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Regionalliga Nord der Herren 2014/2015: So lief der 22. Spieltag

Viele unerwartete Ergebnisse am 22. Spieltag

(Foto: hansepixx.de)

Platztausch an der Spitze: Weil der HSV II auch das fünfte Spiel in Folge verlor, sicherte sich Werder II den Platz an der Sonne – eine Woche vor dem direkten Duell an der Elbe. Die erneute Niederlage der Hamburger war allerdings nicht das einzig überraschende Ergebnis am 22. Spieltag.

VfL Wolfsburg II – SV Meppen 3:0 (1:0)

Noch sind es drei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze, mittlerweile besetzt von Werder Bremen II. Doch den Vorsprung vor seinem Verfolger hat der VfL dank des glatten Heimsiegs erst einmal auf komfortable sieben Zähler ausgebaut. „Meppen war der erwartet unangenehme Gegner. Wir wollten ihn nicht ins Spiel kommen lassen, haben in der zweiten Halbzeit etwas nachgelassen, konnten die Möglichkeiten der Meppener aber bereits im Keim ersticken“, meinte Trainer Thomas Brdaric zufrieden. Die Defensive des Gastgebers stand also gut, und auch nach vorn entwickelte der Tabellendritte immer wieder Torgefahr. Am Ende besiegelten die Treffer von Bastian Schulz (16.) und Dragan Erkic (83./87.) den Heimerfolg – und den dritten Wolfsburger Sieg in Folge.

SV Werder Bremen II – VfR Neumünster 4:2 (2:0)

Mit dem Gastgeber setzte sich zwar die spielerisch stärkere Mannschaft durch. Doch der VfR durfte nach diesem Spiel durchaus zufrieden sein. „Eine unglückliche Niederlage“, fand Trainer Uwe Erkenbrecher. Seine Mannschaft war zwar ersatzgeschwächt angetreten, lieferte aber einen sehr ordentlichen Auftritt ab und machte dem neuen Spitzenreiter das Leben schwer. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch die Treffer von Christopher Kramer (55.) und Michel Harrer (57.) entsprach deshalb auch dem Spielverlauf. Unterm Strich, nach einer Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt, setzte sich Werder aber dank der Tore von Marcel Hilßner (40., FE), Florian Grillitsch (45.), Florian Bruns (70.) und Max Wegner (80.) durch und sprang angesichts des zweiten Sieges im zweiten Spiel des Jahres an die Tabellenspitze. Der Gast wartet dagegen seit sechs Begegnungen auf einen dreifachen Punktgewinn, sollte aus dem Auftritt in Bremen aber eine Menge Selbstbewusstsein schöpfen. „Es war das erwartet schwere Spiel, wir mussten ein sehr dickes Brett bohren“, so Werder-Coach Alexander Nouri anerkennend.

BV Cloppenburg – Hannover 96 II 1:1 (1:0)

Bitteres Remis für den Gastgeber: Beim 1:1 (1:0) gegen 96 II kassierte der BVC den Ausgleich erst in letzter Minute. Zunächst hatte Gerrit Thomes die Gastgeber früh in Führung gebracht (6.). Danach sah es sehr lange nach einem Erfolg der Platzherren aus. Erst ein verwandelter Foulelfmeter von Hannovers Mike Steven Bähre (90.) sorgte für den späten Endstand. Während Cloppenburg damit immerhin den vierten Punkt im zweiten Spiel des Jahres gewann, beendete 96 eine Serie von vier Niederlagen.

Eintracht Braunschweig II – FC St. Pauli II 2:0 (0:0)

Das fünfte Spiel ohne Niederlage für die Eintracht: Der Treffer von Niclas Erlbeck kurz nach der Pause (47.) sowie ein Eigentor von Gäste-Keeper Svend Brodersen (90.+3)  besiegelten den Heimsieg. Während der Gastgeber damit auf Rang vier sprang, belegen die Hamburger nach wie vor den zehnten Platz. In den zwei Spielen dieses Jahres gab es bislang nichts zu holen für St. Pauli. Der Gast verlor zudem Profileihgabe Tom Trybull mit einer Gelb-Roten Karte(90.).

BSV "Schwarz-Weiß" Rehden – FT Braunschweig 2:1 (0:1)

Das ist noch mal gut gegangen. Nach dem Treffer von Philipp Stucki (40.) führte der Gast die Partie zur Pause überraschend an. Doch statt des ersten Braunschweiger Sieges im ersten Spiel des Jahres gab es die Wende: Die Tore von Marcel Stutter (64.) und Danny Arend (74.) drehten das Duell und sicherten dem BSV den ersten Sieg nach zwölf Begegnungen ohne dreifachen Punktgewinn. Dagegen musste Braunschweig die Partie nach der Gelb-Roten Karte gegen Dominik Franke (87.) in Unterzahl beenden.

FC Eintracht Norderstedt – Goslarer SC 2:0 (1:0)

Auf eigenem Platz ist die Eintracht eine Macht. Beim 2:0 (1:0) gelang Norderstedt bereits der fünfte Heimsieg in Folge. Die Treffer von Clifford Aniteye (5.) und Hamajak Bojadgian (47.) stellten das Ergebnis sicher. Diesmal trafen also ausnahmslos Abwehrspieler, und danach stand fest: Norderstedt war tatsächlich nicht der richtige Gegner für den Goslarer Saisonauftakt. Der GSC hatte am Wochenende seinen Einstand gefeiert, weil sein Auftakt zuvor ausgefallen war.

ETSV Weiche Flensburg – TSV Havelse 0:0

Ein folgerichtiges Resultat: Flensburg (23 Gegentore) und Havelse (24) zählen zu den defensivstärksten Teams der Liga. Also neutralisierten sie sich im direkten Duell gegenseitig. Am Ende werden beide Mannschaften mit diesem Ergebnis leben können. Havelses Benjamin Halstenberg wird das Spiel dagegen in unangenehmer Erinnerung behalten. Er sah wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte (85.).

Lüneburger SK Hansa – Hamburger SV II 3:1 (0:1)

So unglaublich die Siegesserie in der Hinrunde gewesen war, so überraschend mutet nun dieser Negativlauf an: Beim LSK kassierte der HSV bereits die fünfte Niederlage in Folge. "Wir haben in der Schlussphase alles versucht und wurden leider nicht belohnt", meinte HSV-Coach Daniel Petrowsky enttäuscht. Sein Team war vor 1507 Zuschauern zwar durch Ahmet Arslan in Führung gegangen (25.). Doch nach der Pause drehten Björn Schlottke (59.), Hedon Selishta (81.) und Mazan Moslehe (88.) das Ergebnis. Weshalb der HSV auch die Tabellenführung an Werder Bremen II verlor. Am kommenden Spieltag empfängt er seinen Rivalen nun zum direkten Duell an der Elbe.

VfB Oldenburg – VfB Lübeck 0:1 (0:0)

Rund 1200 Zuschauer wollten sich das Duell der beiden VfB nicht entgehen lassen – und wurden mehrheitlich enttäuscht. Denn der Gastgeber ging nach dem späten Treffer von Lübecks Stefan Richter (74.) mit einer Niederlage vom Platz. Der Gast belegt nach dem dritten Sieg in Folge den neunten Rang, mit Kontakt zum erweiterten Spitzenkreis. Dagegen fiel der Oldenburger VfB auf den 13. Platz zurück, sechs Punkte vor einem Abstiegsplatz.

 

(Text: Stefan Freye)

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