-2) kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der TSV eine rundum gelungene Saison spielt. Schließlich kann das Team, Vorjahresachter, durchaus mit den Bundesliganachwuchsmannschaften mithalten.
Auf dem sechsten Rang folgt mit dem FC St. Pauli (25) schließlich noch ein weiteres Team aus einem Leistungszentrum. Die Hamburger sammelten sechs Punkte in diesem Jahr, scheinen also ebenfalls noch Chancen auf einen Sprung in der Tabelle zu haben.
Auch der Niendorfer TSV (21) kann sich noch deutlich verbessern. Aber das Team aus Schleswig-Holstein wird sich vermutlich mehr mit den Mannschaften aus dem Tabellenkeller beschäftigen. Denn streng genommen beginnt bereits beim Siebten die gefährdete Zone. Nur drei Zähler trennen Niendorf vom neunten Rang, dem ersten Regel-Abstiegsplatz. Angesichts dieser Situation dürfte der TSV den unerwarteten Punktgewinn gegen Wolfsburg (0:0) als gutes Zeichen vernommen haben – man weiß, wie es geht, und wenn die Form gehalten wird, sollte der Abstieg kein Thema sein.
Der VfL Lübeck (19) und Holstein Kiel (18) sind allerdings ebenfalls noch voller Hoffnung auf den Klassenerhalt, und selbst der SC Concordia (13) und der VfL Osnabrück (10) sind noch nicht abgeschrieben. Während es an der Spitze angesichts des Duells zwischen Werder und Wolfsburg also eher übersichtlich zugeht, verspricht der Abstiegskampf einige Spannung.
Nur der Blumenthaler SV (5) sollte nicht mehr eingreifen können in das Rennen ums rettende Ufer. Das Schlusslicht blieb in diesem Jahr ohne Punkt (0-0-4) und verlor am Wochenende das Duell mit dem Vorletzten Osnabrück deutlich mit 0:4.
(Text: Stefan Freye)