Die Meisterschaft in der Regionalliga Nord der Frauen war lange vor dem Saisonende entschieden. An der Reserve des VfL Wolfsburg, die ohne Punktverlust (22-0-0) ins Ziel kam, führte in dieser Saison kein Weg vorbei.
Hinter dem Titelgewinner (66 Punkte) schuf sich der TSV Havelse (55) als Vizemeister eine eigene Tabellenzone. Nach oben ging angesichts der Wolfsburger Dominanz nicht viel, nach unten musste Havelse sich allerdings auch keine Sorgen machen.
Auf dem dritten Platz folgt das Team von Werder II nämlich mit gehörigem Abstand. Dank ihrer 39 Zähler führen die Bremerinnen ein Mittelfeld an, das bis zur TSG Burg Gretesch auf Rang sieben (32) reicht.
Weiter unten wurde es dagegen eng – auch weil mit Holstein Kiel und dem FFC Oldesloe gleich zwei Mannschaften aus der 2. Bundesliga absteigen und deshalb drei Teams die Regionalliga verlassen müssen.
Der Achte SV Ahlerstedt/Ottendorf (22) rettete sich mit einem 4:1-Erfolg beim Schlusslicht aus Bramfeld (8) zwar vorzeitig. Dahinter lieferten sich der TV Jahn Delmenhorst und die SF Wüsting-Altmoorhausen aber bis zuletzt ein spannendes Rennen um den Klassenerhalt. Der Spielplan wollte es, dass die beiden Kontrahenten ausgerechnet am letzten Spieltag aufeinander trafen, und diese Chance nutzten die Sportfreunde aus Wüsting. Dank des Treffers von Jennifer Corssen (22.) brachte es der Gast am Ende auf 18 Zähler und Rang neun. Der undankbare zehnte Platz ging folglich an die Verlierer von Jahn Delmenhorst (17). Sie müssen nun gemeinsam mit Bramfeld und dem Elften VfL Oythe (14) absteigen.
„Das ist dramatisch für den TV Jahn Delmenhorst und tut einem fast leid“, sagt Joachim Dietzel, stellvertretender Spielleiter der Regionalliga Nord, zur Entscheidung im letzten Saisonspiel. Deutlich früher hatte sich der VfL Wolfsburg II den Titel und den Aufstieg in die 2. Bundesliga gesichert. „Auf die Frauen des VfL können wir wirklich stolz sein – erst das Triple der 1. Mannschaft, und dann diese tolle Leistung der Reserve“, so Dietzel. Positiv vermerkt der Verantwortliche auch die Fairness in der Regionalliga Nord: „Wir hatte nur zwei Rote und zwei Gelb-Rote Karten, und angesichts der 138 Gelben Karten kommen wir auf einen Schnitt von 1,04 pro Spiel.“ Für die Zukunft setzt Joachim Dietzel auf die Rückkehr einer Mannschaft Schleswig-Holsteins in die 2. Bundeliga. „Es ist bitter, dass sie nach dem Abstieg von Oldesloe und Kiel dort gar nicht mehr vertreten sind.“
(Text: Stefan Freye (sfy))