Bei ihm laufen die Fäden des Spielbetriebs zusammen: Jürgen Stebani hat als Vorsitzender des Spielausschusses einen guten Überblick über die Regionalliga Nord und zieht ein positives Fazit des bisherigen Saisonverlaufs.
Was die Sicherheit betrifft, zeigte sich Ihr Kollege August-Wilhelm Winsmann, Vorsitzender der Sicherheitskommission, sehr zufrieden mit dem Verlauf der Hinrunde. Wie verlief sie aus Ihrer Sicht?
Dem ist nichts hinzufügen – auch vom Spielbetrieb her sind wir sehr zufrieden!
Die Zuschauerzahlen liegen allerdings leicht unterhalb der Werte der anderen Regionalligen. Woran liegt das aus Ihrer Sicht?
Das ist ein Problem in allen Ebenen unterhalb der Profis, zumal wir auch fünf U23-Teams haben, die zwar sportlich wertvoll sind, doch leider auch nicht so viel Fans „bringen“.
Was kann man dagegen tun?
Da gibt es keine Patentlösung – auch wenn Vereine mit anheimelnden Stadion und guter Bratwurst sowie moderaten Eintrittspreisen immer noch mehr Zuschauer „ziehen“.
Ein Problem dürften die zahlreichen Spielausfälle sein, zumal noch weitere zu erwarten sind und diverse Nachholspiele dem Winter zum Opfer fallen dürften. Wie bekommen Sie diese Schwierigkeiten in den Griff?
Wir haben das vor drei Jahren mit mehr und insgesamt dramatisch vielen Ausfällen gemeistert – das werden wir auch jetzt in Zusammenarbeit mit den Vereinen und mit viel Flexibilität bei den anzupassenden Ansetzungen in den Griff bekommen.
Derzeit wird immer wieder über eine Neuordnung der Regionalligen diskutiert. Wie stehen Sie zu diesem Thema?
Viel heiße – inzwischen etwas abgekühlte – Luft, denn in der derzeitigen Regionalligastruktur fühlen sich die Vereine im Norden wohl, auch wenn die Aufstiegssituation mit den zwei Entscheidungsspielen nicht glücklich, aber ohne Veränderung in der 3. Liga und den Regionalligen nicht lösbar ist.
(Das Interview führte Stefan Freye)