Der 30. Spieltag der Regionalliga Nord beginnt bereits am Freitag und gleich mit drei Partien. Das Spitzenduo ist auch im Einsatz, Wolfsburg (in Cloppenburg) und Werder (gegen 96 II) stehen vor kniffligen Aufgaben. Daneben startet der Spieltag mit einem Hamburger Derby.
Victoria Hamburg – Hamburger SV II (Fr. 19 Uhr)
Jetzt muss etwas passieren! Lediglich sechs Punkte holte der Gastgeber in den letzten zehn Spielen. Die Victoria ist nun seit drei Partien sieglos (0-1-2) und belegt den vorletzten Rang. Im Derby besteht wohl eine der letzten Chancen zum Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Der ist dem HSV längst gelungen. Drei Siege feierte der Gast in den vergangenen fünf Spielen (3-1-1). Er tritt als 13. beim Nachbarn an.
BV Cloppenburg – VfL Wolfsburg II (Fr., 19 Uhr)
Der Spitzenreiter scheint vor einem vergleichsweise leichten Restprogramm zu stehen. Nach Cloppenburg warten Neumünster, Wilhelmshaven sowie die 2. Mannschaften von 96 und dem HSV. Aber Valérien Ismaël beschreibt ganz andere Erfahrungen. „Gegen uns ist jeder Gegner topmotiviert“, sagt der Trainer – und gibt nichts auf die Papierform. Tatsächlich hatte sein Team in den Hinspielen lediglich sieben Punkte aus den restlichen fünf Paarungen geholt. Auch gegen den BVC war es in der Hinrunde schief gegangen. Der VfL möchte sich am Freitag also für die 0:1-Heimniederlage revanchieren. Der Gastgeber wird dagegen gern zurückdenken an dieses Duell und sich vermutlich sagen: „Es geht doch.“
Werder Bremen II – Hannover 96 II (Fr., 19 Uhr)
Der Verfolger steht vor dem ersten von insgesamt fünf schweren Begegnungen bis zum Saisonende. Denn nach den Niedersachsen folgen die Nachwuchsteams des HSV und von St. Pauli sowie der Goslarer SC und Eintracht Norderstedt. Mehr noch als das Restprogramm beschäftigen sie sich bei Werder derzeit aber mit der Personalsituation. Derzeit angeschlagen sind Levent Aycicek und Davie Selke; Julian von Haacke (Kreuzbandriss) und Florian Bruns (Adduktorenverletzung) werden sogar länger ausfallen. „Uns fehlen also vier Leistungsträger“, sagt Werder-Coach Viktor Skripnik, der zudem nie ganz sicher sein kann, dass nicht auch noch Kicker zum Bundesligateam abkommandiert werden. Der Trainer wird aber trotzdem „ruhig“ in das Duell mit 96 gehen: „Wir brauchen ja nicht nur elf Spieler, und nun können sich andere richtig präsentieren.“ Einen kleinen Vorteil haben die Bremer ja auch vor den letzten fünf Spielen des Saisonfinales: Sie holten in den Hinspielen immerhin neun Punkte. Das Duell gegen Hannover ging dagegen mit einer 2:9-Pleite in die Geschichte des Teams ein.
ETSV Weiche Flensburg – St. Pauli II (Sa., 14 Uhr)
Diese Teams sind sich in den vergangenen Monaten immer näher gekommen: Der Gastgeber zählte in der Hinrunde noch zur Tabellenspitze, rutschte dann aber auf den sechsten Rang ab. Die Hamburger kämpften lange gegen den Abstieg, kletterten zuletzt aber ins gesicherte Mittelfeld und sind nun Neunter. Sie belegen den vierten Rang der Rückrundentabelle. Ebenso wie Weiche Flensburg wartet St. Pauli aber seit zwei Partien auf einen Sieg.
Eintracht Braunschweig II – Eintracht Norderstedt (Sa., 14 Uhr)
Der Gastgeber ist seit fünf Partien ungeschlagen (2-3-0), Norderstedt sogar seit sieben (4-3-0). Die Eintracht ist als Zehnter (37 Punkte) deshalb auch raus aus dem Tabellenkeller. Braunschweig noch nicht ganz. Denn den 14. (32) trennen lediglich fünf Zähler von einem Abstiegsplatz. Das ist ein gutes Polster, aber keines, das die Reserve in Sicherheit wiegen sollte.
SV Eichede – BSV Rehden (So., 14 Uhr)
18 Spiele wartet der SV Eichede nun auf einen dreifachen Punktgewinn. Für das Schlusslicht dürfte es sehr schwer werden, die sieben Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz noch aufzuholen. Zumal der BSV Rehden nun seit vier Partien (1-3-0) ungeschlagen ist und Ostern dank eines 4:1-Erfolgs beim Oberligisten TB Uphusen die Teilnahme am Finale am niedersächsischen Pokal perfekt machte. Andererseits: Irgendwann muss die Negativserie des SVE ja mal ein Ende haben.
TSV Havelse – SV Wilhemshaven (So., 14 Uhr)
Die Serie des TSV Havelse beeindruckt. Gerade zwei Niederlagen kassierte der Tabellensiebte in den vergangenen Wochen, bei Werder II (0:1) und zuletzt gegen Wolfsburg II (1:3). Der Gastgeber geht also als klarer Favorit in das Duell gegen Wilhelmshaven. Der 15. verlor sein letztes Spiel gegen Werder II mit 1:3, landete aber immerhin zwei Siege in den vergangenen sechs Partien (2-1-3).
SV Meppen – VfR Neumünster (So., 15 Uhr)
Nach sieben Niederlagen in Folge sorgte das torlose Unentschieden gegen Weiche Flensburg zuletzt für ein wenig Hoffnung beim VfR. Doch ob das reicht, um in Meppen zu punkten? Der Gastgeber spielte nun zwar drei Mal in Folge unentschieden, er zählt aber zu den stärkeren Heimgegnern der Liga.
VfB Oldenburg – Goslarer SC (So., 15 Uhr)
In der Winterpause zählten diese beiden Mannschaften noch zur absoluten Spitze. Mittlerweile haben sie sich aber aus dem Meisterschaftskampf verabschiedet. Eine gute Saison spielen Oldenburg (4.) und Goslar (3.) aber trotzdem. Der Gastgeber kann mit einem Heimsieg bis auf einen Zähler an den GSC heranrücken und das Rennen um Platz drei noch einmal spannend machen. In der Rückrundentabelle ist Oldenburg (8.) allerdings weit hinter Goslar (3.) platziert.
(Text: Stefan Freye)