Er verabschiedet sich mit dem Titelgewinn: Vor wenigen Tagen sicherten sich Claus Rath und der SV Henstedt-Ulzburg dank eines 2:0-Heimerfolgs über dem TSV Havelse die Meisterschaft in der Regionalliga Nord der Frauen. Nun wechselt der erfolgreiche Trainer in den Nachwuchsbereich und übernimmt die weibliche U17 des Vereins.
Sie hatten sich bereits im Winter zufrieden mit der Entwicklung Ihres Teams gezeigt. Hat Sie der vorzeitige Titelgewinn trotzdem überrascht?
Wir hatten uns im Winter-Trainingslager an der Ostsee diese Konstellation des 20. Spieltages einmal ausgemalt und dahin gesponnen, wie schön es wäre, mit sieben Punkten Vorsprung in die letzten beiden Spiele gehen zu können. Nun ist es tatsächlich so gekommen. Die Freude ist natürlich riesengroß.
Was hat Ihre Mannschaft besser gemacht als die Konkurrenz?
Wir haben in dieser Serie einen großen und recht ausgeglichenen Kader. Es ist uns gelungen, an jedem Spieltag an die Leistung des vorherigen Spieltages nahezu anzuknüpfen. Wir hatten kein „Winterloch“ oder Ähnliches. Dazu habe ich mit Beginn der Punktspiele in 2015 jede Woche auf 19 bis 21 Spielerinnen zurückgreifen können. Ein Luxusproblem, mit dem man gut leben kann.
Wo sollte sich die Mannschaft nun in erster Linie verbessern?
Wir können im taktischen Bereich sicher noch Verbesserungen erzielen.
Nun geht es in die 2. Liga. Was wird sich ändern?
Zu allererst das Trainerteam. Mit Tobias Homp ist es uns gelungen, einen absolut leistungsorientierten Trainer zu engagieren. Dazu gibt es bisher fünf Neuzugänge, die den Kader qualitativ verstärken werden. Der neue Kader umfasst derzeit 25, 26 Spielerinnen, und Tobias Homp wird mit 22 Spielerinnen in die Saison gehen.
(Das Interview führte Stefan Freye)