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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 23. Spieltag

Klare Angelegenheiten?

Am 23. Spieltag der Regionalliga Nord sind die Rollen überwiegend eindeutig verteilt. Dass eine Favoritenstellung in dieser Spielklasse allerdings nicht viel wert ist, wurde in den vergangenen Monaten hinreichend deutlich. In einem Nachholspiel am Mittwoch setzte der FC St. Pauli II seine größeren Möglichkeiten dagegen um: Dank eines späten Treffers des eingewechselten Kwasi Okyere Wriedt (82.) gewannen die Hamburger das Nachwuchsduell gegen Hannover 96 II mit 1:0 (0:0).

SV Wilhelmshaven – SV Meppen (Fr., 19.30 Uhr)

Während der SVW zuletzt mit 0:1 in Rehden verlor, trotzte Meppen dem Spitzenreiter aus Wolfsburg beim 1:1 einen wichtigen Zähler ab. So kann es weitergehen für den SVM. Zwar wurde in dieser Woche bekannt, dass die Meppener auf einen Lizenzantrag für die 3. Liga verzichten werden. Doch auch ohne Aufstieg spielt der Tabellensechste eine sehr ordentliche Saison. In Wilhelmshaven treffen Trainer Christian Neidhart und Torjäger Max Kremer nun auf ihren ehemaligen Klub.

Eintracht Braunschweig II – BV Cloppenburg (Fr., 19.30 Uhr)

Vier Punkte aus den drei Partien dieses Jahres stehen in der Bilanz der Eintracht. Auf diese Weise gelang immerhin der Sprung vom vorletzten auf den 14. Rang der Tabelle. Dabei sorgte das 1:1-Unentschieden gegen Havelse am vergangenen Spieltag nicht einmal für Zufriedenheit bei Trainer Henning Bürger: „Ich bin sehr enttäuscht, dass wir hier keine drei Punkte geholt haben. Wir schaffen es einfach nicht, ein Spiel zu gewinnen, wenn wir in Führung gehen, daran müssen wir unbedingt arbeiten." Die nächste Chance bietet sich womöglich bereits im Duell mit dem Tabellenachten aus Cloppenburg. Nach dem 1:1 in Eichede fand dessen Trainer Jörg-Uwe Klütz ebenfalls, dass „ein Sieg drin“ gewesen wäre.

FC St. Pauli II – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr)

Der Heimsieg über Hannover am Mittwoch sorgt für gute Laune in Hamburg. „Wir haben zu Null gespielt. Die Jungs haben alles reingehauen, gekämpft und dagegengehalten. Das war wichtig“, so Trainer Thomas Meggle. In der laufenden Saison wäre sein Team immer für ein Tor gut, und je länger es den eigenen Kasten sauber halte, desto größer sei eben die Chance auf einen Sieg. Apropos: Mit Siegen kennt sich der GSC auch gut aus, derzeit sogar besser als jedes andere Team. Denn mittlerweile sind die Harzer seit sieben Spieltagen siegreich. St. Pauli dürfte es in diesem Heimspiel also noch ein bisschen schwerer haben als gegen Hannover.

TSV Havelse – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr)

Immerhin sieben Punkte aus drei Spielen (2-1-1) gewann der TSV in diesem Jahr, zuletzt trennte er sich mit einem 1:1 bei Eintracht Braunschweig II. Als Neunter hat der Gastgeber jedenfalls ein ordentliches Polster zur Abstiegszone – und mit einem Heimsieg gegen den VfB Oldenburg könnte der TSV sich sogar in Richtung des oberen Drittels orientieren. Leicht wird die Aufgabe aber nicht. Nach zwei eher enttäuschenden Remis platzte beim 3:0 über Werder II nämlich der Knoten bei den Oldenburgern. Der Gast reist also mit viel Selbstbewusstsein an.

Werder Bremen II – ETSV Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)

Ein paar „große Namen“ hätten sie ja auch dem Platz gehabt, meinte Werder-Coach Viktor Skripnik nach der 0:3-Niederlage in Oldenburg. Benötigt hätten sich aber „große Fußballer“. Die Enttäuschung nach der Pleite im Derby war zweifellos vorhanden bei den Bremern. Wenn der Vierte noch eingreifen will in den Spitzenkampf, muss nun ein Sieg gegen den Tabellennachbarn her. Aber der Fünfte aus Flensburg ist derzeit in guter Form. Seit vier Spielen hat Weiche nicht mehr verloren, am vergangenen Spieltag gewann das Team sicher mit 3:0 gegen Schlusslicht Victoria. Ob Werder seinen Status als beste Heimmannschaft (8-1-2) also wahren kann?

VfR Neumünster – Victoria Hamburg (So., 14 Uhr)

Der VfR Neumünster ist das schwächste Heimteam der Liga. Gerade acht Punkte (1-5-4) gewann der Tabellenelfte in den zehn Spielen auf eigenem Platz. Nun kommt mit der Victoria allerdings das schwächste Auswärtsteam. Das Schlusslicht gewann auf fremden Plätzen sogar nur fünf Punkte (1-2-8). Zuletzt verloren die Hamburger mit 0:3 in Flensburg, während der VfR zu einem 2:2 bei St. Pauli kam.

Hannover 96 II – BSV Schwarz-Weiß Rehden (So., 14 Uhr)

Nach der 0:1-Niederlage am Mittwoch beim FC St. Pauli ist der Gastgeber gefordert. Die Abstiegszone ist dem Tabellenzwölften angesichts von nur drei Punkten Rückstand nämlich recht nahe gerückt. Der BSV aus Rehden dürfte dagegen recht unbeschwert antreten. Er löste zuletzt auch die Aufgabe gegen den SV Wilhelmshaven (1:0) und belegt den siebten Tabellenplatz.

 

VfL Wolfsburg II – SV Eichede (So., 14 Uhr)

Das 1:1-Unentschieden in Meppen hatte nicht gerade zur Zufriedenheit von Valérien Ismaël beigetragen. Im Gegenteil, nach der Partie hatte der Trainer von einer der schlechtesten Leistung in diesem Jahr gesprochen. Gegen den Vorletzten aus Eichede dürfte ein Sieg also Pflicht sein für den Tabellenführer. Zumal der Gast nun seit elf Partien auf einen Sieg wartet. Das 1:1-Unentschieden gegen Cloppenburg trotz langer Unterzahl sorgte am vergangenen Wochenende allerdings für etwas Hoffnung auf Seiten des SVE. Doch jetzt steht das Team vor der wohl schwersten Aufgabe in dieser Saison.

Hamburger SV II – FC Eintracht Norderstedt (So., 15 Uhr)

Im Derby geht es um einen Befreiungsschlag. Sowohl der HSV (15.) als auch die Eintracht (13.) wollen schnell Abstand gewinnen und ins Mittelfeld aufsteigen. Die jüngste Bilanz der beiden Kontrahenten lässt keinen Schluss auf einen Favoriten zu: Der HSV (0-3-2) wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg, Norderstedt (0-2-2) seit vier.

 

(Text: Stefan Freye)

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