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Regionalliga Nord der Herren 2014/2015: So lief der 13. Spieltag

Mit Energie zum Sieg - Spitzenteams gewinnen in Unterzahl

(Foto: hansepixx.de)

Die Moral stimmt offenbar in dieser Spielklasse. Mit dem VfL Wolfsburg II (4:2 gegen FT Braunschweig) und dem Hamburger SV II (2:1 in Neumünster) gelang es am 13. Spieltag der Regionalliga Nord gleich zwei Mannschaften, in Unterzahl zu gewinnen.

Eintracht Braunschweig II – Goslarer SC 2:2 (1:1)

Beide Teams waren mit einer positiven Serie in dieses Duell gegangen, und keine ist gerissen: Die Eintracht hat nun seit vier Partien nicht mehr verloren, Goslar blieb zum dritten Mal unbesiegt – alle Spiele unter Interimstrainer Slavomir Lukac. Dabei waren die Gäste durch Alexander Ludwig sogar in Führung gegangen (35.), bevor der Doppelpack von Gerrit Holtmann (39./54.) die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Gastgeber gedreht hatte. Der eingewechselte Rico Gladrow sicherte seiner Mannschaft schließlich das Remis (76.) - und verhinderte den dritten Eintracht-Sieg in Folge.

Hannover 96 II – SV Meppen 3:0 (1:0)

Lediglich einen Punkt aus drei Partien hatte 96 II zuletzt gewonnen – und nun landete das Team einen souveränen 3:0 (1:0)-Heimerfolg. Für den Gastgeber hatte Mike-Steven Bähre zunächst die frühe Führung erzielt (16.), ehe Sebastian Ernst (73.) und Kevin Krottke (80.) in der Schlussphase nachlegten. Während 96 II mit dem sechsten Saisonsieg auf den fünften Rang kletterte, blieb der SVM auf Rang neun.

VfL Wolfsburg II – FT Braunschweig 4:2 (4:0)

Eine tolle Moral und offenbar auch eine ordentliche Portion spielerischer Überlegenheit der Wolfsburger entschieden dieses Derby. Obwohl der Gastgeber nach der Roten Karte gegen Ioannis Masmanidis (13., Tätlichkeit) frühzeitig in Unterzahl geriet, baute er das Ergebnis von 1:0 (4. Affane, FE) bis zur Pause auf 4:0 aus. Den Treffern von Albion Avdijaj (23./37.) und Marvin Kleihs (44.) folgten nach dem Wechsel allerdings die Braunschweiger Tore von Ersin Arayici (53.) und Philipp Stucki (69.). „Es war klar, dass die Leistungsfähigkeit mal sinkt, wenn man so lange mit einem Spieler weniger spielt. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen. Es war ein schweres Spiel für uns, aber der 4:2-Sieg ist dennoch verdient“, fasste VfL-Coach Thomas Brdaric zusammen.

FC St. Pauli II – TSV Havelse 1:1 (1:0)

Der Sieger hätte in die Spitzengruppe springen können, und deshalb ist diese Remis fast schon folgerichtig. Dank der Führung von Erdogan Pini (40.) waren die Hamburger mit einem 1:0 in die Pause gegangen. Doch kurz nach dem Wechsel glich Havelses Denis Wolf zum Endstand aus (55.). Für Trainer Remigius Elert war das zu wenig: „Wir können aufgrund des Ergebnisses nicht zufrieden sein und haben heute eindeutig zwei Punkte liegen lassen.“

BV Cloppenburg – FC Eintracht Norderstedt 2:1 (1:0)

Der BVC hatte vor dem Duell vier Partien nicht gewonnen, die Eintracht wartete gar seit fünf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn. Ein leichter Vorteil lag also auf Seiten Cloppenburgs, und so landete der Gastgeber folglich einen Heimsieg. Dabei hatte der Gast nach dem Foulelfmeter von Philipp Koch (39.) bis in die Schlussphase hinein geführt. Erst die Treffer von Gerrit Thomes (77.) und Tim Werke (80.) sorgten für die Wende und führten den BVC auf Rang 16.

Werder Bremen II – VfB Oldenburg 4:0 (2:0)

Lediglich in der Anfangsphase trat der Gast stark auf und machte Werder II „das Leben schwer“ (VfB-Trainer Kristian Arambasic). Mit dem Doppelschlag durch Levent Aycicek (22./34.) änderte sich das Derby, denn nun gab Werder den Ton an. Die Treffer von Oliver Hüsing (49.) und Janek Sternberg (90., FE) sicherten dem Tabellenzweiten schließlich einen verdienten Heimerfolg. „Wenn die Mannschaft 4:0 gewinnt, habe ich wenig zu meckern. Hier und da müssen wir uns noch verbessern, aber ich bin ich natürlich zufrieden“, meinte Werder-Coach Viktor Skripnik.

VfR Neumünster – Hamburger SV II 1:2 (1:0)

Dank einer Energieleistung gewann der Spitzenreiter auch das zwölfte seiner 13 Spiele. Nach der Führung durch Neumünsters Christopher Kramer (10.) und der Roten Karte für HSV-Kicker Dongsu Kim (29., Notbremse) hatte noch Vieles nach einem Heimsieg ausgesehen. In der Schlussphase schlug der Gast aber zurück: Matti Steinmann (79.) und Said Benkarit (80.) drehten die Partie, und dann wurde der Gastgeber durch die Rote Karte für Bodo Bönigk (90., Grobes Foulspiel) ebenfalls dezimiert.

Lüneburger SK Hansa – ETSV Weiche Flensburg 1:0 (0:0)

Der LSK sendete eine Botschaft an alle Zweifler: Die drei Siege in Folge waren mehr als ein Zwischenhoch des Aufsteigers, das Team hat offenbar eine Entwicklung hinter sich und steht nun kurz vorm Anschluss ans Mittelfeld der neuen Liga. Dank des Treffers von Björn Schlottke (61.) gelang dem Gastgeber jedenfalls der vierte Sieg aus den vergangenen fünf Partien. Da kam es auf den verschossener Foulelfmeter - ETSV-Torhüter Florian Kirschke parierte gegen Muhamed Alawie (86.) - gar nicht mehr an. Der ETSV Weiche blieb dagegen nach zwei Siegen in Folge erstmals ohne Punkte.
 

BSV "Schwarz-Weiß" Rehden – VfB Lübeck 0:2 (0:1)

Die Treffer von Marcello Meyer (44.) und Moritz Marheineke (86., FE) beendeten jede Hoffnung auf den zweiten Sieg im sechsten Spiel auf eigenem Platz. Zudem brachte die Niederlage den BSV in der Tabelle natürlich auch nicht voran. Im Gegenteil: Rehden belegt nun Rang 17. Deutlich weiter vorn hat sich der VfB Lübeck einsortiert, der Aufsteiger festigte mit seinem zweiten Auswärtserfolg den siebten Rang.

 

(Text: Stefan Freye)

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