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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 16. Spieltag

Derbytime am 16. Spieltag - Drei Nachbarschafts-Duelle in der Regionalliga Nord

(Foto: hansepixx.de)

Insgesamt vier Tage dauert der 16. Spieltag, und das hat einen guten Grund: Am Montag wird das Duell zwischen dem SV Meppen und dem VfB Oldenburg live auf Sport 1 übertragen. Zuvor gibt es zwei weitere Derbys und vermutlich auch eine Menge Spannung auf den anderen Plätzen zu erleben. In den vergangenen Wochen wusste die Liga jedenfalls durch reichlich überraschende Ergebnisse zu unterhalten.

BV Cloppenburg – Hamburger SV II (19 Uhr)

„Nachlegen“, möchte Rodolfo Cardoso nach dem 2:0 gegen Havelse. Doch ob dem HSV, derzeit Tabellenzehnter, beim formverbesserten BVC ein weiterer Erfolg gelingt? Die Cloppenburger verloren nach ordentlicher Leistung zwar mit 0:2 in Hannover. Doch zuvor waren sie vier Spiele (3-1-0) ohne Niederlage geblieben. Aus dem Punktelieferanten des Saisonstarts ist also längst ein Anwärter auf einen gesicherten Mittelfeldplatz geworden. Zudem wird der Zwölfte nun verstärkt an seiner mäßigen Heimbilanz (2-4-3) arbeiten wollen.

SC Victoria Hamburg – FC Eintracht Norderstedt (Sa., 13.30 Uhr)

In der Vorwoche hätte es keinen Zweifel an der Favoritenstellung des Gastes gegeben. Doch am letzten Spieltag glückte Victoria nach sechs Niederlagen ein überraschender 3:1-Erfolg in Goslar, und die Eintracht verlor ihr Heimspiel gegen Weiche Flensburg (1:2). Das Hamburger Derby dürfe also offen sein, und auch die Statistik lässt keinen Schluss auf den Spielausgang zu: Victoria gelang bislang erst ein Heimsieg, die Eintracht war erst einmal auf fremden Platz erfolgreich.

ETSV Weiche Flensburg – BSV Schwarz-Weiß Rehden (Sa., 14 Uhr)

Drei Siege landete der Gastgeber zuletzt, und schnell ging es wieder hoch auf den dritten Tabellenrang. Der BSV zählt allerdings seit Wochen ebenfalls zu den Anwärtern auf einen Spitzenplatz, zudem zeigte sich der Siebte beim 0:0 gegen Oldenburg gut erholt vom 1:2 in Braunschweig. Ein kleines Problem auf fremden Plätzen scheint Rehden allerdings zu haben: Auswärts reichte es bislang noch nicht zu einem Sieg (0-6-1).

Werder Bremen II – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr)

Zwei Wundertüten geben sich die Ehre: Den Bremern gelang beim 2:1 auf St. Pauli zwar der erste Auswärtserfolg, und der führte sie auf den vierten Tabellenplatz. Doch noch frisch ist die Erinnerung an die Pleiten in Hannover (2:9) und Wolfsburg (1:6). Der Gast aus Goslar startete mit sieben Spielen ohne Niederlage in die Saison, blieb zuletzt aber sogar drei Mal ohne Punkte. Vor allem die 1:3-Heimniederlage gegen Schlusslicht Victoria Hamburg kam sehr überraschend.

Eintracht Braunschweig II – SV Eichede (Sa., 14 Uhr)

Es geht seit ein paar Wochen aufwärts mit der Eintracht. Beim 0:0 in Meppen gelang der Mannschaft von Trainer Henning Bürger bereits der siebte Punkt aus den vergangenen drei Partien. Wichtiger war dem Trainer allerdings der Auftritt seines Teams. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Wir haben uns in diese Regenschlacht regelgerecht reingekämpft und durch eine gute Teamleistung verdient einen Punkt mitgenommen“, so Bürger nach dem Punkt in Meppen. Aber auch der Gegner wartete am vergangenen Spieltag mit einem Erfolgserlebnis auf: Beim 1:1 in Neumünster gewann Eichede erstmals seit vier Partien wieder einen Punkt.

