Neun Spiele, 18 Tore - am 34. Spieltag der Regionalliga Nord wurde noch einmal um Punkte und Plätze gekämpft. Die vielleicht wichtigste Partie fand aber in Bremen statt, im Drittliga-Spiel zwischen Werder Bremen II und dem VfR Aalen. Weil die Grün-Weißen angesichts des 1:0-Erfolgs die Klasse hielten, stand danach schon mal fest, dass es allenfalls drei und nicht vier Absteiger aus der Regionalliga geben wird – und das war eine gute Nachricht für so manches Team im Tabellenkeller.
Hamburger SV II – VfB Oldenburg 1:1 (1:1)
Richtig gut lief es für die Hamburger in den vergangenen Wochen nicht. Das Unentschieden gegen den VfB sorgte zwar für einen versöhnlichen Saisonabschluss, war aber bereits das vierte Spiel ohne dreifachen Punktgewinn (0-2-2). Immerhin beendete der HSV die Spielzeit auf dem fünften Rang. Der Gast aus Oldenburg kletterte auf Platz acht. Er war durch Thorsten Tönnies (10.) sogar in Führung gegangen, ehe Enes Küc (12.) den Ausgleich besorgte.
1.FC Germania Egestorf/Langreder – TSV Havelse 1:0 (0:0)
Die Germania sicherte sich den Titel des besten Aufsteigers, vor allem gelang ihr zum Saison-Abschluss aber noch ein Derbysieg. Den fünften dreifachen Punktgewinn in Folge machte der Treffer durch Sebastian Baar (85.) kurz vor dem Ende perfekt. Der Gast aus Havelse kassierte dagegen die dritte Niederlage, behauptete aber den sechsten Rang.
SV Eichede – FC Eintracht Norderstedt 1:2 (0:2)
Erhobenen Hauptes vom Platz und aus der Liga: Der Gastgeber, bereits seit einigen Wochen vorzeitig abgestiegen, verabschiedete sich mit einer ordentlichen Leistung aus der Regionalliga. Zunächst war der Gast zwar durch Marin Mandic (18.) und Felix Drinkuth (39.) mit 2:0 in Führung gegangen. In der Schlussminute konnte Sebastien Mankumbani (90.) allerdings verkürzen zu einem einigermaßen versöhnlichen Ausstand des SVE.
Hannover 96 II – Lüneburger SK Hansa 1:0 (1:0)
Der frühe Treffer durch Dennis Hoins (36.) sicherte dem Gastgeber nicht nur drei Punkte, sondern auch den Sprung auf den elften Rang der Abschlusstabelle. Der LSK fiel dagegen auf Platz 13 zurück. Doch auch der Gast wird leben können mit dieser Spielzeit. Vor der Niederlage in Hannover hatten die Lüneburger sich dank einiger starker Ergebnisse bereits den Klassenerhalt gesichert.
U.L.M. Wolfsburg – SV Meppen 0:2 (0:1)
Der Meister zeigte sich ausgesprochen konzentriert und wurde seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Die Treffer von Marius Kleinsorge (27.) und Francky Sembolo (53.) sicherten dem Gast drei Punkte im Saisonfinale und eine gute Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele gegen Waldhof Mannheim. Die Niederlage sorgte zudem dafür, dass der Gastgeber nun endgültig zurück muss in die Oberliga. Hätte er noch Rang 16 erreicht und der SVM würde aufsteigen, so wäre damit die Rettung verbunden gewesen.
Eintracht Braunschweig II – VfL Wolfsburg II 1:2 (1:1)
Mit drei Siegen in Folge war der Gastgeber zum Derby angetreten. Nun stoppte der Nachbar die Erfolgsserie und kletterte im Saisonfinale noch auf einen versöhnlichen dritten Rang. Zwar hatte die Eintracht den Rückstand durch das Eigentor von Deniz Dogan (38.) noch durch Morten Rüdiger (43.) ausgleichen können. Doch die erneute Wolfsburger Führung von Sebastian Wimmer (57.) blieb unbeantwortet – und so fiel der Gastgeber auf den zwölften Platz zurück.
ETSV Weiche Flensburg – SpVgg Drochtersen/Assel 1:0 (0:0)
Erst standen die Gäste in einem Stau, weshalb die Partie mit 30 Minuten Verspätung angepfiffen wurde. Dann blieben sie ohne Punkte und fielen auf den neunten Rang zurück - die Spielvereinigung hat zweifellos eine ordentliche Spielzeit hinter sich, aber es gab schon bessere Spieltage. Der Gastgeber wurde seiner Favoritenrolle dagegen gerecht. Der Treffer von Tim Wulff (55.) sicherte den 19 Saisonsieg und damit stattliche 66 Punkte. Die Flensburger sind zweifellos ein würdiger Vizemeister.
BSV Rehden – VfB Lübeck 2:1 (0:0)
Nun gilt das Prinzip Hoffnung: Der BSV Rehden hat den 16. Tabellenplatz verteidigt und hofft nach dem Klassenerhalt von Werder Bremen II nun auf den Aufstieg des SV Meppen. In diesem Fall wäre er gerettet. Dass die Rehdener durchaus über Regionalliga-Format verfügen, wurde im Saisonfinale einmal mehr deutlich. Der VfB, am Ende Tabellenvierter, hatte den Treffern von Sulhattin Capli (56.) und Serdar Bingöl (79.) lediglich den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Henrik Sirmais (62.) entgegen zu setzen, und so verließ der Gastgeber den Platz mit drei Punkten.
VfV Borussia 06 Hildesheim – FC St. Pauli II 1:1 (1:0)
Benedict Plaschke (11.) hatte den Gastgeber früh in Führung gebracht, doch Richard Neudecker (59.) glich nach rund einer Stunde aus – und das reichte dem Gast, seinen 14. Tabellenplatz zu behaupten. Gleich nach der Partie stand allerdings fest: Auch der 15. Rang berechtigt zu einer weiteren Saison in der Regionalliga. Denn weil Werder II die 3. Liga halten konnte, gibt es nun allenfalls drei Absteiger.
(Text: Stefan Freye)