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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 27. Spieltag

Der Spitzenkampf geht in die heiße Phase

(Foto: hansepixx.de)

Es wird spannend an der Spitze der Regionalliga Nord. Zwar trat der VfL Wolfsburg zuletzt erfolgreich auf, seinen Verfolger aus Bremen vermochte der Tabellenführer aber nicht abzuschütteln. Am 27. Spieltag gilt es für die beiden Topteams, sich vorm direkten Duell am nächsten Wochenende keinen Ausrutscher zu erlauben.

BV Cloppenburg – Werder Bremen II (Fr., 19.30 Uhr)

Angesichts der Fahrt nach Cloppenburg dürfte der ein oder andere Bremer an das letzte Derby denken: Am 22. Spieltag hatte Werder II im Februar sang- und klanglos mit 0:3 beim VfB Oldenburg verloren. Nun geht es also wieder zu einem benachbarten Verein, und die grobe Richtung stimmt auch. Die Niederlage beim VfB ist jedoch schon alles, was gegen einen erfolgreichen Auftritt am Freitagabend spricht – ansonsten verfügt der Gast über eine lupenreine Weste. Insgesamt acht Siege in den vergangenen neun Partien ließen Werder II an die Spitze der Rückrundentabelle klettern. Auch beim letztlich souveränen 1:0-Heimsieg gegen den TSV Havelse hinterließ das Team von Viktor Skriptnik einen guten Eindruck. Und der BVC? Der Gastgeber wartet nun seit fünf Partien auf einen dreifachen Punktgewinn und verlor zuletzt sogar beim Schlusslicht Victoria Hamburg (1:2). Keine Frage: Werder geht als Favorit ins Spiel beim Tabellenelften.

Hannover 96 II – VfB Oldenburg (Sa., 14 Uhr)

Bei 96 II dürfte der eine oder andere Oldenburger an den 3:0-Erfolg gegen Werder II denken. Bis zum vergangenen Spieltag und dem 4:1-Erfolg gegen Wilhelmshaven markierte der Derbysieg gegen das Nachwuchsteam nämlich den einzigen dreifachen Punktgewinn in 2014. Mit anderen Worten: Der VfB suchte lange nach seiner Form, in der Rückrundentabelle belegt die Mannschaft lediglich Rang neun. Dem Gegner geht es allerdings nicht besser, denn 96 II gelang erst ein Sieg in 2014 (15. der Rückrunde), und zuletzt reichte es gegen Eichede (3:3) und Braunschweig II (1:1) jeweils nur zu Unentschieden. Auf die Verstärkung des Trainerteams durch Steven Cherundolo muss der Tabellenzwölfte zudem noch etwas warten: Der Ex Profi wird seine Arbeit als Assistent von Sören Osterland erst am kommenden Montag aufnehmen.

FC St. Pauli II – SV Eichede (Sa., 14 Uhr)

Viel klarer könnten die Kräfteverhältnisse auf dem Papier nicht verteilt sein. Während der Gastgeber sechs der letzten acht Partien gewann (6-1-1) und zur viertbesten Rückrundenmannschaft aufstieg, wartet der SVE nun bereits seit 14 Spielen auf einen Sieg und belegt beinahe folgerichtig den letzten Tabellenplatz. Wenn die Regionalliga Nord also auch am 27. Spieltag unter Beweis stellen möchte, zu welchen Überraschungen sie fähig ist, dann bietet sich dieses Duell sicher an.

Hamburger SV II – Eintracht Braunschweig II (Sa., 14 Uhr)

Beim HSV erlebt man derzeit ein ungewohntes Stimmungshoch. Schließlich war dem Team von Rodolfo Cardoso nach langer Durststrecke zuletzt ein 4:2-Sieg in Eichede und damit zugleich der zweite Erfolg in Serie gelungen. Nachdem es zwischenzeitlich recht eng geworden war für die Hamburger, kletterten sie wieder auf den 13. Platz der Regionalliga. Der Gegner aus Braunschweig folgt ihnen mit nur einem Zähler Rückstand auf Rang 14, und auch die Niedersachsen konnten zuletzt wichtige Punkte sammeln. Dem 4:0-Erfolg in Wilhelmshaven schloss sich ein 1:1-Remis gegen 96 II an. Wer am Wochenende die nächsten Zähler holt, kann nun einen weiteren Schritt in Richtung des gesicherten Mittelfelds machen.

