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Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Wolfgang Lange im Interview

Nachgefragt bei: Wolfgang Lange, Vereinssprecher der Regionalliga Nord

 

(Foto: hansepixx.de)

Seit Einführung der Regionalliga Nord im vergangenen Jahr fungiert Wolfgang Lange als Sprecher der Vereine. Der 65-Jährige, zugleich stellvertretender Geschäftsführer des TSV Havelse, kennt sich also aus in der vierthöchsten Spielklasse, die am kommenden Freitag (19 Uhr) mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem BV Cloppenburg und dem Goslarer SC in die neue Saison startet.

 Der Sprecher Vereine der Regionalliga Nord Herren Wolfgang Lange

Welche Teams zählen für Sie zu den Favoriten der kommenden Saison?

Schwer zu sagen, denn alle haben aufgerüstet. Sicher wird der VfL Wolfsburg II ganz vorne mitspielen, was dort gemacht wird, hat Hand und Fuß. Daneben dürfte auch Werder Bremen II eine gute Rolle spielen. Andererseits: Wenn ich sehe, wie beispielsweise Rehden und Neumünster aufrüsten – das weiß man vor Saisonbeginn nicht, was dabei herauskommt.

Dann darf sich also die halbe Liga Hoffnungen auf einen Spitzenplatz machen?

Ohne Frage. Ich sehe eine hohe Leistungsdichte und eigentlich keinen Verein, der aus heutiger Sicht bereits prädestiniert erscheint, gegen den Abstiegs zu spielen.

Trotzdem wird es Absteiger geben. Wer kommt dafür in Frage?

Das ist wohl wie in jeder anderen Liga auch: Die Aufsteiger werden es vermutlich wie immer am schwersten haben. Sie sind die Liga noch nicht gewohnt.

Kommen wir mal zum TSV Havelse, ihrem Verein. Welches Saisonziel haben Sie nach zehn Abgängen und dem Verlust von Trainer Andre Breitenreiter ausgegeben?

Wir wollen natürlich wieder oben mitspielen, wenngleich es ist sicher nicht leicht ist, die Verluste zu kompensieren. Aber wir haben Vertrauen in die Arbeit von Christian Benbennek, dem neuen Trainer, und in unsere Mannschaft.

Nach der Vizemeisterschaft dürften die Erwartungen hoch sein in Havelse, oder?

Das ist der Fluch der guten Tat. Wir haben eine überdurchschnittlich gute Saison gespielt, auch mit dem DFB-Pokalsieg gegen Nürnberg. Andererseits: Man kann es doch niemanden verdenken, wenn Trainer und Spieler durch gute Leistungen beim TSV das Interesse anderer Vereine weckt. Das ist letztlich doch auch immer eine Auszeichnung unserer Arbeit.

Kommen wir zu Ihrer Arbeit als Sprecher der Regionalligavereine. Sie wurden in dieses Amt gewählt und verfügen über einen Sitz im NFV-Präsidium. Wie definieren Sie Ihre Aufgabe?

Als Mittler. In erster Linie bin ich der Interessenvertreter der Vereine gegenüber dem Norddeutschen Fußballverband, gleichzeitig sehe ich mich aber auch als Mediator zwischen dem Verband und den Vereinen.

Und wie stellt sich dem Sprecher der Vereine die Situation nach der Premierensaison und vor dem zweiten Spieljahr dar?

Ich gehe davon aus, dass die Vereine aus den negativen Beispielen durch den FC Oberneuland und dem VfB Lübeck - wenngleich es dabei entscheidende Unterschiede in den Gründen für die Insolvenzverfahren gab - gelernt haben. Ich bin insgesamt optimistisch und freue mich auf die neue Saison.

(Interview: Stefan Freye (sfy))

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