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Regionalliga Nord der Herren 2014/2015: 2. Staffeltag im Weser-Stadion

Countdown zum Rückrundenauftakt läuft

Noch ist es ein paar Tage hin, ehe die Regionalliga Nord am 7. Februar in die zweite Saisonhälfte startet. Zu tun gibt es in diesen Tagen allerdings bereits eine Menge. So trafen sich Vereinsvertreter, NFV-Spielausschuss und Teile des Präsidiums am 17. Januar zum Staffeltag, um die jüngste Vergangenheit Revue passieren zu lassen und den Ablauf der kommenden Monate zu besprechen.

Im Bremer Weser-Stadion ging es allerdings auch um ein Thema, das Verband und Vereine derzeit sehr beschäftigt. „Noch ist die Tragweite für den Sport nicht hinreichend abgearbeitet“, kommentierte Jürgen Stebani, Vorsitzender des Spielausschusses, etwa die Einführung des Mindestlohnes. Dass in dieser Hinsicht große Unsicherheit bei den Regionalligaklubs herrscht, unterstrich auch Vereinssprecher Wolfgang Lange. Eugen Gehlenborg kündigte die Unterstützung des Verbandes bei der Klärung der offenen Fragen an. „Die Politik hat beim Mindestlohn doch an ganz andere Fälle gedacht“, betonte der NFV-Präsident.

Besteht hinsichtlich der Geltung des Mindestlohnes für Regionalligavereine und ihre Mitarbeiter noch Klärungsbedarf, stehen die Zahlen der vergangenen Monate allerdings fest. Dabei durfte August-Wilhelm Winsmann, Vorsitzender der Sicherheitskommission, auf deutlich bessere Zuschauerzahlen hinweisen. Hatten in der Hinrunde der vergangenen Saison nur rund 600 die Partien durchschnittlich beobachtet, so waren es in dieser Spielzeit etwa 750. Die Rückkehr des VfB Lübeck in die vierthöchste Spielklasse sowie die ungewöhnlich große Unterstützung von Hannover 96 II durch die Fans des Vereins gelten als wesentliche Gründe des Aufschwungs. Doch mit dem neuen Licht zog auch ein neuer Schatten ein in die Regionalliga. Denn mehr Zuschauer bedeuteten in diesem Fall auch einen leichten Anstieg bei Straftaten und Einsatzzeiten von Polizeibeamten und Ordnern. Den Vergleich mit anderen Regionalligen – ein wichtiger Maßstab für die Einordnung der Zahlen - hält die Staffel Nord aber nach wie vor Stand. „Unsere Zahlen sind in dieser Hinsicht alles andere als beängstigend“, so Winsmann.

Durchweg zufrieden war Wilfried Heitmann, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses, der sich einmal mehr bei den Vereinen für die Zusammenarbeit bedankte. Das positive Verhältnis zwischen den Beteiligten führte Heitmann auch auf die guten Leistungen der Unparteiischen zurück. Ohne die hohe Qualität ihrer Arbeit wäre das konstruktive Miteinander in dieser Form nicht möglich.

Fortschritte im Bereich Vermarktung der Liga kündigte NFV-Geschäftsführer Stefan Lehmann an. So werden die Vereine ab der kommenden Saison zur Bereitstellung eines Livetickers über die Plattform fussball.de verpflichtet, und auch das „Regionalliga Nord-TV“ wird eine Zukunft haben. Zudem möchte der NFV nun in jedem Jahr eine „Managertagung“ anbieten, um aktuelle Fragestellungen, strukturrelevante Dinge und andere, die Liga betreffende Themen ausführlich behandeln zu können.

 

(Text und Foto: Stefan Freye)

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