TSV Havelse – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)

Der Gastgeber verlor zuletzt zwar mit 0:2 beim HSV II, doch Havelse auswärts und in einem Heimspiel – das sind zwei verschiedene Dinge. In der Fremde (1-2-4) zählen die Niedersachsen zu den schwächsten Teams, im heimischen Wilhelm-Langrehr-Stadion steht dagegen eine positive Bilanz (4-2-2). Der Gegner aus Hamburg ist in Auswärtsspielen allerdings auch zu ordentlichen Leistungen in der Lage (3-1-5). Zudem will St. Pauli jetzt die Punkte von der 1:2-Heimniederlage gegen Werder II zurück. Die waren aus Sicht der Hamburger nämlich glücklich an den Gegner gegangen. „Gegen spielstarke Bremer haben unsere Jungs das sehr gut gemacht, aber es ist bitter, dass wir unsere Torchancen nicht genutzt haben. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, sie hat abgesehen von der Chancenverwertung eine gute Leistung gezeigt", hatte Trainer Thomas Meggle nach dem letzten Spiel gesagt. Die Abstiegszone ist dem 15. der Liga nun trotzdem recht nahegekommen.

VfL Wolfsburg II – Hannover 96 II (So., 14 Uhr)

Der Gastgeber scheint gerüstet für das kleine Derby. Beim 2:0 in Wilhelmshaven glückte dem VfL der erste Sieg nach zuvor zwei Niederlagen, zudem gewann er am Mittwochabend ein Testspiel gegen den Oberligisten Luckenwalde mit 10:2. Aber auch 96 II zeigte sich beim 2:0 gegen Cloppenburg von einer guten Seite. Dem Hannoveraner Trainer geht es nun vor allem um mehr Konstanz. "Leistungsschwankungen akzeptiere ich, nur die Abstände zwischen ihnen müssen kürzer werden“, so Sören Osterland. In Wolfsburg könnte sein Team auch etwas für die Auswärtsbilanz tun: In acht Partien auf fremden Plätzen gelangen nämlich erst zwei Siege.

SV Wilhelmshaven – VfR Neumünster (So., 15 Uhr)

Beide Mannschaften blieben zuletzt ohne Sieg. Der SVW dürfte mit der 0:2-Niederlage gegen Spitzenreiter Wolfsburg aber etwas besser leben können, als Neunmünster angesichts des 1:1-Heimremis gegen Eichede. Auf eigenen Platz gelang dem VfR damit auch im achten Spiel kein Sieg. Was auf der anderen Seite allerdings auch für die Auswärtsstärke des Gastes spricht (4-1-2) – besser als Neumünster finden sich nur wenige Teams auf fremden Plätzen zurecht.

SV Meppen – VfB Oldenburg (Mo., 20.15)

Dass die „Nachzügler“ zur besten Sendezeit antreten, hat natürlich einen Grund: Das Derby wird live übertragen, auf Sport 1 sehen die Zuschauer erstmals ein Spiel der Regionalliga Nord im TV. Eine Premiere also, und die spannende Frage lautet, wie die Teams wohl mit dem ungewohnten Rahmenbedingungen in Meppen umgehen werden. Beide zeigten sich zuletzt in ordentlicher Form: Der SVM kam zwar nicht über ein 0:0 gegen Braunschweig hinaus, ist damit aber seit vier Partien ohne Niederlage (1-3-0). Der VfB Oldenburg trennte sich in Rehden ebenfalls mit einem torlosen Unentschieden, baute seine Serie jedoch sogar auf zehn Spiele ohne Niederlage aus. Nun empfängt der Fünfte den Zweiten – die Fernsehmacher hatten offenbar ein gutes Händchen.

 

(Text: Stefan Freye)

 

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