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Regionalliga Nord der Herren 2012/2013: So lief der 25. Spieltag

(Foto: hansepixx.de)

Der 25. Spieltag der Regionalliga Nord stand ganz im Zeichen der Underdogs: Mit dem FC Oberneuland, Victoria Hamburg und dem FC St. Pauli landeten gleich drei abstiegsbedrohte Teams überraschende Siege. Der im Insolvenzverfahren befindliche VfB Lübeck steht dagegen bereits als Absteiger fest. Er trennte sich in einem Spiel ohne Wertung mit einem torlosen Unentschieden vom VfL Wolfsburg II. In dieser Woche (Mi., 19.30 Uhr) stehen sich Werder II und der ETSV Weiche in einem Nachholspiel gegenüber – sofern gespielt werden kann. Am Sonntag war die Partie der Bremer gegen 96 II ebenso abgesagt worden wie die Paarung Meppen – Wilhelmshaven.

FC Oberneuland – VfB Oldenburg 2:1 (1:0)

Es durfte gerätselt werden nach dem Derby: War der Gastgeber so stark oder hatte Oldenburg einfach einen schlechten Tag erwischt? Die Wahrheit lag wie so oft in der Mitte. Die Bremer wussten sich eine Woche nach der 1:5-Auftaktniederlage in Cloppenburg deutlich zu steigern und lieferten eine richtig gute Defensivleistung ab. Der Gast fand dagegen lediglich in der Anfangsphase zu seinem Spiel, enttäuschte ansonsten allerdings. Nachdem Nils Laabs den erneut ersatzgeschwächten FCO in Führung geschossen hatte (40.), legte Onur Ayik im zweiten Durchgang nach (51.). Kurz vor Schluss nutzte der eingewechselte Julian Bennert (88.) eine der wenigen Oldenburger Chancen zum Anschluss. Während der FCO sieben Punkte aus den letzten vier Partien gewann, wartet der VfB nun seit vier Spielen auf einen Sieg.

Holstein Kiel – BSV Schwarz-Weiß Rehden 2:1 (1:0) 

Das erste Heimspiel seit dem vergangenen November sicherte den Störchen die ersten drei Punkte in diesem Jahr. Nachdem Stefan Heyken (20.) die Gäste in Führung geschossen hatte, drehten Andy Hebler (37.) und der eingewechselte Fiete Sykora (74.) das Ergebnis zugunsten des Spitzenreiters. Dessen Trainer Thorsten Gutzeit war indes nicht vollends zufrieden: „Man hat gesehen, dass nach der langen Winterpause bei uns noch nicht ein Rädchen ins andere gegriffen hat - das 2:1 war schon fast erzwungen. Aber wir freuen uns riesig über die drei Punkte und an allem anderen werden wir arbeiten.“ Sein Kollege war nach der Niederlage in einem engen Spiel entsprechend enttäuscht. „Wir haben es heute wieder nicht geschafft unsere Chancen zu nutzen. So bekommen wir unnötig den Ausgleich und sind einfach zu grün, um einen oder drei Punkte mitzunehmen“, kommentierte BSV-Coach Predrag Uzelac.

Victoria Hamburg – VfR Neumünster 2:1 (2:0)

Selbst gegen den nun in drei Auswärtsspielen punktlosen VfR hatte man der Victoria diese Leistung nicht zugetraut. Schließlich hatten die Hamburger zuletzt zwei Niederlagen mit 0:12 Toren kassiert. Aber gegen Neumünster machte es das Team besser: Juan Seguro Rodriguez (24.) und Nils Holger Brüning (33.) besorgten eine beruhigende Pausenführung, und deshalb vermochte auch die Rote Karte für Victoria-Kapitän Marcus Rabenhorst (68., Notbremse) die drei Punkte nicht mehr zu gefährden. Dem Gast gelang in Person von Patrick Christophersen (75., FE) lediglich der Anschlusstreffer.

Goslarer SC – FC St. Pauli II 0:1 (0:0)

Die Hamburger waren mit professioneller Hilfe angetreten, und das sollte sich spät doch noch auszahlen: In der 89. Minute traf Lennart Thy, Leihgabe aus dem Kader des Zweitligateams, zum Tor des Tages. Der Reserve des Kiezklubs gelang damit der erste Erfolg nach zuvor zwei Niederlagen in Folge.

ETSV Weiche Flensburg – TSV Havelse 2:3 (1:1)

Mit vier Siegen in Folge haben die Niedersachsen ihre Ambitionen auf einen festen Platz in der Spitzengruppe unterstrichen – beim ETSV musste allerdings ein Treffer in der letzten Spielminute helfen. Für den Tabellendritten trafen Christoph Beismann (28., FE), Patrick Posipal (75.) und Daniel Hintzke (90.), die Flensburger waren durch Didier Webessie (10.) in Führung gegangen und hatten durch Marc Böhnke (85.) in der Schlussphase ausgeglichen.

Hamburger SV II – BV Cloppenburg 1:3 (1:1)

Bereits nach sechs Minuten hatte Mattia Maggio den Gastgeber in Führung gebracht: Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr lief es gegen den HSV. Zunächst glich Jonas Wangler (17.) die Partie aus, dann sah Lennart Müller die Rote Karte wegen einer Notbremse, und Rogier Krohne nutzte den anschließenden Foulelfmeter zum 2:1 für den BVC. Zwei Minuten vor dem Ende traf der Torjäger schließlich zum Endstand – und hinterließ eine Hamburger Mannschaft, für die die Luft nun immer dünner wird. Kein Team im Tabellenkeller hat nämlich mehr Spiele absolviert als der HSV.

Stefan Freye (sfy)

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