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Regionalliga Nord der Herren 2015/2016: So lief der 32. Spieltag

Die Zielgerade ist in Sicht, eine Entscheidung nicht

(Foto: Martin Behlmann)

Ist das spannend! Zwischen Platz neun und dem 16. Rang, dem ersten Abstiegsplatz also, liegen gerade vier Punkte. Nach dem 32. Spieltag befinden sich also noch immer acht Mannschaften in mehr oder weniger großer Abstiegsgefahr. Dagegen nimmt sich der Titelkampf fast schon bescheiden aus: Am Wochenende marschierten der VfL Wolfsburg und der VfB Oldenburg im Gleichschritt, gewannen ihre Heimspiele allerdings nur knapp.

BSV Rehden – SV Meppen 0:0

Das Beste war die Bilanz der letzten Wochen. Dank des torlosen Unentschiedens gegen den SVM blieb die unglückliche 2:3-Niederlage beim HSV II eine Ausnahme. Der BSV zählt nach wie vor zu den formstärksten Mannschaften der jüngsten Vergangenheit, verlor nur eines der vergangenen fünf Spiele. In Gefahr befindet sich der 11. angesichts eines Vorsprungs von nur drei Punkten aber nach wie vor. Der SVM verpasste dagegen den Sprung auf Rang vier, feierte beim ersten 0:0 der Saison aber immerhin eine Premiere.

VfL Wolfsburg II – VfV Borussia 06 Hildesheim 1:0 (0:0)

Der neunte Sieg in Folge war eigentlich erst mit dem Schlusspfiff perfekt. Zwar hatte Dino Medjedovic kurz nach der Pause getroffen (46.). Doch nachzulegen vermochte der Gastgeber gegen die starke Hildesheimer Defensive nicht. Der Aufsteiger ist nun gleichwohl seit fünf Spielen ohne Sieg und ohne Tor. Allerdings hat der 14. noch vier Saisonspiele auszutragen, also zwei mehr als die meisten Konkurrenten im Abstiegskampf.

VfB Lübeck – Hamburger SV II 1:1 (1:0)

Es bleibt dabei: Beide Teams zählen nach wie vor zu den gefährdeten Mannschaften. Der HSV, vier Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, dürfte aber einigermaßen gelassen ins Saisonfinale gehen, während der VfB nur durch zwei Zähler vom 16. Rang getrennt wird. Vor rund 1.500 Zuschauern hatte der Gastgeber durch Andre Senger zur Führung getroffen (42.), während Ahmet Arslan nach dem Wechsel ausglich (54., FE).

Goslarer SC – ETSV Weiche Flensburg 0:0

Keine Tore, das bedeutete für den Goslarer SC auch: Kein Sprung von Rang 16, dem ersten Abstiegsplatz. Der eine Punkt gegen den Tabellendritten, der zum dritten Mal in Folge Unentschieden spielte, sollte dem GSC indes weiteren Auftrieb geben. Und die Konkurrenz ist nach wie vor ja in Schlagdistanz.

TSV Schilksee – BV Cloppenburg 1:0 (1:0)

Spät, aber nicht zu spät gelang dem Gastgeber der erste Saisonerfolg. Es überrascht nicht, dass der Sieg über den ebenfalls als Absteiger feststehenden BV Cloppenburg in Schilksee wie ein Titelgewinn gefeiert wurde. Für die drei Punkte sorgte Benedict Klimmek kurz vor der Pause (43.).

FC St. Pauli II – Eintracht Braunschweig II 0:0

Auch im “Nachwuchs-Duell” fielen keine Tore. Dabei hätte der Gastgeber mit einem Heimsieg einen Satz in der Tabelle machen können. Allerdings war man beim St. Pauli (15.) froh, dass die Mannschaft sich im Vergleich zum 0:5 in Meppen deutlich verbessert zeigte. Bei der Eintracht ging man ohnehin gelassen mit der Punkteteilung um. Der Tabellensiebte beschäftigt sich bereits seit Monaten nicht mehr mit dem Abstieg. Die Gelb-Rote Karte gegen Marco Kaffenberger (80.) war dagegen eine negative Randerscheinung, auf die man gern verzichtet hätte.

VfB Oldenburg – FC Eintracht Norderstedt 2:1 (1:1)

Über 2.000 Zuschauer wollten dabei sein, als der VfB seine Ambitionen unterstrich. Der Doppelpack von Nils Laabs (37./68.) stellte dann auch sicher, dass die Oldenburger sich noch nicht geschlagen geben im Titelrennen. Daran vermochte auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Marco Schultz nichts zu ändern (41.). Die Eintracht aus Norderstedt wartet mittlerweile seit sechs Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn.

TSV Havelse – Hannover 96 II 2:7 (2:1)

Hoppla. Mit einem deutlichen Derbysieg sicherte sich 96 II eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf. Der Tabellenneunte ist angesichts eines Vorsprungs von nur vier Punkten zwar auch noch nicht gerettet. Er steht im Gegensatz zur Konkurrenz aber noch vor vier weiteren Saisonspielen, hat also zwei Nachholpartien auszutragen. Den Sieg beim zuvor vier Mal ungeschlagenen TSV Havelse perfekt machten die Treffer von Janik Bachmann (19.), Tim Dierßen (46.), Valmir Sulejmani (58./79.), Roman Prokoph (63.), Fabian Pietler (72.) und Patrick Jahn (86.). Für den Gastgeber hatte Deniz Undav (35./42.) zur Pausenführung getroffen.

Lüneburger SK Hansa – SpVgg Drochtersen/Assel 0:1 (0:1)

Der Aufsteiger, mittlerweile Tabellenvierter, eilt derzeit wieder mal von Erfolg zu Erfolg. Dem 1:0 im Nachholspiel in Hildesheim ließ die SpVgg nun einen dreifachen Punktgewinn beim LSK folgen. Weshalb der Gastgeber es auch verpasste, sich etwas aus der Abstiegszone abzusetzen. Die Lüneburger werden nach wie vor nur durch einen Punkt von der Abstiegszone getrennt. Ihre Niederlage hatte Gäste-Kicker Marcel Brunsch bereits nach rund einer halben Stunde auf den Weg gebracht (33.).

 

(Text: Stefan Freye)

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