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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 31. Spieltag

Welche Würfel fallen?

(Foto: hansepixx.de)

Die Liga nimmt Fahrt auf und die Tabelle Gestalt an – am 31. Spieltag der Regionalliga Nord könnte die eine oder andere Vorentscheidung fallen, an der Spitze und am Ende der Spielklasse. Komplett wird die Runde aber erst am kommenden Dienstag (16 Uhr) sein, nach dem Spiel zwischen dem HSV II und Werder II.

FC St. Pauli II – Victoria Hamburg (Fr., 19 Uhr)

Nach dem Derby ist für die Victoria vor dem Derby. Knapp eine Woche nach dem torlosen Remis gegen den HSV II trifft der Vorletzte erneut auf einen Stadtnachbarn. Der eine Punkt aus dem ersten Derby hatte der Victoria nicht viel weitergeholfen, nun sollte ein Sieg her. St. Pauli wartet zwar seit drei Partien auf einen Erfolg, wusste beim 1:1 in Flensburg zuletzt aber mit einer ordentlichen Leistung zu überzeugen und hatte auch das Hinspiel mit 2:0 gewonnen. Leichter wird es also nicht.

SV Wilhelmshaven – BV Cloppenburg (Fr., 19.30 Uhr)

Rein rechnerisch sind die Gäste noch nicht durch. Der BVC ist derzeit zwar acht Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt (12.), aber um ganz sicher zu sein, sollte besser noch der eine oder andere Punkt her. Vielleicht im interessanten Duell mit dem SVW? In jeden Fall dürften beide Teams einigermaßen selbstbewusst antreten. Denn sowohl Wilhelmshaven (1:2 in Havelse) als auch Cloppenburg (1:2 gegen Wolfsburg II) holten zuletzt respektable Ergebnisse gegen deutlich höher eingeschätzte Gegner. Im Hinspiel hatten dieses Teams sich mit einem 1:1-Remis getrennt.

BSV Schwarz-Weiß Rehden – Eintracht Braunschweig II (Fr., 19.30 Uhr)

Der BSV ist mittlerweile wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat sich im gesicherten Mittelfeld stabilisiert. Sein Gegner ist dagegen weiterhin bemüht, Abstand zwischen sich und die Abstiegszone zu bringen. Derzeit sind es zwar fünf Zähler, aber nachdem der Eintracht beim turbulenten 3:4 gegen Norderstedt den Befreiungsschlag verpasste, käme ihr ein Erfolg beim BSV gerade recht. Immerhin: Das Hinspiel war mit 2:1 an die Braunschweiger gegangen.

Goslarer SC – ETSV Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr)

Was genau war los und wie konnte es dazu kommen? Beim GSC rätselt man noch immer über die 0:8-Niederlage in Oldenburg. Wirkt sich nun womöglich aus, dass der Verein sich derzeit nicht in der Lage sieht, die Lizenzauflagen der 3. Liga zu erfüllen? Gleich nach der Entscheidung hatte Trainer Mario Block jedenfalls bekannt, dass die Moral seiner Mannschaft „im Keller“ sei. Nach der Partie in Oldenburg meinte er konsterniert: „Das war eine Frechheit. Ich werde mir diese Leistung nicht gefallen lassen und der Mannschaft nächste Woche nicht viel Freude bereiten.“ Nun besteht gegen den Gast aus Flensburg jedenfalls die Chance zur Rehabilitierung – in doppelter Hinsicht. Denn im Hinspiel hatte der GSC mit 2:3 gegen Weiche verloren.

SV Meppen – SV Eichede (Sa., 16.30 Uhr)

Die Abstiegskandidaten geben sich derzeit die Klinke in die Hand in Meppen. Eine Woche nach dem 2:0 über den VfR Neumünster (16.) ist nun das Schlusslicht zu Gast. An der Favoritenstellung des Gastgebers gibt es dabei keinen Zweifel: Während Meppen nun seit vier Spielen ohne Niederlage ist (1-3-0), wartet Eichede seit 19 Partien auf einen Sieg. Bereits das Hinspiel war mit 2:1 an den SVM gegangen.

Eintracht Norderstedt – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr)

Ein Spitzenspiel, auch wenn die Tabellenplätze von Norderstedt (9.) und Oldenburg (4.) dies nicht gerade hergeben. Aber der Gastgeber ist seit zehn Partien ungeschlagen (5-5-0), der Gast aus Oldenburg drei Spiele in Folge ohne Punktverlust. Vor allem der 8:0-Heimsieg über Goslar am vergangenen Spieltag wirkt natürlich nach. Die Oldenburger reisen jedenfalls mit breiter Brust nach Norderstedt. Das Hinspiel endete mit einem 2:2, und angesichts der starken Formkurven beider Teams scheint ein Remis auch im Rückspiel ein heißer Tipp zu sein. Abzuwarten bleibt allerdings, wie die Niedersachsen den am Dienstag bekanntgegebenen Wechsel ihres Cheftrainers Alexander Nouri in Richtung Werder Bremen verarbeiten können.

Hannover 96 II – TSV Havelse (So., 14 Uhr)

In Hinspiel war das Derby eine klare Sache, es ging mit 2:0 an Havelse. Nun tritt der TSV mit fünf Siegen aus den vergangenen sieben Spielen an (die Niederlagen kassierte er gegen Werder II und Wolfsburg II). Aber auch der Gastgeber feierte zuletzt Erfolge. Dem 5:0 über die Victoria schloss sich am vergangenen Spieltag nämlich ein 2:1-Sieg beim Zweiten in Bremen an. Trainer Sören Osterland machte dabei eine positive Entwicklung aus: „Das Ergebnis interessiert mich gar nicht so sehr, es kommt auf die Leistung an und auf deren Stabilisierung. In den vergangenen Wochen mehren sich die Dinge, die funktionieren, aber wir sind noch lange nicht am Ende unseres Weges."

VfR Neumünster – VfL Wolfsburg (So., 15 Uhr)

Weil der Verfolger Werder II erst am kommenden Dienstag antritt, kann der Spitzenreiter aus Wolfsburg seinen Vorsprung zumindest vorerst auf sieben Punkte ausbauen. Der Gegner wartet jedenfalls seit elf Partien auf einen Sieg (0-3-8) und scheint nicht gerade als Stolperstein geeignet. Aber was heißt das schon? Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Wolfsburger Reserve beim mühsamen 2:1 in Cloppenburg feststellen müssen, dass eine deutliche Favoritenstellung auf dem Rasen auch nicht hilft. VfL-Coach Valérien Ismaël: „Wir wussten vorher, dass es ein schwieriges Spiel werden und dass uns Cloppenburg alles abverlangen würde.“ Für die nötige Spannkraft sollte auch die Erinnerung ans Hinspiel sorgen – es ging mit 3:0 an Neumünster.

 

(Text: Stefan Freye)

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