Braunschweigs Haris Huseni der Top-Joker
„Goldenes Händchen“: Einen guten Riecher bewies Henning Bürger, U 23-Trainer von Eintracht Braunschweig, bei seinen insgesamt 56 Einwechslungen. Bereits siebenmal zeichnete sich ein Spieler von der Bank als Torschütze für die „Löwen“ aus, die sich außerdem den Titel des „Remis-Königs (insgesamt acht Unentschieden) sicherten. Top-Joker der Eintracht-Reserve ist Haris Huseni. Vier seiner insgesamt sechs Treffer markierte der 22-Jährige nach einer Einwechslung. Platz zwei belegt der Nordersteder Jan Lüneburg. In allen drei Partien, in denen der Angreifer als „Joker“ erfolgreich war, fuhr die Eintracht außerdem einen Sieg ein.
Torjäger-Quartett: Obwohl er wegen einer Rotsperre zumindest zwei Partien verpasst hatte, führt Ahmet Arslan die Torjägerliste der Nord-Staffel an. 13 Mal war der HSV-Zugang (zuvor VfB Lübeck) bei 18 Einsätzen erfolgreich. Dicht dahinter folgt der Bremer Maik Lukowicz (zwölf Treffer). Auf elf Netzeinschläge bringen es Pierre Merkel (VfB Oldenburg), der - wie Arslan - neunmal in der Fremde traf, und Max Kremer. Der Offensivspieler des SV Meppen liegt mit 39 Treffern außerdem an der Spitze der „Ewigen Torschützenliste“ im Norden (seit 2011). Zusammen mit Diego Rodriguez Diaz (sieben Tore) bildet er bei den Emsländern das treffsicherste Sturmduo der Liga.
TSV Havelse: Auf Torwart Meyer ist Verlass
Sicherer Rückhalt: Dass der TSV Havelse trotz vergleichsweise geringer finanzieller Möglichkeiten als Tabellensechster im oberen Drittel dabei ist, verdanken die Garbsener auch ihrem starken Torhüter. Alexander Meyer hielt bei 20 Einsätzen gleich achtmal die „Null“. Die gesamte Mannschaft arbeitet bisher stark nach hinten, aber Alex Meyer ist auch einer der besten Torhüter der Liga und besitzt auch das Potenzial für höhere Aufgaben“, lobt TSV-Trainer Christian Benbennek. Alexander Brunst vom HSV II (14 Einsätze) und Meppens Benjamin Gommert (18) ließen jeweils in sechs Begegnungen keinen Gegentreffer zu.
Sieben Dauerbrenner: Neben Alexander Meyer schafften es auch noch die weiteren Torhüter Marcel Engelhardt (Eintracht Braunschweig II), Neumünsters Ole Springer und Marc Brosius vom Goslarer SC unter die „Dauerbrenner“. Komplettiert wird die Statistik durch drei Feldspieler. Engelhardts Mannschaftskollege Dennis Slamar sowie Maycoll Canizales-Smith (VfB Oldenburg) und Matti Grahle aus dem Kader des Lüneburger SK Hansa standen ebenfalls in allen Partien von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz.
Nur Flensburg kommt ohne Platzverweise aus
Fair geht vor: Neben dem höchsten Heimsieg (7:1 gegen FT Braunschweig) zeichneten sich die Spieler des ETSV Weiche Flensburg bis zur Winterpause auch durch eine faire Spielweise aus. Als einziges Team kam die Mannschaft von ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit, der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor einigen Wochen mit dem Fairplay-Preis ausgezeichnet wurde, ohne Platzverweise aus. Lediglich 30 Gelbe Karten stehen auf dem Konto der Flensburger.
Nehmer-Qualitäten: Von einem Rückstand ließ sich besonders der VfB Lübeck nicht groß verunsichern. Zwölfmal lag der von Denny Skwierczynski trainierte Aufsteiger hinten, verlor dabei aber nur fünf Begegnungen und holte immerhin noch elf Punkte. Jeweils zehn Zähler verbuchten die beiden Lokalrivalen Hamburger SV II und FC Eintracht Norderstedt nach einem Rückstand. Nur geringe Nehmer-Qualitäten bewies der VfL Wolfsburg II (ein Punkt). Noch nie einen Rückstand drehen konnte der VfR Neumünster. 13 Niederlagen stehen für Lila-Weißen um Trainer Uwe Erkenbrecher zu Buche.
(Text: MSPW)