Wie ist die erste Saison der neuen Regionalliga aus Ihrer Sicht gelaufen?
Eigentlich überaus positiv. Weil wir mit den Zuschauerzahlen – auch dank des verdienten Meisters Holstein – sehr gut liegen, wir wenig Strafen aussprechen mussten und auch wenig Sicherheitsfälle hatten. Aber der letzte Eindruck versaut das Bild. Das kann man nicht schönreden - auch wenn der NFV das Opfer des unsportlichen Verhaltens eines Vereins wurde.
Sie denken an das Insolvenzverfahren des FC Oberneuland?
Zwischendurch hatten wir schon den Aufreger mit dem Insolvenzverfahren des VfB Lübeck, und am Ende kam dann noch dieses Knallbonbon mit dem FCO. Da steht man dann auf einmal in der Ecke, nur dank dieses unsportlichen Verhaltens. Nun tut der FCO auch noch so, als habe er von nichts gewusst. So geht man nicht miteinander um, auch nicht mit den anderen Vereinen. Die Regionalliga ist eine Solidargemeinschaft, da sind solche Sachen sehr unschön.
Wie beurteilen Sie generell die Zusammenarbeit mit den Vereinen?
Überwiegend sehr gut und verständnisvoll, trotz der schwierigen Umstände. Das gibt einem den Glauben an der Arbeit zurück.
Im Interview: Der Vorsitzende des NFV-Spielausschusses Jürgen Stebani.
Dann waren die Vereine gelassener als es manchmal den Eindruck hatte?
Wir sind von der öffentlichen Darstellung abhängig, und die hat sich nicht immer an den Tatsachen orientiert. Aber wir sind auch nahe dran an den Geschehnissen und wissen die Lage einzuschätzen.
Trotzdem muss der Verband nun daran arbeiten, mit solchen relativ neuen Erscheinungen wie einem Insolvenzverfahren bestmöglich umzugehen?
Richtig. Man lernt eben nie aus. Wir arbeiten gerade mit dem DFB an alternativen Lösungsmöglichkeiten.
Was wollen Sie noch ändern?
Wir müssen in der kommenden Saison zwingend die Spielpläne der Regionalliga mit den Pokalwettbewerben der einzelnen Verbände synchronisieren.
(Interview: Stefan Freye (sfy))