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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: So lief der 23. Spieltag

Auf links gedreht - Überraschende Ergebnisse am 23. Spieltag

(Foto: hansepixx.de)

Sprunghaft und sich jeder Prognose entziehend - so ist sie, diese Regionalliga Nord. Aus Verlierern der Vorwoche werden im Handumdrehen Gewinner, und umgekehrt. Nur der VfL Wolfsburg an der Spitze der Liga gibt sich derzeit sehr konstant. Aber auch das kann sich ja irgendwann ändern.

 

SV Wilhelmshaven – SV Meppen 1:2 (1:1)

Ausgerechnet bei seinem ehemaligen Verein wechselte SVM-Coach den Erfolg ein: In der 89. Minute traf Joker Jens Robben zum Endstand. Zuvor, nachdem Ramiz Pasiov für Meppen (14.) und Alessandro Ficara für Wilhelmshaven getroffen hatten (37.), schien alles auf ein Remis hinzudeuten. So aber befreiten sich nur die Gäste aus ihrer aktuellen Negativbilanz. Denn Meppen gelang nach zuvor vier Spielen ohne Sieg (0-2-2) der erste Erfolg, während der SVW nun seit sieben Partien auf einen dreifachen Punktgewinn wartet.

Eintracht Braunschweig II – BV Cloppenburg 0:0

Eine Serie mit vier Heimspielen in Folge beendete die Eintracht am Wochenende. Das torlose Remis gegen Cloppenburg machte eine ausgeglichene Bilanz (1-2-1) perfekt. Während die Braunschweiger damit zum zweiten Mal in Folge unentschieden spielten, war es für den BVC bereits die dritte Punkteteilung in Folge – und da Cloppenburg zuvor zwei Spiele gewonnen hatte, ist das Team nun seit fünf Partien ohne Niederlage.

FC St. Pauli II – Goslarer SC 2:1 (2:0)

Irgendwann musste das ja mal passieren, warum nicht bei den zuletzt so starken Hamburgern? Nach sieben Siegen in Folge kassierte der GSC im Auswärtsspiel gegen St. Pauli die erste Niederlage. Die Harzer übergeben den „Pokal“ für die Mannschaft der Stunde damit quasi an den Gegner. Denn nun ist die Bundesligareserve seit fünf Spielen ungeschlagen (4-1-0). Aus einem Abstiegskandidaten wurde auf diese Weise ein Tabellenzehnter mit Anschluss an das gesicherte Mittelfeld. Der Goslarer SC verpasste dagegen die Chance, den VfL Wolfsburg II zumindest für eine Nacht von der Tabellenspitze zu verdrängen. Ein Doppelschlag von Fabian Graudenz (30.) und Erdogan Pini (34.) hatte die Hamburger mit 2:0 in Führung gebracht. Nach dem Wechsel verkürzte der Ex-St.-Pauli-Stürmer Nils Pichinot eine Viertelstunde vor dem Ende (75.).

TSV Havelse – VfB Oldenburg 2:1 (1:0)

Für die Gastgeber trafen Hilal El-Helwe (11.) und der eingewechselte Deniz Cicek (83.), ihr Kapitän Patrick Posipal scheiterte eine Viertelstunde vor dem Ende mit einem Foulelfmeter an VfB-Torhüter Mansur Faqiryar (76.). Dessen Teamkollegen Torsten Tönnies war zuvor der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen (64.). Während der TSV seine starke Form unter Beweis stellte (3-1-0) und auf Rang neun kletterte, fiel der VfB aus den Top drei der Liga heraus. Mit Rang vier wird das Team allerdings auch ziemlich gut leben können.

SV Werder Bremen II – ETSV Weiche Flensburg 3:0 (1:0)

Dass sie sich für die 0:3-Niederlage in Oldenburg rehabilitiert hatten, kam gut an bei den Bremern. Noch höher ist aber zu bewerten, dass Werder II im richtigen Moment die Entscheidung herbeiführte. Denn nachdem Aleksandar Stevanovic früh die Führung gelungen war (5.), sollte erst einmal lange Zeit nichts passieren. Als der Gast dann immer besser ins Spiel kam, schlug der eingewechselte Davie Selke zu (72.). Den Schlusspunkt setzte schließlich der ebenfalls ins Spiel gekommene Marcel Hilßner mit einem direkt verwandelten Freistoß in der Nachspielzeit (90.). Zuvor hatte Sandro Holland nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen. „Leider spielen wir nicht jede Woche so“, meinte Werder-Coach Viktor Skripnik augenzwinkernd.

VfR Neumünster – Victoria Hamburg 1:1 (0:0)

Es bleibt dabei: Der VfR Neumünster zählt zu den schwächsten Heimteams der Liga. Obwohl die Victoria – bislang nicht durch übermäßige Auswärtsstärke aufgefallen (1-3-8) – nach der Roten Karte für Benny Hoose in Unterzahl antrat (41.), reichte es nur zu einem Punkt. Finn Thomas brachte den VfR zwar in Führung (77.), doch Jakob Sachs glich postwendend aus (78.).

Hannover 96 II – BSV Schwarz-Weiß Rehden 2:1 (0:0)

Nach sieben Spielen ohne Sieg (0-3-4) glückte dem Gastgeber dank Profi-Leihgabe Artur Sobiech wieder ein dreifacher Punktgewinn. Der Stürmer legte mit einem Doppelpack (64./75.) nämlich den Grundstein zum 2:1-Heimerfolg. Zwischenzeitlich hatte Sobiech es mit einem Eigentor (72.) allerdings spannend gemacht. Mit einem Vorsprung von sechs Punkten vor der Abstiegszone hat sich Hannover nun erst einmal Luft verschafft.

VfL Wolfsburg II – SV Eichede 7:0 (5:0)

Mit 8:1 hatte der VfL II das letzte Heimspiel gegen Rehden gewonnen, nun legte der Spitzenreiter einen weiteren Kantersieg nach. Die Treffer von Justin Eilers (11.), Kevin Scheidhauer (21./23.), Bastian Schulz (32.), Tobias Henneböle (38.) ließen bereits zur Pause keinen Zweifel am Sieg des Gastgebers aufkommen. Nach dem Wechsel erhöhte Ferhat Yazgan (56./71.) zum Endstand. Während der VfL nun seit vier Partien ungeschlagen ist (3-1-0), wartet Eichede seit zwölf Spielen auf einen Sieg. Der letzte Erfolg gelang Anfang Oktober (3:1 gegen St. Pauli).

Hamburger SV II – Eintracht Norderstedt 1:0 (0:0)

Der Treffer von Björn Nadler (86.) entschied ein vor allem in der Schlussphase hektisches Derby mit zwei Platzverweisen für den HSV. Denn nach dem Profi-Leihgabe Robert Tesche die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (88.), musste auch noch Lennart Müller mit Rot den Platz verlassen (90.). Der HSV ist nach drei Niederlagen in Folge und sechs sieglosen Spielen (0-3-3) endgültig im Tabellenkeller angekommen, während Norderstedt nach zuvor zwei Remis eine aufsteigende Tendenz verrät.

 

(Text: Stefan Freye)

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