Mit acht Partien (Werder II – Cloppenburg musste verlegt werden) startete die Regionalliga am Wochenende in die neue Saison. Während die Hälfte der Spiele mit einem Unentschieden endete, gab es jeweils zwei Heim- und zwei Auswärtssiege.
Eine runde Sache war auch das Eröffnungsspiel der Liga am Freitag im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion. Vor der Partie der Eintracht gegen den VfR Neumünster richteten NFV-Präsident Eugen Gehlenborg, Staffelleiter Jürgen Stebani sowie die Klubpräsidenten Reenald Koch (Norderstedt) und Detlef Klusemann (Neumünster) ein paar Worte an die Zuschauer (Rekordkulisse in Norderstedt: 1109). Der Tenor: Auf die Beteiligten wartet eine spannende Saison mit einem weitgehend ungewissen Ausgang.
FC Eintracht Norderstedt – VfR Neumünster 2:1 (1:0)
In einer ausgeglichenen ersten Hälfte legte Eintrachts neuer Stürmer Sinisa Veselinovic nach einem schönen Solo den Grundstein zum Heimsieg (34.). Im zweiten Durchgang gelang Norderstedts Joker Jan Lüneburg nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung der zweite Treffer (80.). Erst in der Nachspielzeit kam Christopher Kramer zum ersten Tor des VfR – zu spät, die neue Anzeigetafel im Edmund-Plambeck-Stadion zeigte am Ende einen Heimsieg an.
Bilder zur Eröffnung in Norderstedt und zum Spiel VfB Lübeck - SV Meppen sehen sie in der Rubrik "Regionalliga Nord TV".
VfL Wolfsburg II – BSV Schwarz-Weiß Rehden 3:2 (2:0)
Knapp, aber nicht unverdient gewann der Titelverteidiger seinen Auftakt. Im Duell der Neutrainer Thomas Brdaric (Wolfsburg) und Andreas Petersen (Rehden) legte der Gastgeber durch die Treffer von Robert Herrmann (18.) und Bastian Schulz (35.) bis zur Pause vor, ehe Kevin Artmann gleich nach dem Wechsel per Foulelfmeter den Anschluss herstellte (49.). Beinahe postwendend gelang Dino Medjedovic allerdings der dritte Treffer des VfL (52.), und deshalb reichte den Gästen auch ihr zweites Tor durch Abwehrspieler Stefan Heyken (81.) nicht.
ETSV Weiche Flensburg – FC St. Pauli II 0:0
Tore gab es nicht in diesem Spiel, zu sehen aber eine Menge. In der Pause musste Schiedsrichter André Schönheit (Lüneburg) die Spielleitung verletzungsbedingt an seinen Assistenten Timo Röntsch (Seevetal) abgeben. Der Ersatzmann verhängte dann kurz vor Schluss eine Gelb-Rote Karte für Paulis Andrey Startsev nach einem Handspiel (84.) und entschied auf Strafstoß. Den vergab Florian Meyer allerdings, indem er an der Unterkante der Latte scheiterte (85.).
Goslarer SC – Hamburger SV II 0:4 (0:2)
Doppeltorschütze Nico Charrier (27./54.) sowie Mohamed Gouaida (41.) und Matti Ville Steinmann (72.) sorgten für einen deutlichen Auftakterfolg und einen gelungenen Einstand von Neutrainer Joe Zinnbauer. Die rund 650 Zuschauer in Goslar mussten sich am Ende damit trösten, dass sie wenigstens den ersten Tabellenführer dieser Saison erlebt hatten.
VfB Lübeck – SV Meppen 0:2 (0:1)
Dem Aufsteiger wird eigentlich von allen Seiten eine ordentliche Saison zugetraut. Doch der SV Meppen, in den Augen vieler Experten zumindest ein Mitfavorit, war offenbar zu stark für den VfB. Der Gast stellte die Weichen dank der Treffer von Max Kremer (7., FE) und Viktor Maier (35.) jedenfalls früh auf Sieg. „Die Mannschaft ist sehr souverän aufgetreten und hat kaum Chancen des Gegners zugelassen. Ich bin sehr zufrieden“, meinte SVM-Trainer Christian Neidhart denn auch. Immerhin geriet der Auftakt aber zu einem Erfolg hinsichtlich der Zuschauer: Rund 2000 Besucher sorgten für eine tolle Kulisse.
TSV Havelse – FT Braunschweig 0:0
Ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen für den Gastgeber. Aber immerhin: Dank der Nullnummer gegen den Aufsteiger ist der TSV Havelse nun seit dem Oktober 2013 im eigenen Stadion ungeschlagen. Noch ungeschlagen nach dem Remis zum Auftakt sind auch die Freien Turner aus Braunschweig – und das ist für sie sicher ein Erfolg.
Lüneburger SK Hansa – Eintracht Braunschweig II 2:2 (2:1)
Auch der zweite Aufsteiger kam zu einem Punktgewinn – auch wenn der sich erst einmal nicht so anfühlte für die Lüneburger. Denn die Eintracht aus Braunschweig glich dank des Treffers von Taskin Ilter erst in der Schlussminute aus (90.). Zuvor hatten die Gastgeber nach Treffern von Nico Hübner (6.) und Muhamed Alawie (45.) - bei einem Braunschweiger Gegentor durch Haris Huseni (12.) - sehr lang mit 2:1 geführt. Ausgezeichnet hatte sich in dieser Phase vor allem LSK-Keeper Maximilian Wulf, der einen Foulelfmeter von Nils Göwecke parierte (44.).
VfB Oldenburg – Hannover 96 II 1.1 (1:1)
Gleich 2428 Zuschauer wollten den ersten Auftritt des VfB Oldenburg um seinen neuen Trainer Kristian Arambasic sehen – und erlebten erst einmal, wie der Gast durch Can Tuna in Führung ging (17.). Ein Foulelfmeter von Malte Grashoff stellte jedoch schon bald den Ausgleich und sogar den Endstand her (25.). Zuvor hatte Hannovers Philipp Blume nach der Notbremse, die zum Strafstoß geführt hatte, eine Rote Karte gesehen (24.). Selbst eine rund 60-minütige Überzahl nutzte dem VfB also nichts.
(Text: Stefan Freye)