Wie lautet Ihr Fazit nach den ersten Monaten in der neuen Regionalliga?
Da gibt es verschiedene Facetten. Mit der Leistung der Schiedsrichter war ich sehr zufrieden. Wir haben eine junge, dynamische Riege. Es ist völlig normal, dass es im einen oder anderen Fall Entscheidungen gegeben hat, die zu diskutieren sind. Während der Halbzeittagung haben wir unter anderen auf Video-Material der Vereine zurückgegriffen und einige Szenen besprochen. Wir würden uns freuen, wenn wir zukünftig generell das entsprechende Material bekämen. Mittelfristig könnten wir dann wie im Profibereich arbeiten. Zudem habe ich in 17 Jahren noch nie eine Serie gehabt, in der so wenig Kritik von den Vereinen gekommen ist. Im Gegenteil, Kompliment an die norddeutschen Vereine und ihre Offiziellen auf den Bänken. Da ist eine Menge gegenseitiger Respekt vorhanden, so wie ich mir das wünsche.
Der Vorsitzende des NFV-Schiedsrichterausschusses: Wilfried Heitmann
Gab es nichts zu verbessern?
Regeltechnisch sind unsere Schiedsrichter dank der ausgezeichneten Lehrarbeit in den Verbänden immer auf dem Laufenden. Im Hinblick auf die Betreuung habe ich nur ganz wenige Vereine angesprochen, wo ich diese für optimierbar halte. Wenn ein Schiedsrichter etliche Stunden unterwegs ist zu einem Spiel, dann sollte ihm etwa vor dem Anpfiff eine Sitzgelegenheit und etwas zu trinken angeboten werden und nach dem Spiel ein Imbiss in einem entsprechenden Rahmen, und nicht in der Kabine. Das hat zu 99 Prozent gut geklappt, und um das eine Prozent haben wir uns nun gekümmert – ganz sachlich und freundlich, wie es sich gehört. Eine gute Schiedsrichterleistung beginnt ja bereits mit der Planung der Anreise und ihrer Durchführung. Entsprechend sollte das Gespann auch so behandelt werden. Auf der anderen Seite ist der Umgang des Schiedsrichters vor Ort auch ein Ausdruck seiner Persönlichkeit, und damit sind wir sehr zufrieden.
Wird es etwas Neues geben in den kommenden Monaten?
Nein. Während der Serie wollen wir keine neuen Schwerpunkte setzen, die Dinge haben sich ja auch bewährt und es sind keine negativen Sachen aufgetreten. Wir sind ohnehin die Regionalliga mit den wenigsten persönlichen Strafen, und das macht uns stolz. Das hat mit der Persönlichkeit der Schiedsrichter und ihren Leistungen zu tun, aber eben auch mit dem gegenseitigen Respekt, vom dem ich vorhin sprach.
(Stefan Freye (sfy))