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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 28. Spieltag

Spitze, in jeder Beziehung - Werder II und Wolfsburg II treten zum Topspiel an

Darauf haben sich die Beobachter der Regionalliga Nord lange gefreut: Am 28. Spieltag kommt es in Bremen zum Duell der beiden Topteams. Ob bereits eine Vorentscheidung über die Meisterschaft fällt, ist fraglich. Aber ein interessantes Spiel auf gutem Niveau dürfte angesichts der spannenden Ausgangslage garantiert sein.

Eintracht Braunschweig II – FC St. Pauli II (Do., 19.30 Uhr)

Sicherheitsaspekte im Zusammenhang mit dem Bundesligaspiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 am kommenden Sonntag machten die Verlegung auf den heutigen Donnerstag nötig. Die Eintracht-Reserve bekommt es dabei mit einem ausgesprochen formstarken Gegner zu tun. Schließlich verloren die Hamburger nur eines der letzten neun Spiele (7-1-1) und kletterten auf den dritten Rang der Rückrundentabelle. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich erst an die Regionalliga gewöhnen musste. Die Jungs haben die Trainingsinhalte mittlerweile gut angenommen und setzen diese jetzt auch in den Spielen um“, so Trainer Thomas Meggle. Besonders geübt wird in Hamburg die Defensive. „Das ist unser Erfolgsfundament, nur so können wir erfolgreich sein“, so Meggle. Der Gastgeber ist allerdings auch seit drei Partien ohne Niederlage und entwickelte sich von einem Abstiegskandidaten zum Anwärter auf einen gesicherten Mittelfeldplatz (13.).

SC Victoria Hamburg – SV Wilhelmshaven (Fr., 19 Uhr)

Es ist das Duell des 17. gegen den 15., und deshalb gab es zuletzt auch nicht viel Grund zur Freude bei diesen Teams. Dem Gastgeber gelang lediglich ein Sieg in den vergangen achten Partien (1-2-5), der Gast gewann nur zwei der letzten elf Spiele. Allerdings war der SVW am vergangenen Spieltag - beim 3:1 gegen Weiche - erfolgreich, dürfte also selbstbewusst antreten. Dabei scheint die Victoria einen Erfolg angesichts eines Rückstands von fünf Punkten zur Nichtabstiegszone ein bisschen nötiger zu haben.

SV Eichede – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr)

16 Spiele ohne Sieg – dem Aufsteiger aus Eichede scheint nach ordentlichem Beginn die Luft auszugehen. Aber letztlich ist ja jedes Spiel ein Neuanfang, und das gilt auch für ein Schlusslicht. Schließlich hatte auch niemand erwartet, dass der Dritte aus Goslar zuletzt drei Mal in Folge nur unentschieden spielen würde. Die Partie – auf Wunsch der Vereine vom Sonntag auf Sonnabend verlegt – bietet also gleich beiden Mannschaften die Gelegenheit zur Trendwende.

ETSV Weiche Flensburg – Hannover 96 II (Sa., 14 Uhr)

Lediglich ein Sieg in den vergangenen fünf Partien (1-1-3) gelang dem Gastgeber zuletzt. Der ETSV fiel auf den siebten Rang zurück, und kam dem Gegner damit ein Stück näher. Denn die Niedersachsen kletterten auf den zwölften Rang, weil sie in den vergangenen Wochen nur eine Partie verloren (2-2-1). Die beiden letzten Spiele dieser Teams endeten mit einem 2:2 – ein Fingerzeig auf das Duell am Wochenende?

BSV Schwarz-Weiß Rehden – VfR Neumünster (Sa., 15 Uhr)

Bäume rissen beide Teams zuletzt nicht aus: Der BSV ist seit sechs Partien ohne Sieg, trennte sich aber wenigstens drei Mal mit einem Unentschieden (0-3-3), dagegen blieb der VfR sogar fünf Mal ohne Punktgewinn. Noch ist Neu-Trainer Uwe Erkenbrecher also ohne zählbaren Erfolg geblieben. Ob ihm im fünften Spiel die Wende gelingt? In der Tabelle ist Neumünster jedenfalls auf den 16. Rang abgerutscht, der BSV – obwohl in der Rückrunde deutlich schwächer als im alten Jahr (1-3-6) – belegt den neunten Platz.

