News

Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Thomas Wolter im Interview

Nachgefragt bei: Thomas Wolter, sportlicher Leiter des Werder-Leistungszentrums

 

(Foto: hansepixx.de)

Im Juni übergab er das Traineramt bei Werder Bremen II nach elf Jahren an Viktor Skripnik. Als Experte der Regionalliga lässt sich Thomas Wolter allerdings noch immer bezeichnen. Schließlich fungiert er nun als sportlicher Leiter von Werders Leistungszentrum, und deshalb zählt die alte Mannschaft auch noch immer zu seinem Aufgabengebiet. Der 49-Jährige blickt der am Freitag (19 Uhr) mit der Partie Cloppenburg – Goslar startenden Saison also gespannt entgegen.

In der vergangenen Saison hatten Sie die wirtschaftliche Seite der neuen Regionalliga Nord kritisiert. Hat sich an Ihrer Einschätzung etwas geändert?

Das ist insofern falsch rüber gekommen, als dass wir die Regionalliga in ihrer alten Form damals gern als 3. Liga behalten hätten. Von den Kosten, den Derbys und den Zuschauern her war das für die Ausbildung der Spieler die beste Liga – auch wenn es im Bezug auf die Zuschauer in Bremen nicht auf die Spielklasse ankommt. Ich habe auch in der neuen Regionalliga gern gespielt, allerdings den Eindruck gewonnen, dass dort - wie auch in der 3. Liga - einige Vereine über ihre Verhältnisse leben. Das sieht man allein an den Insolvenzen beim VfB Lübeck und beim FC Oberneuland. Außerdem finde ich, dass der Meister der Regionalliga direkt in die 3. Liga aufsteigen und nicht noch ein Relegationsspiel machen sollte. Insofern gibt es einen Verbesserungsbedarf.

Wie würden Sie die Liga sportlich einordnen?

Das muss man sicher abwarten. Ich glaube, dass die 2. Mannschaften, also auch wir, eine gute Rolle spielen werden. Der Vizemeister TSV Havelse hatte dagegen viele Abgänge. Daneben muss man sehen, was Meppen und Cloppenburg machen, außerdem habe ich den BSV Rehden auf der Rechnung.

Vor allem dem VfL Wolfsburg II traut man eine Menge zu. Zu Recht?

Es stimmt, sie werden oft als Topfavorit gehandelt, und ich glaube, sie wollen auch mit aller Macht nach oben in die 3. Liga. Aber auch solche Mannschaften müssen sich erstmal finden. Sie werden also oben mitspielen, aber wer Meister wird, bleibt abzuwarten.

Wo steht Werder II nach dem Trainerwechsel von Ihnen zu Viktor Skripnik?

Ich war elf Jahre dabei, und wir haben das ordentlich gemacht. Aber nun sind da einfach mal neue Impulse. Was mich besonders freut: Wir haben lange darum gekämpft, dass wir einen älteren Spieler dazubekommen. Nun konnten wir Florian Bruns vom FC St. Pauli verpflichten, und das ist wie ein Sechser im Lotto. Mit  ihm und Max Wegner als Stürmer haben wir ein gutes Grundgerüst. Von daher sind wir guter Dinge, was die kommende Saison betrifft.

(Interview: Stefan Freye (sfy))

Folgen und mehr erfahren:
NordFV bei Facebook NordFV bei Instagram NordFV bei YouTube NordFV Live