News

Regionalliga Nord der Herren 2014/2015: So lief der 32. Spieltag

Nun sitzt wieder der VfL II dem Bremer Spitzenreiter im Nacken

(Foto: hansepixx.de)

Das wird spannend: Zwei Spieltage vor dem Saisonende wird das Spitzenduo der Regionalliga Nord nur durch einen Zähler getrennt. Am Tabellenende dürfen sich der Goslarer SC (16.) und der VfR Neumünster (17.) noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen – größer sind ihre Chancen allerdings nicht geworden.

FC St. Pauli II – FC Eintracht Norderstedt 2:1 (1:1)

So geht ein Auswärtsspiel in Norderstedt: Weil St. Paulis Reserve die eigenen Heimspiele auf der Anlage der Eintracht austrägt, hatte eigentlich der Gast das Heimrecht. Zum Sieg reichte es trotzdem nicht. Zwar hatte Yayar Kunath für die Führung gesorgt (41.), doch Paulis Thorben Uphoff glich noch vor der Pause aus (45.). Obwohl Jungprofi Tom Trybull in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (52.), landete Kwasi Okyere Wriedt den Siegtreffer des „Gastgebers“ (55.). Der sportliche Klassenerhalt ist St. Pauli II damit nicht mehr zu nehmen. Endgültig in Sicherheit sind die Kiez-Kicker aber noch nicht. Sie behalten ihren Platz in der Regionalliga Nord nur, wenn die eigenen Profis in der 2. Bundesliga bleiben.

Hannover 96 II – Goslarer SC 3:0 (0:0)

Immerhin einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt unternahm die Reserve von Hannover 96. Dank des 3:0-Heimsiegs brachten die Niedersachsen stolze sechs Punkte zwischen sich und dem ersten Abstiegsplatz, der weiterhin durch den GSC markiert wird. Zudem weisen sie ein um 15 Treffer besseres Torverhältnis auf. Nachdem Kevin Krottke für 96 II getroffen hatte (57.), legten Alexandros Panagiotidis (87.) und der erst kurz zuvor eingewechselte Tobias Fölster (90.) in der Schlussphase nach.

SV Meppen – FT Braunschweig 1:0 (0:0)

Sie lassen nicht nach: Obwohl die FT Braunschweig seit einigen Wochen als sportlicher Absteiger feststeht und auch auf einen Lizenzantrag für die kommende Saison verzichtet hatte, bleiben die Niedersachsen ein ernstzunehmender Gegner. In Meppen erzielte Braunschweig zwar zum vierten Mal in Folge keinen Treffer, doch dem Gastgeber gelang durch Daniel Latkowski (53.) auch nur das eine Tor zum 1:0-Sieg.

BSV „Schwarz-Weiß“ Rehden – VfB Oldenburg 1:1 (0:1)

Die Punkteteilung dürfte beiden Mannschaften weitergeholfen haben. Der BSV blieb nach zwei Niederlagen in Folge unbesiegt und geht nun mit fünf Punkten Vorsprung in die beiden letzten Spieltage. Dagegen machte der VfB sogar einen Haken unter den Klassenerhalt, er wird angesichts eines Polsters von sieben Zählern sicher auch in der kommenden Regionalliga Nord starten. Durch Alessandro Ficara waren die Gäste früh in Führung gegangen (8.), doch in der Schlussphase glich Moses Lamidi für Rehden aus (79.).

Hamburger SV II – TSV Havelse 0:2 (0:1)

Wenige Tage nach dem Sieg über Werder Bremen II hat sich der HSV wohl wieder aus dem Titelrennen verabschiedet. Die Hamburger gehen nun mit drei Punkten Rückstand in die verbleibenden zwei Saisonspiele. Aufgeben will Trainer Rodolfo Cardoso allerdings nicht: "Leider konnten wir an die Leistung aus dem Bremen-Spiel am Mittwoch nicht anknüpfen. Dennoch werden wir in den letzten beiden Partien alles probieren." Havelses Denis Wolf hatte den Gast in Führung gebracht (14.), im zweiten Durchgang legte Erhan Yilmaz nach (65.). Kurz zuvor hatte Dongsu Kim nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen (63.).

SV Werder Bremen II – Lüneburger SK Hansa 2:2 (1:1)

Der Spitzenreiter lief zwei Mal einem Rückstand hinterher: Stefan Wolk (7.) und Oliver Ioannou (55.) hatten den LSK jeweils in Führung gebracht, Marcel Hilßner (13.) und Enis Bytyqi (58.) glichen aus. „Die Mannschaft hat sich hier heute sehr viel vorgenommen. Auch wenn einige sicher enttäuscht sind, ist das Ergebnis okay. Wir haben zweimal nach den Rückständen geantwortet - die Moral und die Entschlossenheit stimmen“, so Werder-Coach Alexander Nouri. Sein Team habe es nach wie vor selbst in der Hand. Man konnte also leben mit dem einen Punkt, gegen einen starken LSK fehlten ja allein fünf gesperrte Spieler. Dem Gegner gelang zwar kein Befreiungsschlag. Angesichts seiner guten Form dürfte der 15. aber zuversichtlich in das Saisonfinale gehen.

BV Cloppenburg – VfL Wolfsburg II 0:3 (0:2)

Auch wenn die Bremer es gelassen nehmen: Der VfL Wolfsburg II ist der Gewinner des zurückliegenden Spieltages. Die Niedersachsen lösten ihre Aufgabe beim zuletzt so starken BVC mit einem souveränen Auswärtssieg. „Wir haben die Vorgaben heute richtig gut umgesetzt. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, meinte Trainer Thomas Brdaric zufrieden. Seine Mannschaft habe auf die Niederlage gegen Werder in der Vorwoche eine „richtig gute Reaktion“ gezeigt. Doch trotz der Treffer von Albion Avdijaj (17.) und Bastian Schulz (35./78.) - angesichts des Rückstandes von einem Zähler auf die Bremer muss der VfL auf einen weiteren Ausrutscher seines Konkurrenten hoffen. In Cloppenburg wird man ebenfalls mit gespannter Erwartung in die ausstehenden Saisonspiele gehen. Vor dem Duell mit Wolfsburg hatten fünf Spiele ohne Niederlage zwar für ein Polster von vier Punkten vor der Abstiegszone gesorgt. Endgültig gesichert ist der BVC allerdings noch nicht.

Eintracht Braunschweig II – ETSV Weiche Flensburg 0:1 (0:1)

Während Weiche nach vier sieglosen Partien wieder einen dreifachen Punktgewinn landete, wartet die Eintracht nun seit sechs Spielen (0-2-4) auf einen Erfolg. Am 32. Spieltag sorgte Patrick Thomsen nach rund einer halben Stunde für die Entscheidung (32.) - und dafür, dass die Flensburger den fünften Tabellenplatz verteidigten.

VfR Neumünster – VfB Lübeck 1:1 (0:1)

Das Remis im Schleswig-Holstein-Derby brachte den VfR nicht entscheidend weiter: Nach wie vor fehlen vier Zähler zum rettenden Ufer, die Luft wird entsprechend dünner. Immerhin gelang es dem 17. am Wochenende aber, die frühere Lübecker Führung durch Stefan Richter (3.) noch auszugleichen. In der 68. Minute war Christopher Kramer zum Endstand erfolgreich.

 

(Stefan Freye)

Folgen und mehr erfahren:
NordFV bei Facebook NordFV bei Instagram NordFV bei YouTube NordFV Live