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Regionalliga Nord der Herren 2015/2016: So lief der 10. Spieltag

Ex-Cloppenburger Gerdes-Wurpts entscheidet Derby

(Foto: NFV)

Nicht alles lief wie erwartet am 10. Spieltag der Regionalliga Nord. Doch die Teams an der Spitze gaben sich erneut keine Blöße – aber deshalb belegen sie ja auch die vorderen Plätze dieser Spielklasse...

BSV Rehden – BV Cloppenburg 2:1 (1:1)

Das Derby erlebte wieder eine jener Geschichten, die der Fußball so gern schreibt. Beim Stand von 1:1 wurde Andreas Gerdes-Wurpts eingewechselt (63.), ein routinierter Angreifer, erst im Sommer vom BV Cloppenburg nach Reden gewechselt. Der 35-Jährige brauchte keine zehn Minuten, um die Partie mit dem Treffer zum 2:1 zu entscheiden (71.). In der ersten Halbzeit hatte Kristian Westerveld den Gast mit einem Handelfmeter in Führung gebracht (7.), und Marcel Stutter war der Ausgleich des BSV gelungen (30.). Während Rehden dank des Heimsiegs den siebten Tabellenplatz behauptete, fielen die Cloppenburger auf den 16. Rang zurück.

Hannover 96 II – Eintracht Norderstedt 2:2 (0:1)

Zwei Mal lag die Eintracht vorn in Hannover, doch die Treffer von Deran Toksöz (45.+1) und Philipp Koch (72.) reichten nicht zu einem dreifachen Punktgewinn. Denn Roman Prokoph (52.) und erst kurz zuvor eingewechselte Melih Hortum (77.) glichen jeweils aus für den Gastgeber. Nach vier Punkten aus den vergangenen zwei Partien kletterten die Niedersachsen auf den elften Rang, und die Eintracht aus Norderstedt behauptete Platz vier. Sie verlor allerdings Juri Marxen, der nach einer Notbremse die Rote Karte sah (76.).

Eintracht Braunschweig II – Hamburger SV II 2:0 (1:0)

Auch der HSV beendete die Partie nicht mit elf Spielern. Nach gut einer Stunde sah Kerim Carolus in Braunschweig nämlich die Rote Karte (65.). Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings bereits vorentschieden, nachdem Felix Drinkuth (20.) und Mads Hvilsom (55.) für den Gastgeber getroffen hatten. Während die Eintracht nach vier Niederlagen in Folge erstmals gewann und auf den achten Tabellenplatz kletterte, rutschte der HSV auf den vorletzten Rang ab. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wir haben defensiv wenig zugelassen und auch in Unterzahl alles versucht. Allerdings hat die Eintracht zwei ihrer Chancen genutzt und wir nicht, sodass wir als Verlierer nach Hause fahren“, kommentierte Trainer Soner Uysal das vierte sieglose Spiel in Folge sachlich.

VfB Lübeck – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:1)

Das war ein besonderer Erfolg: Nachdem Paul Seguin (20.) und Gergely Bobal (56.) den VfL II mit 2:0 in Führung geschossen hatten, traf Christopher Kramer zum Anschluss des VfB (61.) – und dann ging es los. Denn in den Schlussminuten kassierten gleich zwei Wolfsburger Spieler einen Platzverweis, Robert Schick wurde nach grobem Foulspiel mit glatt Rot vom Feld gestellt (84.), und Junior Ebot-Etchi sah die Gelb-Rote Karte (86.). Am Ende stand der Sieger also mit nur neun Spielern auf dem Feld.

TSV Havelse – SpVgg Drochtersen/Assel 1:3 (0:0)

Das Debüt von Sören Halfar als Cheftrainer des TSV Havelse misslang: Während die Gäste durch Danny-Torben Kühn (57.), Florian Nagel (62.) und Alexander Neumann (85.) erfolgreich waren, gelang dem TSV lediglich der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer von Denis Wolf (59.). Der überraschend starke Aufsteiger blieb deshalb zum vierten Mal in Folge siegreich und behauptete den sechsten Tabellenplatz.

SV Meppen – VfV Borussia 06 Hildesheim 2:0 (0:0)

Eine Halbzeit lang blieb der Favorit ohne zählbare Erfolge, doch nach dem Wechsel setzten sich die heimstarken Meppener schon bald durch. Nach den Treffern von Muhamed Alawie (49.) und Max Kremer (56., FE) war die Partie vorentschieden. Aus dem dritten Hildesheimer Sieg in Folge wurde also nichts, und der SVM behielt nach der Niederlage gegen Drochtersen/Assel (1:3) diesmal die Oberhand über einen Aufsteiger.

FC St. Pauli II – ETSV Weiche Flensburg 1:2 (1:0)

Der fünfte Sieg in Folge sicherte den Flensburgern Platz drei, kam allerdings durchaus glücklich zustande. Nachdem Kyoung-Rok Choi (10., FE) für die Führung des Gastgebers gesorgt hatte, glich Weiche nach der Roten Karte für Paulis Dennis Rosin (63.) durch Tim Wulff zwar aus (64.), doch der Siegtreffer gelang den Gästen erst in der Nachspielzeit, durch Patrick Thomsen (90.+3). „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Nach dem Platzverweis war klar, dass der Druck zunehmen würde und die Gegentore waren bei so vielen Standardsituationen die fast logische Konsequenz. Dennoch wäre aufgrund der ersten Halbzeit ein Punkt verdient gewesen“, meinte Remigius Elert, der Hamburger Trainer.

Lüneburger SK Hansa– Goslarer SC 1:2 (1:0)

Der Gastgeber erwischte den besseren Start angesichts des Treffers von Linus Büchler (28.). Nach der Pause setzte sich der GSC dank der Tore von Christopher Luhaka (51.) und Cetin Erbek (82., HE) aber durch. Dem Gast gelangen damit der dritte Saisonsieg und der Sprung auf den 14. Rang, während der LSK nach zuletzt sechs sieglosen Partien auf Platz 13 verharrt.

TSV Schilksee – VfB Oldenburg 0:4 (0:2)

Ein Trost bleibt dem sieglosen Schlusslicht – die nötigen Punkte muss der TSV Schilksee gegen andere Mannschaften gewinnen, der Tabellenführer war erwartungsgemäß eine Nummer zu groß. Zum Debüt von Neu-Trainer Dietmar Hirsch trafen Kifuta Kiala Makangu (22.) und Thorsten Tönnies (43.) vor der Pause; im zweiten Durchgang waren Nils Laabs (70.) und erneut Makangu (77.) erfolgreich. Ein souveräner Auftritt des Spitzenreiters.

 

(Text: Stefan Freye)

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