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Regionalliga Nord der Herren 2012/2013: Nachgefragt bei: Thomas Wolter

Die ganz großen Erwartungen vermochte Werder Bremen II nicht zu erfüllen. Der Absteiger aus der 3. Liga zählte zwar zum engen Kreis der Titelwärter, belegt derzeit aber lediglich den fünften Rang in der Regionalliga Nord. Vor einem Rätsel steht sein Trainer Thomas Wolter deshalb allerdings nicht...

 

(Foto: hansepixx.de)

Man hatte ihre Mannschaft weiter oben erwartet. Warum reichte es bislang nicht zu einer Spitzenposition?

Wir selbst sind vorsichtiger in die Saison gegangen, nachdem wir einige Jahre Abstiegskampf in der dritten Liga hinter uns hatten. Dann haben wir uns allerdings viel besser akklimatisiert als erwartet. Nur passierte relativ früh, was einer Fußballmannschaft nicht passieren darf: Mit Tom Trybull und Max Wegner sind zwei der wichtigsten Spieler verletzt ausgefallen. Mit Tom hatte ich zwar nicht geplant, hätte ihn aber gerne noch dabei gehabt und allenfalls auf normalen Weg, nämlich an die Profiabteilung, verloren. Max hatte in nur vier Spielen sieben Treffer erzielt. Das sagt alles.

Was macht Ihnen Hoffnung für das zweite Halbjahr dieser Saison?

Das muss man mal sehen, ich gehe entspannt an die kommenden Monate. Erstmal wollen wir uns vernünftig vorbereiten und die Verletzten integrieren. Tom Trybull fängt jetzt wieder an und kann ruckzuck sogar wieder bei den Profis dabei sein. Max soll ihm schon bald folgen und uns dann wieder zur Verfügung stehen. Darüber hinaus erwarte ich von einigen Spielern noch viel mehr. Exemplarisch kann man Onel Hernandez nennen, der sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat. Da ist noch einiges drin in Bezug auf seinen Torabschluss, den letzten Pass und die Defensivarbeit.

Wird es beim Zweikampf an der Tabellenspitze bleiben oder stoßen noch andere Teams dazu, etwa ihre Mannschaft?

Ich schätze die Wolfsburger noch sehr stark ein, sie waren ein sehr unangenehmer Gegner für uns und werden noch beständiger werden. Ich fürchte, dass wir dagegen zu viele Punkte abgegeben haben in unserer schwächeren Phase.

Sie werden im Sommer sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und auf der Trainerbank von Werder II durch Victor Skripnik ersetzt. Wie kam es zu diesen Veränderungen?

Das war ein langer Prozess. Ich bin jetzt seit elf Jahren in einer Doppelfunktion tätig, als Nachwuchscheftrainer und Trainer von Werder II. Aber das haben viele gar nicht gemerkt, und das ist die Crux. Es blieb nämlich immer viel Arbeit liegen angesichts dieser umfangreichen Aufgaben. Deshalb mussten wir die Abteilung einfach umstrukturieren. Die Auflösung der Doppelfunktion war übrigens auch das Ergebnis der Zertifizierung durch DFB und DSL.

Stefan Freye (sfy)

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