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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 2. Spieltag

Geschlossen in den 2. Spieltag

Nachdem der erste Durchgang von vier verlegten Partien und ein paar sehr guten Auftritten im DFB-Pokal begleitet worden war, geht die Regionalliga Nord am 2. Spieltag erstmals komplett an den Start.  

Hamburger SV II - Hannover 96 II (Sa.,14 Uhr)

Beide Teams stehen vor ihrer Saisonpremiere. Doch während der HSV weiterhin von Rodolfo Cardoso trainiert wird, hat sich bei 96 auch etwas auf der Trainerbank getan. Dort sitzt nämlich erstmals der erst 27-jährige Sören Osterland. Der Nachfolger von Valerien Ismael (zu Wolfsburg II) war zuvor als Co-Trainer von Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl bei Bayern München II aktiv. „Nach der sechswöchigen Vorbereitung sind wir auf einem ordentlichen Stand, so dass es losgehen kann“, sagt Osterland, der 2012 seine Fußballlehrerlizenz mit Bestnote erwarb. Er traut seiner Mannschaft nach Platz vier erneut eine Spitzenplatzierung zu: „Wir haben eine gute Mischung, und alles auf die Entwicklung ausgerichtet. Wenn uns die Konkurrenz auf dem Zettel hat, ist das schön. Wir versuchen, diesem Anspruch mit attraktivem Fußball gerecht zu werden.“

FC St. Pauli II – SV Wilhelmshaven (Sa., 14 Uhr)

Der Gastgeber hätte besser in die Spielzeit starten können: Beim 0:4 in Wolfsburg war St. Pauli chancenlos und noch gut bedient mit dem Ergebnis. „Da sind wir unter die Räder gekommen. Die Spieler müssen diese Fehler abstellen und verinnerlichen, dass die Defensivarbeit die Basis ist“, sagt Pauli-Coach Thomas Meggle. Zudem hoffen die Hamburger, dass nach dem vermeintlichen Topteam mit Wilhelmshaven ein weniger ambitionierter Gegner wartet. Der SVW lieferte beim 0:3 gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal allerdings eine starke Leistung ab. Dabei hatte sich auch an der Jade eine Menge getan: Trainer Farat Toku ersetzte Christian Neidhard (zum SV Meppen), und unter den zahlreichen Abgängen befanden sich diverse Stammkräfte. Nun baute der SVW eine junge Mannschaft auf, die gegen Dortmund eine erste Duftmarke setzte. Die spannende Frage aber lautet: Wird sich das Team auch in der Regionalliga von seiner besten Seite zeigen? „Meine Jungs wissen selbst, dass sie sich jetzt umstellen müssen. Der Auftritt gegen den BVB war vor allem defensiv ordentlich. Nun gilt es die Einstellung zu zeigen, als ob wir jede Woche gegen Dortmund spielen“, sagt Farat Toku.

Goslarer SC – VfL Wolfsburg II (So., 14 Uhr)

Beide Teams traten bereits am ersten Spieltag an und waren erfolgreich. „Es war der erste Schritt in die richtige Richtung“, sagt VfL-Trainer Valerien Ismael. In Goslar setzt er auch auf Justin Eilers, den ehemaligen GSC-Torjäger. Der 25-Jährige hatte in der abgelaufenen Saison 13 Treffer für Goslar erzielt und war auch beim 4:0 gegen St. Pauli auf Anhieb erfolgreich. Sein Ex-Klub muss dagegen auf Tezcan Karabulut verzichten, der im Eröffnungsspiel beim BV Cloppenburg (2:1) eine Rote Karte gesehen hatte.

Eintracht Norderstedt – BV Cloppenburg (So., 14 Uhr)

Diese beiden Teams waren als Verlierer aus dem ersten Punktspiel hervorgegangen. Während Norderstedt als Aufsteiger mit der 0:2-Niederlage in Havelse allerdings leben konnte, legte der BVC bei der 1:2-Heimpleite gegen Golsar einen Fehlstart hin. Nun wird sich wohl zumindest eine Mannschaft rehabilitieren.

