Am 34. Spieltag der Regionalliga Nord fiel die letzte Entscheidung, jedenfalls in sportlicher Hinsicht. Denn während sich der FC St. Pauli und der Lüneburger SK den Klassenerhalt sicherten, blieb der Goslarer SC auf Rang 16. Er hofft nun auf die Qualifikation des Meisters zur 3. Liga. Gelingt dem VfL Wolfsburg II der Aufstieg, würde der GSC in der Liga bleiben.
FC St. Pauli II – TSV Havelse 3:1 (1:1)
Zunächst war es vor 1.263 Zuschauern gegen die Hamburger gelaufen, denn die Gästeführung durch Deniz Cicek (30.) machte es noch einmal spannend. Doch nach dem Rückstand entledigte sich der Gastgeber Schritt für Schritt aller Sorgen: Jan-Philipp Kalla glich noch vor der Pause aus (40.), und in der zweiten Halbzeit bauten Maurice Jerome Litka (54.) und Yannick Deichmann (90.) das Ergebnis aus. Die Hamburger, das war nach diesem Ergebnis klar, werden auch in der kommenden Saison an der Regionalliga teilnehmen. Entsprechend groß war der Jubel. Die Gäste beendeten die Partie dagegen mit nur zehn Spielern, da Noah Plume die Gelb-Rote Karte kassierte (73.). Sie sicherten allerdings den sechsten Tabellenplatz.
BSV Rehden – Hannover 96 II 2:0 (1:0)
Einen gelungenen Abschluss und der Sprung auf Rang acht: Der BSV Rehden feierte dank des Heimerfolges zudem den zweiten Sieg in Folge. Die Treffer erzielten Jeff-Denis Fehr (2.) und Abu Bakarr Kargbo (70.). Der Gast aus Hannover fiel dagegen auf Platz zwölf zurück.
VfB Lübeck – Eintracht Braunschweig II 3:0 (0:0)
In der ersten Hälfte musste die Partie vor rund 1.100 Zuschauern ohne Tor auskommen. Das holte der Gastgeber in der zweiten Halbzeit nach. Die Treffer von Stefan Richter (47./53.) und Lukas Knechtel (80.) sorgten für einen versöhnlichen Saisonabschluss und den Sprung auf Rang sieben, während die Eintracht aus Braunschweig eine ordentliche Saison ohne Abstiegssorgen auf dem neunten Platz beendete.
VfB Oldenburg – SV Meppen 3:0 (0:0)
Mit einem letztlich ungefährdeten Derbysieg lässt sich die Saison auch beschließen. Die Treffer von Nils Laab (56.), Kevin Samide (79.) und Lavdrim Ebipi (88.) sorgten für überwiegend gute Laune unter den 2.555 Zuschauern im Marschwegstadion. Der VfB hatte bereits vor dem Saisonfinale als Vizemeister festgestanden. Dass der Gast aus Meppen den fünften Platz belegen würde, war ebenfalls sicher gewesen.
Lüneburger SK Hansa – Hamburger SV II 3:0 (2:0)
Der Gastgeber war von Beginn an bemüht, die Spannung in Grenzen zu halten und legte durch Kwasi Okyere Wriedt (9.) sowie Alexandros Tanidis (14.) den Grundstein zum Heimerfolg. Als Wriedt im zweiten Durchgang zum Endstand traf (69.), waren alle Zweifel beseitigt: Der LSK sicherte sich den Klassenerhalt, kletterte dank des Erfolgs auf Rang 13, vorbei am HSV II (14.).
Goslarer SC – FC Eintracht Norderstedt 2:0 (1:0)
Der 2:0-Erfolg, nach Toren von Marcel Ziemann (38.) und Christopher Luhaka (79.), nutzte nichts: Der Goslarer SC blieb aufgrund der Sieges seiner Mitkonkurrenten auf Rang 16, stellt also neben Cloppenburg und Schilksee einen sportlichen Absteiger. Eine Chance hat der GSC allerdings noch. Sollte dem VfL Wolfsburg II in der Relegation gegen den Bayern-Titelträger SSV Jahn Regensburg (25. und 29. Mai) der Aufstieg in die 3. Liga gelingen, würde Goslar die Klasse halten. Scheitert der Regionalliga-Meister, steigt der 16. sogar in die Landesliga ab. Für die Oberliga Niedersachsen hatte der GSC nämlich keinen Zulassungsantrag gestellt.
TSV Schilksee – SV Drochtersen/Assel 1:4 (1:2)
Nun haben sie es hinter sich. Mit der deutlichen Heimniederlage endete vorerst das Kapitel Regionalliga für den TSV Schilksee. Er stellt seit Einführung der fünfteiligen Regionalliga das schwächste Schlusslicht, sammelte gerade acht Zähler in 34 Partien. Zwar gelang Erdogan Cumur (38., FE) der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss. Unterm Strich hatte der Gastgeber den Toren von Florian Nagel (6., HE), Danny-Torben Kühn (15.), Alexander Neumann (51.) und Oliver Ioannou (70.) aber nicht genug entgegenzusetzen.
VfL Wolfsburg II – ETSV Weiche Flensburg 2:0 (1:0)
Der ungefährdete Heimsieg darf als gelungene Generalprobe für die beiden Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den SSV Jahn Regensburg (25. und 29. Mai) gelten. Die Treffer von Dino Medjedovic (35.) und Bastian Schulz (71.) könnten in dieser Woche also noch eine Bedeutung erlangen. Das 23. Tor von Medjedovic sicherte ihm schon mal die Torjägerkrone, gemeinsam mit Kwasi Okyere Wriedt vom Lüneburger SK. Kurios: Beide wechseln im Sommer zum Drittligisten VfL Osnabrück.
Bevor bei den Wölfen die Konzentration ganz den beiden Spielen gegen Jahn Regensburg gewidmet wird, durfte noch einmal gefeiert werden. Als NFV-Präsident Eugen Gehlenborg die Meisterschale an Mannschaftskapitän Julian Klamt überreichte war der Jubel groß.
VfV Borussia 06 Hildesheim – BV Cloppenburg 2:2 (1:2)
Ein Heimremis zum Abschied: Nach der Partie beendete VfV-Trainer Jürgen Stoffregen (59) seine Karriere. Er hatte Hildesheim rund dreieinhalb Jahre lang trainiert und zuletzt vorzeitig zum Klassenerhalt geführt. Deshalb konnte der Gastgeber ziemlich gut leben mit der Punkteteilung. Die bereits abgestiegenen Gäste waren durch Tobias Steffen (12.) und Flodyn Baloki (27.) zwei Mal in Führung gegangen, Omar Fahmy (25.) und der eingewechselte Christoph Lange (81.) glichen jeweils aus.
(Text: Stefan Freye / Foto: Patrick Franck)