VfL Wolfsburg II – Victoria Hamburg (So., 14 Uhr)

Der 2:1-Erfolg gegen Cloppenburg dürfte dem Gast gut getan haben, denn er beendete eine sechs Spiele währende Negativserie der Victoria. Aber ob das reicht, um auch beim Spitzenreiter zu punkten? Der VfL Wolfsburg II entledigte sich seiner Aufgaben zuletzt recht souverän und ist nun seit sieben Spielen ungeschlagen. Beim 1:0 am vergangenen Spieltag in Flensburg hatten die Niedersachsen angesichts eines verwandelten Foulelfmeters in der Schlussphase allerdings auch etwas Glück. „Sicherlich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, aber wir haben ein sehr wichtiges Spiel letztlich für uns entschieden“, meinte Trainer Valérien Ismaël erleichtert.

Eintracht Norderstedt – BSV Schwarz-Weiß Rehden (So., 14 Uhr)

In der Tabelle sind Norderstedt (10.) und Rehden (9.) Nachbarn. Die vergangenen Wochen lassen allerdings auf eine weniger ausgeglichene Ausgangssituation schließen. Denn während der Gastgeber drei der vergangenen vier Partien gewann und auf den sechsten Platz der Rückrundentabelle kletterte, wartet der BSV Rehden seit fünf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn (0-2-3). Er belegt in der Tabelle der Rückspiele folglich nur einen Abstiegsrang (16.).

Goslarer SC – SV Meppen (So., 14 Uhr)

Mit einer neuen Anzeigetafel war der SVM am Montag ins „TV-Spiel“ gegen den FC St. Pauli II gegangen, Glück brachte sie angesichts der deutlichen 0:4-Heimniederlage allerdings noch nicht. Nun geht es erst einmal wieder auswärts - und ohne eigene LED-Leinwand - um Punkte und darum, an eine drei Spiele währende Erfolgsserie anzuknüpfen. Denn vor der Pleite gegen St. Pauli hatte Meppen schließlich gegen Wilhelmshaven, Hannover II und den HSV II gewonnen. Der Goslarer SC verlor angesichts der Remis gegen Norderstedt (1:1) und Rehden (2:2) dagegen wichtige Zähler im Spitzenkampf. Nun muss der Tabellendritte gegen den Fünften schon punkten, um nicht gänzlich den Anschluss zu verlieren.

SV Wilhelmshaven – ETSV Weiche Flensburg (So., 15 Uhr)

Auf den ersten Blick liest sich die jüngste Bilanz des Gastes eher durchwachsen (2-2-2). Tatsächlich kassierten die Flensburger ihre beiden Niederlagen allerdings gegen Werder II (0:3) und zuletzt Wolfsburg II (0:1) – der Tabellensechste dürfte also in einer ordentlichen Verfassung zum Auswärtsspiel antreten. Dem SVW gelang in den vergangenen Wochen dagegen nur ein Sieg, gegen Braunschweig II (0:4) und Oldenburg (1:4) verlor er zuletzt deutlich. Der Vorletzte der Rückrundentabelle (1-2-6) belegt folglich auch im „normalen“ Ranking einen Abstiegsplatz (16.).

VfR Neumünster – TSV Havelse (So., 15 Uhr)

Noch wartet der Gastgeber auf einen Erfolg unter Uwe Erkenbrecher. In den Partien beim Hamburger SV II (0:1) und in Neumünster (1:3) konnte der neue VfR-Coach die nun sechs Spiele währende Negativserie nicht stoppen. Das hindert den Verein allerdings nicht, über eine langfristige Zusammenarbeit nachzudenken. „Wir schließen sie nicht aus, Uwe Erkenbrecher soll sich aber zunächst einen Einblick in unsere Situation verschaffen“, sagt Neumünsters Vorsitzender Detlef Klusemann. Derzeit ist der Vertrag mit dem Trainer bis zum Saisonende befristet. Gegen den TSV Havelse steht sein Team nun vor einer schweren Aufgabe. Der Gast verlor am vergangenen Spieltag zwar bei Werder II (0:1), war zuvor aber sieben Spiele unbesiegt geblieben.

 

(Text: Stefan Freye)

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