TSV Havelse – BV Cloppenburg (So., 14 Uhr)

Gäbe es die Spitzenteams nicht, wäre der TSV wohl das Maß der Dinge in dieser Liga. Lediglich eine Niederlage kassierte Havelse in den vergangenen neun Spielen (6-2-1), mit 0:1 verloren die Niedersachsen in Bremen. Der Gegner kam nicht so gut durch die vergangenen Wochen. Erst spielte der BVC drei Mal unentschieden, zuletzt verlor er drei Partien in Folge. In Havelse starten die Cloppenburger zudem in eine Serie von drei Auswärtsspielen.

Werder Bremen II – VfL Wolfsburg II (So., 14 Uhr)

Mehr Spitzenspiel geht nicht: In Bremen treffen am Wochenende nicht nur die beiden führenden Mannschaften aufeinander, sondern auch die besten Teams der Rückrunde. Während Werder zuletzt fünf Spiele in Folge gewann, wartet die Konkurrenz nun seit acht Partien auf eine Wolfsburger Niederlage (6-2-0). „Hut ab, was sie dort leisten“, sagt Bremens Coach Viktor Skripnik. Der ehemalige Profi ist sogar „ein bisschen neidisch“ auf seine Jungs, denn Partien auf diesem hohen Niveau hätten ihm in seiner aktiven Zeit immer am meisten Spaß gemacht. Wie für Skripnik ist das Duell auch für Valérien Ismaël offen. „Wir können mit einem Erfolg gegen Werder einen großen Schritt in Richtung unseres Ziels machen. Es fällt aber definitiv noch keine Entscheidung“, findet der Wolfsburger Trainer. Für ihn ist das Spiel auch mit einer Rückkehr als die alte Wirkungsstätte verbunden. „Ich kehre immer wieder gerne nach Bremen zurück und empfinde nur positive Gefühle mit meiner Bremer Zeit“, so Ismaël, der 2004 das Double mit Werder gewonnen hatte. Das Spiel der heimstärksten Elf gegen das beste Auswärtsteam musste angesichts des Bremer Bundesligaspiels gegen Schalke 04 vom Sonnabend auf Sonntag verlegt werden.

VfB Oldenburg – Hamburger SV II (So., 15 Uhr)

Nach einer Achterbahnfahrt in den letzten zehn Partien (3-4-3) hat sich der VfB wohl aus dem Titelkampf verabschiedet. Eine gute Saison spielen die Oldenburger trotzdem, und die wollen sie nun gegen den HSV fortsetzen. Allerdings geht es wieder gegen ein Nachwuchsteam. Damit hatte der VfB zuletzt keine guten Erfahrungen gemacht, das Spiel bei Hannover 96 ging am vergangenen Spieltag erst in der Schlussphase mit 2:3 verloren. Der Gast aus Hamburg kassierte beim 0:1 gegen Braunschweig II allerdings auch eine Niederlage. Dabei hatte das Team von Rodolfo Cardoso nach zwei Siegen in Folge doch eigentlich einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen wollen. Als 14. ist der HSV nun weiterhin akut gefährdet.

SV Meppen – Eintracht Norderstedt (So., 15 Uhr)

Als Zehnter tritt Norderstedt in Meppen an. In der Rückrundentabelle belegt der Aufsteiger gar den sechsten Rang. Er sammelte sogar einen Punkt mehr als der auf dem fünften Rang platzierte SV Meppen (15). Dem Gastgeber dürfte trotzdem sehr daran gelegen sein, den letzten Heimauftritt (0:4 gegen den FC St. Pauli II) vergessen zu machen.

 

(Text: Stefan Freye)

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