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Regionalliga Nord der Herren 2012/2013: Nachgefragt bei: Peter Moussalli

Nach gutem Start ging es bergab für den FC Oberneuland. Bis auf den letzten Tabellenplatz wurde der Bremer Aufsteiger durchgereicht. FCO-Coach Peter Moussalli erklärt, wie es dazu kommen konnte und zieht eine Bilanz der vergangenen Monate.

 

(Bild: hansepixx.de)

Ihre Mannschaft galt vor der Saison eigentlich als Regionalliga tauglich, überwintert nun aber auf dem letzten Tabellenplatz. Was ist passiert?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir waren gut gestartet, als alle Spieler an Bord waren. Aber im zweiten Spiel ging es schon los mit den Verletzungen. Das konnten wir noch kompensieren, aber dann fielen bis zu zehn Spieler aus, und schließlich stellte sich eine Verunsicherung ein. Als wir die überwunden hatten, fehlte uns das Glück. Wir haben mal eine Statistik gemacht: In den letzten zehn Minuten haben wir insgesamt zwölf Punkte verloren. Als dann der ein oder andere Verletzte wieder kam, lief es besser mit dem Punkt gegen Werder II und dem Sieg beim HSV II. Wir hätten auch gern noch gegen Victoria und Rehden gespielt, aber diese Partien mussten ja abgesagt werden.

Was soll nun in der Winterpause passieren?

Wir werden uns sammeln und die Hinrunde analysieren. Vor allen Dingen müssen aber die Verletzten zurückkommen. Dann werden wir uns sicher vom ein oder anderen Spieler trennen, und vielleicht kommen auch Spieler dazu. Ich bin jedenfalls weiterhin davon überzeugt, dass wir konkurrenzfähig sind.

Nun hört man aber von finanziellen Problemen beim FCO, eine Altlast des Pokalspiels gegen Borussia Dortmund im Weserstadion. Wie beeinträchtigt dies die Vorbereitung auf die Restrunde?

Die Grundvoraussetzung ist natürlich, dass das finanzielle Gerüst steht. Sonst wird es schwer. Deshalb hoffe ich, dass der Verein die Rahmenbedingungen möglichst schnell schafft und wir angreifen können.

In den vergangenen Monaten hatte fast jede Mannschaft mal einen Lauf, in negativer wie in positiver Hinsicht. Was sagt das über die Qualität der neuen Regionalliga aus?

Es ist wirklich sehr ausgeglichen, und es stimmt in dieser Liga auch tatsächlich, dass jedes Spiel bei null beginnt und immer drei Punkte drin sind. Da entscheiden Kleinigkeiten, das haben wir ja besonders erlebt. Da muss man schon 90 Minuten konzentriert sein Spiel durchziehen und darf sich keine individuellen Fehler erlauben. Was die Qualität betrifft, ist sie schon sehr hoch. Man hatte ja erwartet, dass das Niveau singt, da nun die Vereine aus dem Osten fehlen. Aber gerade die neuen Mannschaften wie Weiche, Rehden, Neumünster oder Cloppenburg spielen eine gute Rolle. Ich halte die Regionalliga für sehr stark, sie hat ein gutes Niveau.

Was zählte zu den größten Überraschungen in den vergangenen Monaten?

Ich hätte auf alle Fälle Werder II weiter vorn erwartet. Sie halte ich spielerisch für noch stärker als Holstein Kiel. Allerdings hatte auch unser Nachbar viele Verletzte auf entscheidenden Positionen. Ziemlich überraschend ist auch, dass der HSV II so abgebaut hat. Im ersten Spiel der Saison war er gegen uns noch bärenstark aufgetreten. Nicht erwartet hatte ich, dass die vielen Traditionsvereine wie Lübeck, Wilhelmshaven oder Meppen solche Probleme bekommen würden. Dort steht ja immer eine ganze Stadt hinter dem Team, und deshalb habe ich sie eher im oberen Drittel gesehen. Positiv überrascht bin ich von Mannschaften wie Rehden und Neumünster, sie machen einen richtig guten Eindruck.

(Stefan Freye (sfy))

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