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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 4. Spieltag

Vierte Runde - fast komplett

(Foto: hansepixx.de)

Mit acht Partien setzt die Regionalliga Nord den Spielbetrieb an diesem Wochenende fort. Am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) folgt dann der Nachzügler des 4. Spieltags, das „kleine Derby“ zwischen dem FC St. Pauli II und dem Hamburger SV II im Millerntor-Stadion. Zudem stehen sich am gleichen Tag (19.30 Uhr) der BV Cloppenburg und Eintracht Braunschweig II in einem vorgezogenen Spiel des 6. Spieltags gegenüber.   


ETSV Weiche Flensburg – VfR Neumünster (Sa., 14 Uhr)

Unterschiedlicher könnten die beiden Teams aus Schleswig-Holstein wohl nicht ins Derby gehen: Während der Gastgeber als einzige Mannschaft noch ohne Punktverlust ist und folglich die Spitzenposition belegt, wartet der VfR nach zwei Niederlagen noch auf die ersten Zähler. Zudem ging die Generalprobe für das Duell daneben: Am Mittwoch verlor Neumünster das Halbfinale um den Schleswig-Holstein-Pokal auf eigenen Platz mit 1:3 gegen die Flensburger – und kassierte dabei nicht weniger als drei Rote und Gelb-Rote Karten. Es spricht also nicht viel für den VfR. Oder anders formuliert: Es bestehen beste Voraussetzungen für eine Überraschung.

Goslarer SC – Hannover 96 II (Sa., 15 Uhr)

Ein unterhaltsames 3:3 hatten sich diese Teams zu Beginn der vergangenen Saison in Goslar geliefert. Heute wie damals scheint 96 II mit leichten Anlaufproblemen zu kämpfen. Denn die 3:4-Heimniederlage gegen St. Pauli II passte so gar nicht ins Konzept von Trainer Sören Osterland. Er erwartet nun eine Steigerung von seiner Elf: „In Goslar können wir uns auf knackige Zweikämpfe einstellen und müssen mit einer ganz anderen Körperspannung als gegen St. Pauli auftreten.“ Tatsächlich ist der GSC, derzeit Tabellendritter, bislang sehr ordentlich gestartet. Nach dem 3:2 in Wilhelmshaven am vergangenen Spieltag ist das Team von Mario Block noch ungeschlagen (2-1-0).

Eintracht Norderstedt – SV Wilhelmshaven (So., 15 Uhr)

Vor dem Spiel warten beide Mannschaften noch auf den ersten Sieg. Während der SVW seine beiden Partien aber jeweils verlor, landete die Eintracht in ihren drei Partien aber wenigstens ein Remis. Zudem kamen die 0:2-Niederlagen in Havelse und Wolfsburg nicht gerade überraschend. Dank des 2:2 gegen Cloppenburg ist Norderstedt auf eigenem Platz hingegen noch ungeschlagen. Ein kleiner Vorteil für die Eintracht?

Werder Bremen II – Eintracht Braunschweig (So., 14 Uhr)

Der Gast darf derzeit als Punktelieferant gelten, eine Schießbude ist die Eintracht keinesfalls. In ihren drei Spielen (0-0-3) kassierte das Team um Trainer Henning Bürger nämlich lediglich 4 Gegentore (0:4). Eine Steigerung ist trotzdem nötig, um diesmal zu punkten. Die Bremer waren beim 3:2 über den SV Eichede zwar überlegen, machten aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Nun muss unbedingt ein Erfolg gegen das Schlusslicht her, um den Start nicht gefährden.

VfB Oldenburg – Victoria Hamburg (So., 15 Uhr)

Dass sie beim 1:3 in Flensburg die ersten Punkte der Saison verloren, nahmen die Oldenburger Kicker gelassen. Angesichts des fünften Tabellenplatzes sind sie auf dem Weg zu einem gelungenen Saisonstart. Bei der Victoria scheint dagegen noch nicht ganz klar, wohin die Reise geht. Dem 1:0 gegen Braunschweig am vergangenen Spieltag war schließlich eine 1:2-Niederlage in Eichede vorausgegangen. In Oldenburg treten die Hamburger jedenfalls nicht in der Favoritenrolle an.

BSV Rehden – VfL Wolfsburg II (So., 15 Uhr)

Nach vier Punkten aus zwei Spielen geht auch der BSV Rehden gelassen ins Spiel: Das alles überstrahlende Pokalspiel gegen die Bayern (0:5) hat offenbar keine negativen Folgen für die Leistung in der Liga. Zudem gelangte der BSV am Mittwoch dank des 1:0-Erfolgs über den BV Cloppenburg ins Halbfinale des NFV-Pokals. Auf Kurs, aber längst nicht zufrieden ist man beim Tabellenzweiten in Wolfsburg. Die Leistung beim jüngsten 2:0-Sieg über Norderstedt hatte Trainer Valérien Ismaël nämlich überhaupt nicht gefallen. Das ließ er seine Mannschaft in dieser Woche wissen. „Sicherlich war es für die Spieler recht ungewohnt, dass sie sich trotz des Erfolges einige kritische Dinge anhören mussten. Auf jeden Fall haben wir die Partie analysiert und ausgewertet. Ich wünsche mir, dass wir immer so wie zu Beginn der zweiten Halbzeit agieren. Das war mein Appell an die Mannschaft und zugleich Warnung, dass wir nicht denken sollen, es wäre schon etwas erreicht“, so Ismaël. In der vergangenen Spielzeit war der VfL II in Rehden lediglich zu einem 2:2-Remis gekommen.

SV Meppen – BV Cloppenburg (So., 15 Uhr)

Mit einem 3:0-Heimsieg endete das Duell im vergangenen Mai. Vermutlich wäre man beim SV Meppen durchaus mit einer Wiederholung dieses Resultats einverstanden. Die Emsländer scheinen derzeit auch auf dem richtigen Weg zu sein. Der Auftakt war beim 1:0 über Werder gelungen, und bei der 1:4-Niederlage in Havelse lieferte der SVM in Unterzahl immerhin eine engagierte Leistung. Beim BVC schlossen sich der 1:2-Auftaktniederlage gegen Goslar die Remis gegen Norderstedt (2:2) und Rehden (1:1) an. Noch wartet Cloppenburg also auf den ersten Sieg der Saison. Sollte er im Derby gelingen, würde sicher doppelt gefeiert.

SV Eichede – TSV Havelse (So., 15 Uhr)

Die 2:3-Niederlage des Gastgebers in Bremen tat der Moral des Aufsteigers gut: Trotz spielerischer Unterlegenheit hatte der SVE seinem Gegner ein spannendes Spiel geliefert. An diese Leistung möchte das Team nun anknüpfen. Ob der TSV, Vizemeister der vergangenen Saison, erneut eine herausragende Rolle spielen wird, steht noch nicht ganz fest. Dank zwei Siegen in drei Partien hat sich Havelse allerdings schon mal relativ weit oben einsortiert. Zuletzt gelang gegen Meppen (4:1) sogar ein deutlicher Erfolg.

 

(Text: Stefan Freye (sfy))

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