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Regionalliga Nord der Herren 2014/2015: Nachgefragt bei Hans-Ludwig Meyer

„Hier fühlt sich der gehobene Amateurfußball wohl“

Gut vertreten war Schleswig-Holstein auch in der vergangenen Regionalliga. Mit dem VfB Lübeck kehrte nun aber ein weiteres Aushängeschild dieses Landesverbandes in die Spielklasse zurück. Kein Wunder, dass Hans-Ludwig Meyer, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes und NFV-Vize, durchaus optimistisch in die kommende Spielzeit blickt.

 

(Hans-Ludwig Meyer, 1. Vizepräsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes)

 

Deutschland ist im WM-Fieber. Welche Auswirkungen wird der Titel für die Regionalliga Nord haben?

Direkt sicher keine Auswirkungen, aber der Schwung des Weltmeistertitels wirkt sich auf den ganzen Fußball und so auch auf den Spielbetrieb der Regionalliga Nord aus.

Ganz unabhängig von positiven Effekten gilt die Regionalliga Nord bereits als Erfolgsmodell. Worin liegt aus Ihrer Sicht der Vorteil dieser Spielklasse?

Ich teile unumwunden diese Meinung und kann diese ganze Diskussion, wieder auf drei Regionalligen zurückzugehen, überhaupt nicht teilen. Wir sind damals diesen Weg, fünf Regionalligen zu installieren, gemeinsam mit der Liga gegangen - mein Vorschlag war allerdings, sechs Regionalligen zu etablieren, Baden-Württemberg, Hessen und Südwest ist für mich zu groß. Die gute alte Regionalliga Nord haben wir jedenfalls wieder, hier fühlt sich der gehobene Amateurfußball wohl, und sie dient gegebenenfalls als Sprungbrett zur dritten Liga.

Was kann sich noch verbessern?

Nur eines: Wir müssen einen Weg zum direkten Aufstieg der Regionalligameister finden. Ansonsten lief die letzte Regionalligasaison Nord wie geschnitten Brot. Ein schweres Unterfangen ist die Vermarktung der Liga, es ist schwer, einen Partner für ganz Norddeutschland zu finden.

Im vergangenen Jahr dominierten am Ende die Teams von Wolfsburg II und Werder II. Welche Mannschaften erwarten Sie in der neuen Saison ganz vorn?

Natürlich auch diese Mannschaften, ich bin übrigens ein Fan von 2. Mannschaften, weil der Nachwuchs der Lizenzmannschaften einen guten Ball spielt. Ich würde auch zu einer Änderung kommen wollen, dass 2. Mannschaften von Drittligisten durchaus in der Regionalliga spielen dürften. Meine Favoriten sind Weiche Flensburg, Meppen und der VfB Lübeck.

Wie werden sich die Aufsteiger schlagen?

Der VfB Lübeck wird ganz vorn zu finden sein.

Gibt es aus Ihrer Sicht ein, zwei Kandidaten auf den Titel des Überraschungsteams?

TSV Havelse und, wie gesagt, der VfB Lübeck.

Worauf freuen Sie sich am meisten vor der neuen Saison?

Auf die Ortsderbys in der Regionalliga im Bereich Schleswig-Holstein. Das Ganze beginnt mit dem schleswig-holsteinischen Derby Norderstedt gegen den VfR Neumünster.

 

(Das Interview führte Stefan Freye)

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