Viel blieb nicht übrig vom 22. Spieltag der Regionalliga Nord. Angesichts des Dauerregens mussten gleich sieben der neun Partien abgesagt werden. Die beiden Spiele, die ausgetragen werden konnten, hatten es allerdings in sich. Der SV Meppen schoss sich beim 6:0 über den BV Cloppenburg eine Menge Frust vor der Seele, und Eintracht Braunschweig II brachte dem Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II eine überraschende Niederlage bei.
SV Meppen – BV Cloppenburg 6:0 (2:0)
Das war eindeutig: Martin Wagner (7.) und Erdogan Pini (36.) hatten für die Pausenführung gesorgt, und nach dem Wechsel schraubten Thorben Deters (55.), Muhamed Alawie (70., FE) sowie der eingewechselte Mirco Born (76./88.) das Ergebnis in die Höhe. Dem Gastgeber gelang damit eindrucksvoll die Wiedergutmachung der 1:5 Niederlage gegen den VfB Oldenburg im letzten Heimspiel, und auch die bittere 0:1 Pleite in Wolfsburg gehört nun der Vergangenheit an. Während der SVM sich auf den vierten Tabellenplatz verbesserte, verlief die Premiere für den BVC alles andere als zufriedenstellend. Der Tabellenvorletzte aus Cloppenburg wartet mittlerweile seit 14 Partien auf einen dreifachen Punktgewinn.
Eintracht Braunschweig II – VfL Wolfsburg II 1:0 (0:0)
Was für ein Joker! In der 85. Minute traf der eingewechselte Gyamfi Kyeremeh (85.) zum Tor des Tages in Braunschweig und gestaltete den Braunschweiger Auftakt ins neue Fußballjahr damit ausgesprochen erfolgreich. "Das war heute ein richtig guter Auftritt meiner Mannschaft. Wir hatten ein bisschen was zurechtgelegt, das haben die Jungs total verinnerlicht und von der ersten bis zur letzten Minute umgesetzt“, meinte Trainer Henning Bürger zufrieden. Dabei macht der Braunschweiger Trainer keinen Hehl daraus, dass der Gegner spielerische Vorteile besaß in diesem Derby: „Wir mussten wieder viel verteidigen und viele Zweikämpfe führen. Die Wolfsburger haben natürlich Qualitäten, aber wir haben die Moral und die Power dagegen gesetzt und darüber hinaus auch wirklich ordentlich gespielt." Sein Kollege Valérien Ismaël sprach dagegen von einem „großen Rückschlag“ und bemängelte, dass seine Mannschaft erneut zahlreiche Chancen ungenutzt gelassen hatte. „Es war das Spiegelbild der Hinspielpartie - wir spielten erneut auf ein Tor. Das Ergebnis ist einfach ernüchternd, weil wir gut in die Begegnung hineingekommen sind und die Partie fast die komplette Zeit im Griff hatten“, so der VfL-Coach.
(Text: Stefan Freye)