Eintracht Braunschweig II – ETSV Weiche Flensburg (So.,14 Uhr)

Der Gastgeber verlor seinen Einstand mit 0:2 in Oldenburg, Weiche gewann dagegen mit 3:1 gegen Eichede und steht nun vor dem nächsten Duell mit einem Aufsteiger. Dort setzt man bereits auf einen Lerneffekt.
„Wir haben gespürt, dass in dieser Liga ein ganz anderes Tempo gespielt wird und es sehr intensiv zur Sache geht. Trotzdem dürfen wir uns wie in Oldenburg nicht dazu verleiten lassen, so viele weite und hohe Pässe zu spielen“, sagt Eintracht-Trainer Henning Bürger.

VfR Neumünster – VfB Oldenburg (So., 15 Uhr)

Der Gast tritt mit dem 2:0-Auftakterfolg gegen Braunschweig II im Rücken an – der Gastgeber hatte allerdings auch ein Erfolgserlebnis am vergangenen Wochenende. Neumünster lieferte beim 2:3 n.V. gegen Hertha BSC im DFB-Pokal nämlich eine ganz starke Vorstellung ab und verlor erst durch einen Foulelfmeter in der Nachspielzeit der Verlängerung. Nun möchte man gegen den VfB das erste richtige Erfolgserlebnis der Saison.

BSV Rehden – TSV Havelse (So., 15 Uhr)

Noch dürfte das 0:5 gegen den FC Bayern am Montag in den Köpfen der Rehdener herumschwirren. Das DFB-Pokal-Spiel war nicht zuletzt angesichts der Fernsehübertragung schließlich das Highlight in der Vereinsgeschichte. Gegen den Vizemeister TSV Havelse wartet nun gleichwohl der Ligaalltag auf die Mannschaft von BSV-Trainer Predrag Uzelac – und ein selbstbewusster Gegner. Der Vizemeister der vergangenen Spielzeit war durch ein 2:0 gegen Aufsteiger Eintracht Norderstedt nämlich ordentlich aus den Startlöchern gekommen.

SV Meppen – Werder Bremen II (So., 15 Uhr)

Diese beiden Teams betreten am Wochenende Neuland, sie hatten am ersten Spieltag passen müssen, da ihre Gegner im DFB-Pokal gefordert waren. #Bremen ist ein schweres Kaliber zum Auftakt. Die Mannschaft ist mit Spielern wie Max Wegner oder Johannes Wurtz durch die Bank stark besetzt. Es ist schwer, sich darauf einzustellen - da ist in erster Linie Aggressivität gefordert“, sagt Christian Neidhart, Neutrainer des SVM. Sein Gegenüber feiert ebenso seinen Einstand, Viktor Skripnik hatte bis zum Sommer die U17 von Werder trainiert. Er setzt nach einem für Nachwuchsteams üblichen Umbruch auch auf den routinierten Florian Bruns (St. Pauli). Daneben wird das Trainerteam seit dieser Saison durch „Trainee-Coach“ Torsten Frings verstärkt. Der ehemalige Profi möchte nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn als Übungsleiter Fuß fassen. Von der Qualität der Mannschaft ist er überzeugt. #Ich denke, wir werden eine gute Rolle spielen“, so Frings.

SV Eichede – Victoria Hamburg (So., 15 Uhr)

Im ersten Regionalliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte trifft der SV Eichede vermutlich auf einen Konkurrenten um den Klassenerhalt. Anders als der Aufsteiger (1:3 in Flensburg) holte sich die Victoria am vergangenen Wochenende allerdings ein Erfolgserlebnis, denn die Hamburger wussten bei der 0:2-Niederlage gegen Hannover 96 im DFB-Pokal zu gefallen. In Eichede feiern sie nun ein Wiedersehen mit alten Kollegen: Torhüter Fabian Lucassen und Abwehrspieler Michael Meyer traten einst für die Victoria an.

 (Text: Stefan Freye (sfy))

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