Mit fünf Partien nahm die Regionalliga Nord am vergangenen Wochenende den Spielbetrieb der Saison 2013/2014 auf, und dabei blieben die Heimteams überwiegend im Besitz der Punkte. Lediglich beim Eröffnungsspiel in Cloppenburg entführten die Gäste aus Goslar die drei Punkte. Ein Teil der Regionalligisten war derweil im DFB-Pokal beschäftigt – und unterstrich, dass es um das Niveau der Liga nicht so schlecht bestellt sein kann. Der SV Wilhelmshaven (0:3 gegen Borussia Dortmund), der VfR Neumünster (2:3 n.V. gegen Hertha BSC Berlin) und Victoria Hamburg (0:2 gegen Hannover 96) machten nämlich eine richtig gute Figur in den Duellen mit den Favoriten aus der Bundesliga.
BV Cloppenburg – Goslarer SC 1:2 (1:1)
So hatten sie sich das nicht vorgestellt: Obwohl der Gegner nach einer Roten Karte für Tezcan Karabulu kurz vor der Pause lange in Unterzahl antreten musste (45.), verloren die Cloppenburger die Premiere. In einer Partie ohne viele Chancen setzte sich mit dem Goslarer SC die zielstrebigere Mannschaft durch. Die Gäste hatten bereits durch ihren Kapitän Karsten Fischer per Foulelfmeter zur Führung getroffen (4.), die Jonas Wangler mit einem tollen Schuss aus 18 Metern allerdings postwendend ausglich (6.). In der Folge konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, die Goslarer brachten aber immerhin eine bessere Grundordnung in das Duell am Freitagabend ein. Das änderte sich auch nicht in der zweiten Hälfte, als der BVC nach Karabulus Unsportlichkeit in Überzahl antrat. Mit einem Freistoß stellte Sven Hartwig schließlich den nicht unverdienten Endstand her (85.).
ETSV Weiche Flensburg – SV Eichede 3:1 (2:0)
Eine Nacht Tabellenführer – dieser Traum ging nun für die Fußballer des ETSV in Erfüllung. Dank des Heimsiegs gegen den Aufsteiger aus Eichede hatte sich das Team von Daniel Jurgeleit am Sonnabend vorübergehend den Platz an der Sonne gesichert. Noch wichtiger wird man allerdings die Art und Weise des Erfolges nehmen: Weiche feierte einen souveränen Sieg zur Premiere. Die beiden Treffer von Goalgetter Tim Wulff (1., 43.) hatten die Partie nämlich bereits zur Pause vorentschieden. Später erhöhte Jonas Walter (76.) sogar auf 3:0, ehe Nico Fischer (82.) den ersten Regionalligatreffer in der Vereinsgeschichte des SV Eichede erzielte.
VfL Wolfsburg II – FC St. Pauli II 4:0 (3:0)
Der VfL Wolfsburg ist bereits nach dem ersten Spiel dort, wo ihn die meisten Experten auch am Ende der Saison vermuten: an der Tabellenspitze. Gegen die Reserve aus Hamburg feierte das Team von Valerien Ismael zudem nach starker Vorstellung einen souveränen Erfolg. Die Treffer erzielten Ferhat Yazgan (18.), Nico Granatowski (32.), Profileihgabe Patrick Helmes (40.) und Justin Eilers (77.). „Insgesamt war das ein sehr guter Saisonauftakt. Wir haben ein Zeichen gesetzt, es war ein Schritt in die richtige Richtung. Vor allem die zweite Halbzeit hat mir richtig gut gefallen, aber wir hätten vielleicht mehr Tore erzielen müssen“, so Ismael.
TSV Havelse – Eintracht Norderstedt 2:0 (2:0)
Souverän – das galt auch für den Auftakt des Vizemeisters. Nach Treffern von Christoph Beismann (5.) und Stefan Winkel (34.) hatte der TSV den Heimsieg bereits zur Pause auf den Weg gebracht. Danach ließ der Gastgeber nichts mehr anbrennen. Eine Hiobsbotschaft gab es allerdings: Torhüter Alexander Meyer-Schade musste in der Schlussphase mit einer Knieverletzung ausgewechselt und durch Markus Straten-Wolf ersetzt werden. Havelses Trainer Christian Benbennek zur Leistung seiner Mannschaft: „Unterm Strich ist das Wichtigste, dass wir gewonnen haben. Darauf können wir mit Sicherheit in den nächsten Wochen aufbauen. Das gibt uns Selbstvertrauen"
VfB Oldenburg – Eintracht Braunschweig II 2:0 (1:0)
Die Verpflichtung von Addy-Waku Menga machte sich bereits am ersten Spieltag bezahlt: Mit seinen beiden Treffern (31./83.) besiegte der Neuzugang von Preußen Münster die Reserve aus Braunschweig fast im Alleingang. Das Spiel vor rund 1600 Zuschauern im Oldenburger Marschwegstadion hatte mit kleiner Verspätung begonnen, da die Gäste bei der Anreise in einen Stau geraten waren.
(Text: Stefan Freye (sfy))